Staatsbürgerschaftsurkunde

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Die Staatsbürgerschaftsurkunde heißt offiziell "Staatsangehörigkeitsausweis" und ist eine der beknacktesten Urkunden im deutschen Rechtswesen.

Für die Ausstellung muss man zeigen, dass man deutscher Staatsbürger ist. Das kann man durch eine Einbürgerungsurkunde und durch den Nachweis, dass derjenige / diejenige deutsche/r Staatsbürger/in ist/war, von dem/der man die deutsche Staatsbürgerschaft ableitet. Ich musste mal (das war 1980) die ganze Ahnenreihe (Vater, dessen Vater, dessen Vater) bis zu einem der von dem 01.01.1900 geboren war als Deutsche nachweisen. Von meinem Vater gab's noch einen Wehrpass (Behörde: "Ach das ist ja schon mal gut") und die Urkunden des Großvaters aus Schlesien waren verschollen. Da musste mein Vater eine eidesstattliche Erklärung abgeben ... Heute ist das, glaube ich einfacher. Ich habe mich mal in Hamburg erkundigt. Die sagten, ich brauche nur den Personalausweis vorzulegen.

Sie soll dazu dienen, die deutsche Staatsangehörigkeit nachzuweisen, da ein deutscher Personalausweis oder Reisepass nur den ersten Anschein liefert kann, nicht aber den rechtlich gültigen Beweis.

Zwei Fallen:

  • Der Staatsangehörigkeitsausweis wird mit einer Gültigkeit von 5 Jahren ausgestellt. Da kann der Betreffende längst seine deutsche Staatsangehörigkeit verloren oder widerrufen haben, mit dem StA-Ausweis kann er sie jedoch nachweisen, zweifelsfrei und rechtsgültig.
  • Der StA-Ausweis ist kein Ausweis in dem Sinne, dass er nicht zum Nachweis der Identität benutzt werden kann. Er ist also kein Ausweis, sondern heißt nur so. Oh heiliger Bürokratius!

Näheres findet man hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsangeh%C3%B6rigkeitsausweis

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