Spricht heute (zumindest ein Wissenschaftler) noch/wieder die Drawänopolabische Sprache?

2 Antworten

Hi, es gibt ein bescheidenes Wörterbuch. Gruß Osmond http://www.unischaft.gmxhome.de/archiv/0205/34.html Zitat: as Wendland verdankt seinen Namen dem alten deutschen Begriff Wenden, mit dem Slawen bezeichnet wurden. Die Bezeichnung Polaben ist slawischer Herkunft und bedeutet in etwa „die im Gebiet der Elbe lebenden“. Die deutsche Entsprechung dafür ist der Begriff Elbslawen und bezieht sich auf die westslawischen Völker, welche im Mittelalter ungefähr zwischen der Saale und Oder gelebt haben. Anders sah die Namensgebung in der damaligen Zeit aus. Der Begriff Elbslawen existierte nicht (slawische Bewohner wurden Wenden genannt) und die Bezeichnung Polaben bezog sich auf einen konkreten slawischen Stamm, welcher die Gebiete östlich von Hamburg bewohnte. Heute wird der Begriff Polaben (wie in diesem Text) analog zu Elbslawen verwendet. Die Eigenbezeichnung Drawänopolabe (oder Drawäne) bedeutet etwa soviel wie Waldbewohner.

Polaben kamen während des 6. Jahrhunderts im Zuge der slawischen Westwanderung in die damals teils sehr dünn besiedelten, teils unbewohnten Gebiete des heutigen mittleren und nördlichen Ostdeutschlands. Die dort vor jener Zeit lebenden germanischen Langobarden sind wanderten im 5. Jahrhundert nach Süden aus und hinterließen nahezu menschenleere Gebiete. Die wenigen verbliebenen Germanen unterlagen rasch der Slawisierung. Die das Hannoversche Wendland bewohnenden Drawänen bildeten den westlichen Flügel der Stämme und gehörten zu den wenigen wendischen Gruppen, die nördlich von Magdeburg linkselbische Gebiete bevölkerten.

Was bedeutet „drawänopolabisch“?

Das bis ins 18. Jahrhundert im Hannoverschen Wendland gesprochene Drawänopolabische war eine Mundart des Polabischen, welches zum lechitischen Zweig westslawischer Sprachen gehörte. Die wendländischen Drawänen waren die letzten Sprecher eines Dialekts der polabischen Sprache. Die bis heute gesprochenen lechitischen Sprachen sind das Polnische und das Kaschubische. Wenn heutzutage konkrete Aussagen über die polabische Sprache getroffen werden, wird damit in der Regel das Drawänopolabische gemeint, weil es der einzige schriftlich aufgezeichnete polabische Dialekt ist. Von dieser begrifflichen Vereinfachung werde ich im Folgenden ebenfalls Gebrauch machen.

Es ist unmöglich eine nicht als lebendige Sprache erhaltene Sprache richtig zu lernen als gesprochene Sprache. Keiner kennt doch die richtige Aussprache.

Da ist was dran. . Bei 'Wer wird Millionär' war vor einigen Jahren mal ein Kandidat, der einen Lehrstuhl für Latein inne hatte, und der zugab, auf Latein nicht mal eine Pizza bestellen zu können..

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Hebräisch hat auch niemand alltagstauglich gesprochen, sondern nur im eingeschränkten religiösen Kontext. Die Wiederbelebung führte dazu, dass man einfach von Neuhebräisch spricht. Es klappt also ggf. doch mit Einschränkungen.

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@herthaner2
  1. Hast Du schon erwähnt, dass es in religiösen Kreisen doch erhalten blieb.

  2. Neuhebräisch ist was Aussprache angeht eine neue Sprache oder eine neubelebte Sprache. Das kann man mit jeder toten Sprache machen, aber das wäre was Anderes als die alte Sprache wirklich korrekt wiederzubeleben. Dafür ist Hebräisch leicht tzu lernen, weil die Aussprache sio gut wie beliebig sein kann.

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