SSchwerbehinderung und Erwerbsminderungsrente?

9 Antworten

Der Grad der Behinderung sagt keinesfalls etwas über die Erwerbsfähigkeit aus.

Es gibt sehr viele Menschen mit 100 Grad an Behinderung und Merkzeichen,  weil sie im Rollstuhl sitzen. Trotzdem können sie (ohne weiteres) auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten (behindertengerecht).

Anders ist es bei psychischen Erkrankungen: obwohl schwerwiegende Probleme auftauchen,  die den Alltag massiv einschränken,  ist es aktuell noch immer so, dass zum Teil sogar selbst die 30 Grad verwehrt bleiben, aus welchen Gründen auch immer.

Eine Erwerbsfähigkeitsrente hingegen kann trotzdem bewilligt werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Das Eine hat nicht notwendiger Weise etwas mit dem Anderen zu tun.

Eine Einschränkung im täglichen Leben bedeutet eben NICHT, dass du nicht mehr arbeiten kannst.

Die medizinischen Voraussetzungen für die Erteilung eines GdB`s und einer EM Rente gehen von total unterschiedlichen Gegebenheiten aus. Der eine stellt auf mögliche Einschränkungen aus, die anderen beurteilen, ob du in irgendeinem Beruf noch arbeiten kannst.

Das klassische Beispiel ist hier ein Rollstuhlfahrer: GdB 100, kann aber jeden Schreibtischjob machen. 

Warum du über die DRV jammerst, verstehe ich auch nicht. Es wird deine Rente doch gezahlt. Warum meckerst du dann, dass sie keine Rente bewilligen wollen?

Wenn dein Gesundheitszustand sich evt. wieder bessern kann, dann wird NIE eine unbefristete Rente gezahlt. Sobald du wieder erwerbsfähig bist, steht dir eben keine Rente mehr zu!

Wie Du schon festgestellt hast sind es zwei von einander völlig unabhängige Behörden. also kann die eine nicht weil die andere gesagt hat, wenn nicht weiteres Passiert ist.

Also gegen den Rentenbescheid erst mal Wiederspruch mit bitte um neu Bewertung bitten. Vielleicht ist auch ein Fehler passiert.

Auch hier sitzen nur Menschen die Fehler machen. Was glaubst Du wie viele in den Anträgen stehen haben, sie sind Schwerbehindert.

Viele Sachbearbeiter wollen meist schnell mit ihrer Arbeit fertig werden und schauen sich Deinem Antrag erst mal nicht ganz richtig an, sondern geben in ihrem Programm was ein, was sie denken gelesen zu haben.

Ob es wirklich stimmt was sie eingeben sei dahin gestellt. Ich habe die Erfahrung gemacht bei unserem Staat, genau so wie bei der Versicherung wird immer erst mal NEIN gesagt. Denn viele Antragsteller rühren sich danach nicht mehr...

Der Sachbearbeiter hat mit der medizinischen Entscheidung überhaupt nichts zu tun. Und eine Schwerbehinderung sagt rein gar nichts über eine Arbeitsfähigkeit aus. Jeder Rollstuhlfahrer mit GdB 100 kann einen Schreibtischjob machen!

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