SPortale für kleinen Menschen bittee?

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7 Antworten

Ausdauerlauf.

Hier hast du gegenüber größeren und schwereren Leuten besonders Vorteile, je schwüler und heißer es ist. Und bei profilierten Läufen, wo man auch mal bergab laufen muss.

Mit 1,58 hast du im Verhältnis zu deiner Masse eine große Körperoberfläche. Daher erhitzt du nicht so schnell und kannst besser Wärme wieder abgeben. Daher der Vorteil im Langlauf.

Allerdings ergibt sich ein Nachteil bei Gegenwind und wahrscheinlich beim Schwimmen und Radfahren, weil sich die Körperoberfläche dort dann negativ auswirkt.

Beim Bergablaufen muss ein Bein ein Mehrfaches des Körpergewichts auffangen. Auch hier haben kleinere Menschen im Verhältnis zu Masse eine größere Oberfläche, mit der sie auftreten. Ich gehe in Läufen mit Bergabpassagen mit meinen 85 Kilo regelmäßig kaputt. Erstaunlicherweise überhole ich meist bergauf, verliere aber bergab und habe nach so einem Lauf.

Also Laufen! Drei Kilometer, 5 Kilometer, 10 Kilometer, Halbmarathon, Marathon, Ultra, Cross- und Gelände- und Bergläufe. Und Hitzeläufe^^

Maxieu 22.02.2017, 16:04

"Mit 1,58 hast du im Verhältnis zu deiner Masse eine große
Körperoberfläche. Daher erhitzt du nicht so schnell und kannst besser Wärme wieder abgeben. Daher der Vorteil im Langlauf."

Ach so, deswegen sind Eskimos ja auch wahre Hünen...

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napoloni 22.02.2017, 16:13
@Maxieu

Eskimos laufen nicht nackt herum. Insgesamt - vielen Dank übrigens für dein Interesse - ist es aber tatsächlich so, dass die Körpergröße von Warmblütern mit Distanz zum Äquator tendenziell zunimmt. Daher sind Isländer oder Schweden beispielsweise größer als "Pygmäen".^^

Stichwort: Bergmannsche Regel

Wenn du weisst, wie schnell dein Körper in 3 Grad kaltem Wasser auskühlt, und wie genüßlich Blau- und Pottwale solch ein Wasser durchpflügen, wobei sie zusätzlich noch in immense Tiefen abtauchen, dann weisst du auch, wie ausschlaggebend dass Masse-Oberfläche-Verhältnis sein kann.

Und vielleicht spielt das auch eine Rolle dabei, warum Frauen ständig kalte Füße haben^^



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Maxieu 22.02.2017, 20:53
@napoloni

Zunächst herzlichen Dank für die Erläuterungen.

Die Bergmannsche Regel war mir - wenn auch nicht unter diesem Namen - bekannt. Ich bin allerdings geometrisch nicht vorgebildet genug, um Regeln, die bei idealen Körpern gelten, auch auf die unförmige menschliche Gestalt und deren Inneres anzuwenden.

Groß gewachsene Lebewesen leisten sich ja zwecks Kühlung bisweilen größere Körperauswüchse (s. z. B. die Ohren des afrikanischen Elefanten im Vgl. zum asiatischen). Ich frage mich in dem hier angesprochenen Zusammenhang des Langstreckenlaufs,
ob nicht zum Beispiel auch die längeren Beine größer gewachsener und in der Regel hagerer Langstreckenläufer den in der Bergmannschaen Regel konstatierten Effekt (über)kompensieren. Ich weiß auch nicht, ob das Wachstum der inneren Organe sich unbedingt in einem konstanten Verhältnis zu dem des Gesamtkörpers entwickelt.

Was ich auch nicht beurteilen kann, ist der spezifische Energieaufwand pro Meter bei jeweils unterschiedlicher Schrittlänge. Es fällt doch auf, dass auch Langstreckenläufer eher groß gewachsen sind - trotz des für sie im Prinzip eher ungünstigen Masse/Körperoberfläche-Verhältnisses.

Da unser Fragesteller sich offenbar an Standards des Leistungssports orientiert, wäre auch zu berücksichtigen, dass er es mit Konkurrenten unterschiedlichster Herkunft zu tun bekäme,
darunter solchen, die auf Grund einer größeren Anzahl von Schweißdrüsen pro qcm Haut über ein besseres Oberflächenkühlsystem verfügen.

