Staatsanwaltschaft - Verfahren nach § 153 a Abs. 1 StPO endgültig eingestellt?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Naja, GANZ so einfach ist das nicht. Die Staatsanwaltschaft ist der Meinung, daß sich der Beschuldigte strafbar gemacht hat. Andernfalls hätte diese das Verfahren nach § 170 II StPO eingestellt. Eine Verfahrenseinstellung ist aber immer ein "Friedensangebot", bei dem die Schuld des Täters nicht gerichtlich festgestellt wird. Der Mensch hat einen Geldbetrag gezahlt oder Sozialstunden geleistet. Und danach wurde das Verfahren eingestellt. Wenn DU jetzt aber Forderungen geltend machen willst, dann kannst Du Dich zwar auf die Verfahrenseinstellung berufen, mehr als ein Argument ist das aber nicht. Im Zweifelsfall müßtest Du den Menschen jetzt trotzdem noch auf Schadenersatz verklagen.

Bedeutet also: Ein bißchen näher bist Du Deinem Ziel näher gekommen, automatisch Geld bekommst Du aber noch keineswegs.

Bei den § hat er keine Gelstrafe erhalten vielmehr wurde hier das Verfahren gegen Auflagen - vermudlich einer Zahlung an die Staatskasse eingestellt.

Jedoch hat die Sache auch sein gutes denn jetz bekommt die Versicherung endlich die Akte dass sie den Schaden regulieren kann, erfolgt die Regulierung nicht müßtest Du Zivilerechtlich gegen diesn vorgen, denn die Einstellung hat nut eien Strafrechtliche Auswirkung - nämlich dass er nicht vorbestraft ist.

Am besten fragst du die Staatsanwaltschaft. Dort einfach mal anrufen und dein Anliegen schildern. Die können dir dann sagen, wie der Ausgang war – falls diese Informationen für dich zugänglich sind – bzw. wo deine Möglichkeiten liegen. Ansonsten einfach mal einen Anwalt fragen. Natürlich sollte der sich mit deiner Akte auseinandergesetzt haben. Wenn du auf Schadensersatz klagst, braucht du ja eh Rechtsbeistand.

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