Staatlich geprüfter Betriebswirt im Ferb- oder Abendstudium?

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4 Antworten

Hi Dudu,

Fernstudienlehrgänge sind schwer. Auch wenn Du bereits Grundlagen hast, da rauschen die vermutlich über Dir bekanntes hinweg. Das wird Dir vermutlich bei einer Vorlesung auch so gehen, aber es ist leichter möglich mit anderen eine Lerngruppe zu bilden oder auch den Dozenten mal was zu fragen.

Rechnungswesen habt Ihr vermutlich die Groß- und Außenhandelsbuchführung gelernt. Das ist eine sehr einfache Form. In anderen Ausbildungen wird die Industriebuchführung als Grundlage genommen. Soll bleibt Soll und Haben bleibt Haben. Aber dann Buchungsverhalten zu ändern ist nicht ganz einfach.

Dazu kommen dann solche Dinge wie Kosten- und Leistungsrechnung. Kalkulationen rauf und runter. Wer da keinen guten Dozenten hat und dann die Sachen nicht nur auswendig lernen will, lernt in dem Bereich tatsächlich nur für Prüfungen. Da sind Dozenten aus der Praxis natürlich von ganz anderer Qualität. Denn die Kosten werden in der KLR noch einmal etwas anders eingeteilt. Das bedeutet für mich dann eben verstehen, aus welchen Konten wären denn diese Gemeinkosten ermittelt? Geht natürlich auch ohne das Verständnis, denn auswendig können reicht vollkommen für die Prüfungen. Praxistauglich ist das Ganze auch nur bedingt. Und es ist so trocken das es staubt.

In BWL ist es ganz gut, da man bei Themen die sich wiederholen aus der Berufsschule schon so etwas wie einen ersten Grundwortschatz hat. Allerdings ist es tatsächlich so, dass es doch etwas mehr in die Tiefe geht.

Zum Thema lernen im Internet oder in Foren, da bin ich skeptisch. Wie es hier mit den Antworten auch ist, einige schreiben tolle Antworten die beim Lesen Spaß machen und stimmen.

Andere machen dicke Backen und haben keine Ahnung. Leider kann man das bei Nachholbedarf so schlecht qualitativ einsortieren. Auch gibt es von vielen Leuten auf den diversen Internetseiten Beiträge die einfach falsch sind. Oder was ich auch gern vergesse, dass ist den Rechtsstand dazu zu schreiben. Da kann man eben auch auf die Nase fallen, wenn man nicht selber mit dem Gesetz alles kontrolliert.

Der staatlich geprüfte Betriebswirt ist schon vom Niveau eine Leistung, die Respekt verlangt. Ich würde Dir raten, befrage mal die Suchmaschine Deines Vertrauens nach dem Einkommensteuergesetz. Lese Dir mal die §§ 4, 5, 6 und 7 durch. Wenn Du zu der Erkenntnis kommst, dass das richtig spannend ist und Du lernen willst mit diesen Texten zu arbeiten, dann ist so eine Fortbildung mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit was richtig spannendes für Dich. Solltest Du nur Bahnhof verstehen und das ganze ruft Dir nur ein Kopfschütteln oder kaltes Grausen hervor, dann überlege Dir eine andere sinnvolle Alternative.

Es ist eben nicht einmal Ansatzweise einfach und vor dem Verstehen steht eben viel auswendig lernen.

Ich wünsche Dir eine gute Wahl und bei dem, wie es weitergehen wird: Viel Erfolg.

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Jepa2012 20.03.2014, 20:09

Hallo,

ich habe meinen SGB in Absatzwirtschaft/Marketing grade erst begonnen- da ich im Schichtsystem arbeite per Fernstudium an der SGD. Nach 10 Jahren Schulbankabstinenz kann ich nur sagen es lohnt sich. Für meine erste Einsendeaufgabe habe ich ca. 6 Wochen gebraucht um wieder ins lernen zu kommen und wie ich am besten lerne. Am Rechnungswesen hänge ich im Moment auch, da ich aber in meiner Ausbildung, Buchhändlerin, bereits Rechnungswesen hatte, und es mir da sehr sehr schwer gefallen ist, bin ich im Moment sehr erstaunt wie leicht es mir doch noch fällt einfache Buchungssätze zu bilden. Klar, es bleibt nicht so, aber das sind die Herausforderungen an dieser Fortbildung. Ein guter Freund von mir hat seinen Handelsfachwirt wenn ich nicht weiter weiß, ist er meine erste Anlaufstelle. So jemanden an der Hand zu haben finde ich immer gut und sehr praktisch ;)

LG Jepa

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Ich habe den Betriebswirt/VWA und den Bilanzbuchhalter/IHK abgeschlossen. Natürlich ist deine bisherige Ausbildung eine Grundlage. Ich habe einige Abschlüsse als Programmierer in verschiedenen Programmiersprachen per Fernkurs und per berufsbegleitenden Abendunterricht abgelegt, mir ist jeder Fernkurs schwer gefallen, denn man hat keinen Druck sich an den Stoff zu setzen, ich brauche aber diesen Druck. Natürlich ist jede Weiterbildung eine Herausforderung, man hat Tage die einem richtig schwer fallen und man fragt sich öfters "wozu mache ich das?". Es ist schon ein Unterschied ob man allein im Kämmerlein sitzt um zu lernen oder mit Leidensgenossen auf der Schulbank sitzt, ich hatte in der VWA einen Lernfreund, mit dem habe ich regel- mäßig gelernt. Also Zähigkeit, Fleiss und Ausdauer musst du mitbringen, egal ob Fern- oder Abendkurs, ich finde bei Fernkurs braucht man noch eine Spur mehr an Disziplin. Ich wünsche Dir viel Erfolg und die richtige Entscheidung. Übrigens mein Fleiss hat sich bezahlt gemacht, ich habe es zur eigenen Firma gebracht, diese habe ich vor meinem Ruhestand veräussert, jetzt erst habe ich viel Zeit für mich und meine Familie.

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