Íst es jemandem mit einem Bsc. Psychologie von einer Privaten Fh gelungen einen Masterplatz auf einer öff. Uni zu bekommen?

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3 Antworten

Vieles wurde schon gesagt, aber ich möchte noch etwas ergänzen:

Die von dir beschriebenen Probleme - allen voran für einen Master fehlende ECTS in bestimmten Fachbereichen - gibt es auch regelmäßig beim Übergang vom universitären Bachelor zum Master. Das ist kein Problem zwischen FHs und Unis sondern eins zwischen beinahe unzähligen verschieden konstruierten Studienangeboten.

Du solltest dir also, wenn du jetzt schon weißt, dass du mal einen Master machen willst, am besten schon einige Universitäten für den Master heraussuchen und die dortigen Zugangsvoraussetzungen mit deinem Bachelor-Studienplan abgleichen. Frage auch konkret bei der Studienberatung nach.

Außerdem solltest du, wenn es etwa im Bachelorstudiengang Wahlmodule oder ähnliches gibt, diese so wählen, dass du etwaige Lücken im Pflichtteil des Studienplans auffüllen kannst.

Wie gesagt, das sind meines Erachtens keine Probleme, die auf den Unterschied FH/Uni zurückgehen, sondern allgemeine strukturelle Probleme. Ich kenne auch Fälle, bei denen die oben beschriebene Wahl der Module im Bachelor unbewusst so unglücklich laufen kann, dass es nachher nichtmal für eine Master-Zulassung an der gleichen (!) Universität reicht.

Wenn man das aber weiß, sich informiert (so wie du im Augenblick und auch danach) und schon am Anfang des Bachelors an den Master denkt, verringert man erheblich das Risiko von bösen Überraschungen.

Und noch ein kleiner Hinweis: Das von dir im Kommentarbereich gepostete Zitat zu den Schwierigkeiten beim Übergang FH/Uni stammt von einer Seite, die sich kommerziell mit dem Thema Bildungsberatung befasst. Es ist für diese nicht ganz uneigennützig, Prozesse etwas negtiver darzustellen, als sie tatsächlich ablaufen, weil sonst ja kein Beratungsbedarf existieren würde.

Ich würde die dortigen Informationen also nicht überbewerten. Informiere dich am besten selbst möglichst umfassend bei den Universitäten.

Viel Erfolg!

Ja, ist kein Problem, wenn die private Hochschule und der BSc-Studiengang ordnungsgemäß akkreditiert wurden - was aber nicht immer der Fall ist.

Ja Akkreditierung ist vorhanden ich habe nur im Internet gelesen das viele Universitäten FH Studenten von vorneherein ablehnen daher die Frage nach einem Beweis.

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@Babuh

Nur auf Grund der Tatsache, daß die Studenten von einer privaten Hochschule kommen, dürfen sie nicht abgelehnt werden. Das kann also nicht die ganze Wahrheit sein.

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@tryanswer

Ja nu aber grau ist alle Theorie:) darum ist die frage auch so formuliert wie sie formuliert ist.

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@Babuh

Das ist keine Tjheorie, zumal du dich sonst jederzeit einklagen könntest.

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@tryanswer

Zitat: Studien belegen, dass die Anzahl der Wechsler verschwindend gering ist. Einige Universitäten lehnen es gänzlich ab, FH-Absolventen zu ihren Masterstudiengängen zuzulassen. Allerdings darf eine Universität einen Bewerber nicht aufgrund seines FH-Bachelorabschlusses ausschließen. Verschiedene Floskeln in der Zugangsordnung oder spezielle Anforderungen führen jedoch verstärkt zum Ausschluss der FHler.

Darüber hinaus kommt es zu Anrechnungsproblemen bei einzelnen Studienmodulen. Zum Beispiel fehlen ECTS im Bereich der Forschungsmethodik, vielleicht wurden auch gar keine Forschungsmodule in dem FH-Studiengang angeboten. Folgende Lösungen bieten die Universitäten an:

Eignungsfeststellungsverfahren (mündlich und/oder schriftlich).

