Staatsabsolutismus, was ist das?

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Ich habe mal die ganzen Begriffe zerpflückt - ich denke dadurch wird das etwas klarer.

Staatsabsolutismus, das Bestreben des Staates, möglichst die Regelung aller eine größere Anzahl von Menschen betreffenden Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen, also den Einfluß des Einzelindividuums, der Interessenvertretungen, auszuschalten. Ein gesunder S., der nur dort die Privat- oder Kommunaltätigkeit ausschaltet, wo große, weite Volksschichten betreffende Angelegenheiten (z. B. Arbeiterversicherungsgesetze) in Frage kommen, ist ein Zeichen gedeihlicher Entwickelung eines Staates. Eine Ausartung und damit eine Unterdrückung der natürlichen Volksentwickelung liegt vor, wenn der Staat auch in unbedeutendern Angelegenheiten ins Gebiet der individuellen Freiheit, sei es des Einzelindividuums, sei es ganzer Gesellschaftsklassen, eingreift.

Unter Absolutismus (auch absolute Monarchie genannt) versteht man eine frühneuzeitliche Staatsform in Monarchien, die – nach einer seit dem 19. Jahrhundert lange vorherrschenden Auffassung in der Geschichtswissenschaft – von der Regierung eines aus eigener Machtvollkommenheit handelnden Herrschers ohne politische Mitwirkung ständischer Institutionen bestimmt war. Zugleich wird der Begriff als Bezeichnung für die von dieser Regierungsart geprägte Epoche europäischer Geschichte zwischen den Religionskriegen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts und den Revolutionen des späten 18. Jahrhunderts verwendet. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wird der Begriff als Beschreibung eines Zeitalters in Frage gestellt und von der neutraleren Bezeichnung „Zeitalter des Barock“ abgelöst.

Der Begriff Monarchie stammt von griechisch μοναρχία monarchía ab, das sich aus den Wörtern μόνος monos „ein“ und ἀρχεῖν archein „herrschen“ zusammensetzt, und bedeutet „Alleinherrschaft“. Er bezeichnet eine Staats- bzw. Herrschaftsform, bei der ein Monarch oder eine Monarchin das Amt des Staatsoberhauptes innehat (und bildet somit das Gegenstück zum modernen Republikbegriff). Die Machtbefugnisse der betreffenden Person können je nach Form der Monarchie variieren: Dieses Spektrum reicht von fast keiner (parlamentarische Monarchie) über durch eine Verfassung begrenzte (konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (absolute Monarchie). Die entartete, illegitime und despotische Form der Monarchie ist die Tyrannis. Zusätzlich wird zwischen Erb- und Wahlmonarchie unterschieden: In der erstgenannten Form wird der Herrscher durch Erbfolge, in der zweitgenannten durch eine Wahl meist auf Lebenszeit bestimmt. In Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt. Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs ist möglich (sehr verbreitet in antiken Reichen, z. B. im alten Ägypten oder im Römischen Reich, aber auch in neuerer Zeit, z. B. im Kaiserreich China oder bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Japan).

Die die Monarchie rechtfertigende Staatstheorie beziehungsweise -ideologie ist der Monarchismus oder auch Royalismus. Ein Anhänger der Monarchie wird als Monarchist oder Royalist bezeichnet, ein Gegner als Republikaner, Monarchomach oder auch Antimonarchist.

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