Sprichwort Den Löffel abgeben.

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Im Mittelalter war der eigene Löffel ein lebensnotwendiges Werkzeug und wurde immer überall hin mitgeführt. Ihn „abzugeben“ (oder „abgeben zu müssen“) war gleichbedeutend mit „kein Lebensrecht mehr haben“. In einigen Gegenden wie zum Beispiel im Schwarzwald wurde den Knechten vom Bauern für die Dauer ihres Dienstes ein Löffel leihweise überlassen. Nach Beendigung des Dienstes musste auch dieser Löffel abgegeben werden.

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Laut Galileo, hatte früher (Mittelalter) jeder Familienmitgied einen eigenen Löffel (die waren wahrscheinlich zu teuer um die einfach wegzeschmeißen) und wenn einer im Sterben lag, hat er sein Löffel einem anderen abgegeben.

Kleiner Tipp am Rande: Nie nie nie nie nie von Galileo zitieren, Galileo als wissenschaftliche Quelle hinzuziehen oder Galileo als Basis des eigenen Wissens ansehen.

Galileo ist in den meisten der Beiträge weit von der Wissenschaft entfernt, ganz besonders wenn es um Kultur-, Literatur- und Sprachwissenschaft geht.

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"Die unverzichtbare Tätigkeit des Essens steht bei dieser Redewendung Pate, mitsamt der Tatsache, dass im Mittelalter und früher Neuzeit das Armeleuteessen üblicherweise ein Brei in einer Schüssel für alle inmitten des Tischs war, wofür ein jeder seinen eigenen Löffel parat hatte. Diesen höchsteigenen, nicht selten selbstgeschnitzten, Löffel wegzulegen, ist dabei gleichbedeutend mit dem Ende des Lebens.[1]

Im Schwarzwald gab es früher die Tradition, dass ein Löffel im persönlichen Besitz war und nach dem Tod nicht weitergegeben, sondern an die Wand des Bauernhauses gehängt wurde. Den Knechten dagegen wurde nicht selten vom Bauern ein Löffel zur Verfügung gestellt, den sie abgeben mussten, wenn sie weiterzogen oder der weiterverwendet wurde, wenn sie starben.[2]"

wikipedia

Darüber hat Galileo mal nachgeforscht. Such mal bei Google nach der entsprechenden Folge von Galilexikon.

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