Auflage: Nachholen von einzelnen Scheinen während des regulären Masterstudiums.

Angleichstudium von „X“-ECTS, wenn Bewerber als „bedingt geeignet“ eingestuft werden.

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@tryanswer

ja wie jetzt? also ist es doch sehr wohl möglich mich aufgrund meiner FH Abstammung abzulehnen wie die uni das anstellt ist mir dann ja erstmal egal.

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@Babuh

was nützt dann die Akkreditierung.  

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@Babuh

Bachelorabschlüsse sind (wenn der Studiengang akkreditiert) wurde gleichgestellt - ganz gleich wo sie erworben wurden. D.h. ein Wechsel ist zunächst einmal problemlos möglich.

Nun ist es aber so, daß FH-Absolventen und Uni-Absolventen in aller Regel nicht über den gleichen Ausbildungsstand verfügen (was nicht weiter verwundert, da beide Schulformen sich nicht unterinander abstimmen).

Nun darf beim Zulasungsverfahren zum Masterstudium nicht ausschließlich auf Grund der Note entschieden werden. D.h. es müssen zusätzliche Auswahlkriterien entwickelt werden und das geschieht natürlich nicht mit dem Fokus auf FH-Absolventen. Sofern diese jedoch die gleiche Leistung erbringen, wie ihre Mitbewerber von den Universitäten, werden sie auch problemlos genommen.

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@Babuh

Was genau? Es wird eine Zulassungsordnung auf Grundlage der Entscheidungen der Hochschulrektoren- und der Kultusministerkonferenz erstellt, nach der die Bewerber zugelassen werden. Die ausführende Zulassungskommission ist , wie indem Bereich üblich, paritätisch besetzt. Im Streitfall hat der Fakultätsrat dann das letzte Wort - danach wird der Rechtsweg beschritten.

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@Babuh

Ich meine wie wird ermittelt ob ich die Kriterien erfülle

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@Babuh

Oder kann die Uni einfach davon ausgehen das mein Bildungsstand nicht Ihren Vorrausetzungen entspricht weil ich an einer FH ausgebildet wurde und mich aufgrund dieser Annahme ablehnen.

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@Babuh

Das ist unterschiedlich, hängt aber im Einzelfall von der jeweiligen Zulassungsordnung ab. In der Regel gibt es ein Punktesystem nach dem alle Bewerber einsortiert werden.

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@tryanswer

Ja und wie sieht dieses Punktesystem aus ich meine ein Beispiel wäre mal hilfreich das hört sich bisher alles sehr Kafkaesk an. Wer kann mir diese Punkte geben oder entziehen und aufgrund welcher Informationen?

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@Babuh

tut mir leid wegen dem *mal das können sie bitte in Gedanken streichen.

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@Babuh

Das ist jetzt nur ein Beispiel, wie es sein könnte (es ist also nur exemplarisch zu verstehen). Am besten du schaust mal in eine entsprechende Ordnung.

Deine ersten Punkte bekommst du für deine Abschlußnote (4,0= 1P; 3,7=2P, ...)

dann, ggf. Punkte für: 

den Notenschnitt in bestimmten Basisfäüchern (Mathematik, ..)die Dauer des BSc-Studiums (Regelstudienzeit: 0P; länger: -5P; kürzer: +5P)Praktika und Berufserfahrungwissenschaftliche PublikationenEmpfehlungsschreibenAuslandserfahrung (Studienaustausch)ein Bewerbungsgesprächeinen Wissenstestusw.

Am Ende werden dann alle Punkte addiert und die Studienplätze entweder nach erreichen einer Mindestpunktzahl oder nach der Höchstpunktzahl vergeben.

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@tryanswer

Achso danke jetzt verstehe ich das Prinzip 😀 vielen Dank für die detaillierte auskunft..

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