Übrigens haben Frauen nicht nur kältere Füße, wie man bei den wilkommensten Kontakten mit ihnen feststellen kann. Wenn ich mich recht entsinne, liegt es anders als bei den Füßen in dem Fall daran, dass das Fettgewebe dieser appetitlichen Regionen schlechter durchblutet ist als Muskelgewebe...

Dieses Fettgewebe könnte (eine reine Vermutung) bei den Eskimos  eventuell noch vor der Kleidung eine Rolle spielen. Vielleicht ist es bei ungünstiger allgemeiner Nahrungssituation doch besser klein zu bleiben und die ungünstige proportionenbedingte Wärmeabgabe durch schlecht durchblutete körpereigene Polster auszugleichen, ohne dass die inneren Organe im selben Verhältnis mit verfetten müssten?
Wenn du da wirkliche Kenntnisse hast, würde ich gern dazulernen.
 

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napoloni 22.02.2017, 23:23
@Maxieu

Ich frage mich in dem hier angesprochenen Zusammenhang des Langstreckenlaufs, ob nicht zum Beispiel auch die längeren Beine größer gewachsener und in der Regel hagerer Langstreckenläufer den in der Bergmannschaen Regel konstatierten Effekt (über)kompensieren.

Geschwindigkeit ist zunächst einmal Schrittlänge x Schrittfrequenz. Größere Läufer oder Lebewesen haben die Möglichkeit zu einer größeren Schrittlänge. Kleinere Sportler hingegen haben die Befähigung zu höheren Frequenzen.

Wie erwähnt haben kleinere Leute eine im Verhältnis größere Körperoberfläche. Ein Nachteil bezüglich Gegenwind/Fahrtwind. Ein Vorteil, wenn es darum geht, nicht zu überhitzen.

Die Ausdauerleistung ist gekoppelt an die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit und das damit bewegte Gewicht. Die Sauerstoffaufnahme erfolgt u.a. über die Membran der Lunge, also über eine Fläche, selbst wenn wir von Lungenvolumen reden^^. Die bewegte Körpermasse hingegen ist weitgehend abhängig vom Volumen. Wenn wir dich nun mit einem Verdoppler doppelt so groß machen, werden alle deine Oberflächen ungefähr doppelt so hoch und doppelt so breit, sie vervierfachen sich also. Auch der Querschnitt deiner Muskeln, aus denen sich deine Kraft ergibt sowie der Querschnitt der Knochen vervierfachen sich. (In Wirklichkeit selbstverständlich nicht ganz, weil du vermutlich nicht rechteckig gebaut bist). Das ist schön: Vierfacher Sauerstoff, vierfache Kraft.

Allerdings: Dein Körper wird auch doppelt so lang, doppelt so breit UND doppelt so dick. Das Volumen und das Gewicht des Doppel-Maxieu ist also (bei Eckigkeit) verachtfacht! 4fache Kraft, 8faches Gewicht: Bei doppelter Größe bist du in Relation zum Gewicht nur noch halb so stark, hast nur noch halb so viel Sauerstoff und nur noch halb so viel Körperoberfläche.

Es fällt doch auf, dass auch Langstreckenläufer eher groß gewachsen sind  - trotz des für sie im Prinzip eher ungünstigen
Masse/Körperoberfläche-Verhältnisses.

Usain Bolt, Sprinter, 95 Kilogramm, 1,95m Größe

Haile Gebrselassie, Langlauflegende, 54 Kilogramm, 1,63 Meter

Dennis Kimetto, derzeitiger Weltrekordler, 58 Kg, 1,71 Meter

Es sind jetzt nicht alle Sprinter so riesig wie Bolt und nicht alle guten Langläufer so klein wie Gbresselassie. Und gerade bei uns in Deutschland ist der Marathonrekordhalter sogar deutlich größer als der beste Sprinter. Aber ich bin mir sicher, dass der Körpergrößen der 100 besten Sprinter die der 100 besten Marathonläufer deutlich überragen werden.^^

Wie dem auch sei: Bei warmschwülen Temperaturen und bezüglich Läufen mit hohen orthopädischen Belastungen sind leichtere Läufer im Vorteil.

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Handball auf außen, da ist schnelligkeit sehr gut und es ist nicht schlecht klein zu sein.

Reiten :) wenn du schon länger reitest und auch besser macht das mega spaß!

Es soll Sportarten heißen, tut mir leid

Fußball (ohne zentrale Strafraumpositionen) , Geräteturnen, Tischtennis, Brett- und Turmspringen.

Tischtennis, Karate, Judo...

Im Fitnessstudio Gewichte geben

Alliyin 21.02.2017, 22:49

Das ist mir zu eintönig:/

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