Sprichwort "Jedem das seine" akzeptabel?

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Stimme Cotopaxi gerne zu, möchte aber ergänzen, dass durch die immerwiederkehrende Erneuerung von nationalsizialisten Zusammenhängen auch nicht gedient ist. Nazis haben auch "Guten Tag" und "Grüß Gott" gesagt. Und was sollen wir jetzt machen? Nicht mehr grüssen, oder "Hallo" sagen, wie es heute bei Jugendlichen üblich ist um der nationalsozialistischen Vergangen zu entgehen? Man kann es auch übertreiben nach Worten und Begriffen, Sätzen und Halbsätzen zu wühlen um die Vergangenheit zu aktivieren. Manchmal vermute ich, dass Methode dahintersteckt um das schlechte Gewissen zu schüren. Ich genieße jedoch die Gnade der späten Geburt (meine Eltern auch).

Ich denke schon. Hier ein Auszug aus dem Wikipedia Artikel zu diesem Sprichwort:
In heutiger öffentlicher Diskussion steht, ob „Jedem das Seine“ historisch zu sehr belastet ist, um unbefangen verwendet zu werden. Der Forderung, durch den Verzicht auf einen gedankenlosen Gebrauch ein würdiges Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu wahren und den Überlebenden Respekt zu erweisen, steht die Ansicht gegenüber, dass „Jedem das Seine“ meist in einem achtbaren Sinne gebraucht worden sei, im Gegensatz beispielsweise zu „Arbeit macht frei“.

Ja, das stand leider an dem Tor. Aber alle unsere Prominenten, und solche die dazu gehören wollen, besuchen in Bayreuth die Wagner-Festspiele, wo doch Wagner der Lieblingskomponist von AH und den N.az.is war. Wie verlogen doch alles ist. Für mich ist das Sprichwort zitierbar.

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