Spinnenphobie- Therapie?

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8 Antworten

Hi,

Ich habe selbst Spinnen-Phobie und weiß wie schwer es ist davon weg zu kommen, aber es ist der Weg der zu einem befreiteren Leben führt. :)

Frühe hatte ich selbst schon ein mulmiges Gefühl wenn man über Spinnen sprach, heute bin ich soweit das ich es mit großer Anstrengung schaffe die Tiere unter einem Glas raus in Freiheit zu bringen (solange es kein anderer für mich tut).

Ich komme langsam aber sicher von der Angst weg, weil mein Freund ein absoluter Tier-Fan ist und selbst von Spinnen mit einer Begeisterung spricht, dass ich neugierig geworden bin. Ich finde sie zwar bis heute nicht besonders hübsch, aber selbst zu Hochzeit meiner Phobie, habe ich ihr Leben geachtet. Denn warum sollte ich ein Tier töten, nur weil es meinem Schönheitsempfinden wiederspricht?

Jedenfalls habe ich erst ein Mal angefangen etwas über die Tiere zu lesen, denn man fürchtet sich in der Regel eher vor dem unbekannten, als dem bekannten. Dann habe ich mich an Bilder gewagt und wenn ich mich erschreckt hatte, dann solange drauf geschaut bis der Schreck vorbei war. Danach Videos angeschaut und lebende Tiere hinter Glas, soweit dass ich ihn Barriere frei begegnen kann bin ich noch nicht, will es aber. Das ich es aber schaffen werde wie mein freund die Tiere über die Hand, Arm, usw. laufen zu lassen ohne auch nur ein Gefühl des Unwohlseins zu verspüren glaube ich nicht. Jedenfalls gibt er mir aber eine gute Unterstützung und oft genug lässt er mich in den sauren Apfel und das Tier selbst einfangen und raus bringen:

"Die fressen hier drin eigentlich nur viel schlimmere Untermieter (Mücken, Fliegen, etc.), aber wenn du meinst das du mit ihnen unter einem Dach nicht leben kannst, musst du sie schon selbst entfernen." (Großartige Hilfe -_-, aber er hat ja recht :))

Jedenfalls ist die Angst vor Spinnen in der Regel anerzogen, bei mir war es wohl die Mutter meines Freundes, denn meine Mutter war keine Spinnenphoebikerin und mein Vater ist es auch nicht, warum aber mein Spinnendomteur keine Probleme mit den Tieren hat ist mir dann ein Rätsel.

Jedenfalls ist der beschriebene Weg, den den ich bisher gegangen bin, irgendwann will ich soweit sein, dass ich mich an einer Zitterspinne oder eines Weberknechts nicht mehr im hause störe und die da rumlaufen können, wie sie wollen. :)

Und der Weg der Hypnose, ich weiß nicht ob das wirklich klappt und wie weit das funktioniert. Ich halte persönlich die Konfrontations-Therapie, wenn auch anstregend für weitaus besser geeignet. Vor allem weil man lernt sich seinen Ängsten zu stellen und sich nicht von denen dominieren zu lassen, sonst endete das womöglich das man für alles noch eine Hypnose braucht. Das sag ich nein, selbst ist die Frau. (bzw. der Mann)

Liebe Grüße und viel Erfolg Tea ♥

Konfrontationstraining würde ich vermeiden. Ich hab selbst erst eine Therapie gemacht und am Anfang war ich auch nicht bereit ein Bild anzuschauen aber die Psychologen lassen es ganz langsam angehen und arbeiten am Anfang erstmal daran unbeschwert über Spinnen zu reden und gehen dann erst zum nächsten Schritt, zum Beispiel eine Karikatur einer Spinne anschauen.

Hallo gemili,

Hypnosetherapie klappt genau so gut wie Verhaltenstherapie. Konfrontatiostherapie alleine bringt es gar nicht, sondern macht es schlimmer. Deshalb findet sie in der Regel innerhalb einer Verhaltenstherapie statt, d.h. Konfrontation ist nur EIN Mittel, das nur im Gesamtzusammenhang der Methoden einen Sinn macht. In der Hypnotherapie findet ebenfalls Konfrontation statt und zwar in virtu (Verhaltenstherapie arbeitet auch damit, allerdings "nur" mit Visualisierungen, in Hypnose dagegen erzeugt man echtes Erleben) und arbeitet dann damit, manche ähnlich wie die Strategie in de rVerhaltenstherapie, andere Hypnorichtungen zielen mehr auf die Urasche, von der sich die Angst speist.

Die Strategien gegen Ängste sind in den Therapierten meist sehr ähnlich, sie unterscheiden sich in puncto Schnelligkeit darin, ob sie nun Symptome oder Ursachen angehen und daraus resultieren dann unterschiedliche Schwerpunkte in der Vorgehensweise. Viel Erfolg bei deiner Auswahl.

Gruss

gutklarkommen. Der freundliche Hypnotherapeut aus der Nachbarschaft

Konfrontationstherapie wie anfassen würde ich vermeiden ... wenn du Pech hast wirds danach noch schlimmer (war bei mir so). Eine andere Möglichkeit, als dich schrittweise dran zu gewöhnen (mithilfe von Bilder zum Beispiel) hast du aber, glaub ich, nicht. Mit Hypnose hab ich persönlich keine Erfahrung, aber ich bezweifle, dass man da viel von halten kann - kostet viel und bringt wenig, denke ich :P Außerdem kannst du natürlich versuchen, einfach mit der Phobie zu leben. Viel Erfolg! :)

Die Standard-Therapie wäre bei einer isolierten Spinnenphobie sicherlich die Verhaltenstherapie inkl. Konfrontationstherapie. Die Erfolgsaussichten hierbei sind relativ gut. Deine Bedenken hierbei sind natürlich nachvollziehbar, Du kannst jedoch auf den Prozess vertrauen; selbstverständlich nähert man sich dem Thema Spinne nur in kleinen Schritten. Und es ist überhaupt nicht nötig, jemals eine Spinne anzufassen. Die Kosten für eine solche Therapie werden idR von der Krankenkasse übernommen. Dauer der Therapie ca. 10 - 25 Sitzungen, was natürlich auch nochmal Zeit und Geld kostet.

Im Gegensatz dazu arbeitet die Hypnosetherapie bei dieser Aufgabenstellung idR deutlich effektiver; nach 1-2 Sitzungen ist das Problem in den meisten Fällen vom Tisch - für immer. Die Kosten hierfür sind allerdings privat zu zahlen. Meiner Rechnung nach könnte das finanziell 0 auf 0 ausgehen, da 25 Fahrten zum Thepapeuten auch ordentlich ins Geld gehen können. Darüber hinaus ist es für das Selbtbewusstsein des Patienten überaus förderlich, ein solches Problem in NUR 1-2 Sitzungen bewältigt zu haben.

Die Methode innerhalb der Hypnosetherapie, die ich in einem solchen Fall anwende, ist die Dissoziation, d.h. wir entfernen uns von der Spinne auf ein Maß, das für Dich OK ist, und arbeiten dort am Thema, bis es aufgelöst ist. Das bedeutet, Du musst während der Therapie keine Spinne anschauen, zeichnen, streicheln etc. Alles passiert nur in Deinem Kopf und immer nur in einem Maße, das Dir keinen Stress macht.

Wenn Du einen Hypnosetherapeuten gefunden hast, kannst Du ihn ja fragen, wie er vorgeht.

Alles Gute für Dich!

.mind-shifting.

P.S.: Vermeidung macht es eher schlimmer, weshalb Du das Thema lieber früher als später angehen solltest.

Ich hab keine Angst vor Spinnen mehr, seitdem mir mal in einem Ferienlager (welches im Wald war) täglich Spinnen über Arme und Beine gekrabbelt sind.

Ich kenne Leute mit vergleichbaren Phobien und weiß, welchem Leidensdruck sie ausgesetzt sind. Insofern hast Du mein vollstes Mitgefühl.

Manche "geheilten" Phobiker berichten in der Tat sehr positiv von einer Hypnosetherapie. Ob das glaubhaft ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber informiere Dich doch mal diesbezüglich.

Eine Konfrontationstherapie ist auch wenns hart für dich klingen mag einfach das effektivste

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