Spiele seit 11 Jahren Geige und plötzlich geht nichts mehr?

5 Antworten

Möglicherweise hängt das Rauschen mit den Bogenhaaren zusammen. Vielleicht sind sie ausgefranst oder es war zu viel Kolophonium.

Vielleicht sind auch die Saiten der Geige in die Jahre gekommen, wenn Du nun mehr bereits seit 11 Jahren (auf derselben Geige?) spielst.

Oder ist die Geige neu? Daran kann es auch liegen.

Welche Saiten rauschen denn? Bei der E-Saite kommt so etwas häufiger vor. Druck und Spielwinkel spielen da natürlich auch eine große Rolle. 

Aber wenn Du schon seit einigen Jahren mit der Geige spielst und erst seit einigen Wochen das Rauschen zu hören ist, würde ich eher darauf tippen, dass es an den Saiten oder den Bogenhaaren liegt. Schau sie Dir am Besten mal genau an, ob Dir etwas auffällt.

Ansonsten ist natürlich Deine Geigenlehrerin Deine Ansprechpartnerin - sie kann Dir einfach am Besten helfen, da sie die Geige vor Augen und den genauen Klang in den Ohren hat.

Aber um Dir ein bisschen die Sorge zu nehmen - das Rauschen hört man meist nur als Geiger selbst, es ist nach einem oder zwei Metern Entfernung meist schon kaum mehr zu hören. Also ist das nicht all zu dramatisch. ;-)

LG Willibergi

Wenn es nach 2/3 Metern Entfernung kaum zu hören ist, bringt das nichts, denn im Oktober habe ich ein Konzert mit Konzertmikro, dass direkt am F-Loch befestigt wird. Da wird man es also definitiv hören. :/ 

Dass die Bogenhaare ausgefranst sind, kann natürlich sein, würde aber nicht erklären, warum es manchmal nicht da war, davor aber schon vorkam.

Ich habe die Geige seit etwa 5 Jahren, die E-Saite ist allerdings erst ein 3/4 Jahr alt (ist mir im Winter gerissen) und rauscht, wenn ich mich richtig erinnere ebenfalls. (Kann auch sein, dass nur die anderen drei Saiten rauschen, aber der "gute" E-Saitenklang durch die anderen Töne in Vergessenheit geraten ist.) Also G,D und A rauschen definitiv. 

Vielen Dank für deine Hilfe. ^^ Ich spiele einfach morgen und übermorgen nochmal und höre, ob sich irgendwas gebessert hat. Vielleicht ist auch einfach zu viel Kolo drauf gewesen und wenn ich das genug "abgespielt" habe, geht es wieder. :) Sonst frag ich wohl beim nächsten Unterricht nach. ^^

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Ich spiele mittlerweile seit 48 Jahren Geige und kenne das Problem ;)

Ich schließe mich der ersten Antwort an, dass es mit dem Bogen zusammenhängt.

Wie ist die Spannung? Evtl. muss neu bespannt werden.

Evtl. war zu wenig Kolophonium oder dasselbe ungleichmäßig verteilt, dann rauscht es. Wenn zu viel Kolophonium, dann knarzt es.

Tatsächlich klingt der Ton mit leicht schräg gehaltenem Bogen viel besser - habe ich erst bei der 3. Lehrerin gelernt ;)

Ich empfehle dir den Gang zu einem guten Geigenbauer, auch wenn du dafür vielleicht 100 km fahren musst. Der kennt sich in der Regel auch mit Bögen, bzw. dem Zusammenspiel zwischen Saite und Bogen aus.

Wie viel Stunden pro Tag/ Woche spielst du? Möglicherweise solltest du die anderen Saiten auch wechseln. Bei häufigem Spiel musst du etwa jährlich wechseln. Und auch nicht einen kompletten Satz nehmen. Jede Saite kann aus einem anderen Set sein. Das muss ausprobiert werden, wann dir der Klang am besten gefällt. Das ist jetzt vor dem Konzert zu kurzfristig. Da halte ich Experimentieren nicht für angebracht ... Aber vielleicht danach.

Spielen mit dem E-Mikro im f-Loch: nimmt in erster Linie die Schwingungen der Geige direkt ab. Rauschen vermutlich nicht zu hören.

Wenn möglich probieren das vorher aus, mach eine Aufnahme, dass du dich hören kannst...

Auch wenn es schwierig ist: lass dich davon nicht verunsichern!

Ich wünsche dir viel Erfolg und weiterhin Spaß beim Spielen!

LG

Wenige der Bogenhaare hängen deutlich heraus, wenn der Bogen entspannt ist. Habe es heute noch einmal probiert und wenn ich schnell genug streiche, ist das Problem fort, werde aber nach dem Konzert wohl trotzdem mal schauen. :)

Meine Spielmenge variiert sehr stark. :D Das letzte halbe Jahr habe ich immer gespielt, wann ich gerade Lust hatte. Da ich schulisch viel zu tun hatte, war das vielleicht einmal pro Woche, dann aber zwischen 30 und 90 Minuten.

In den Sommerferien dann so gut wie gar nicht, da ich nicht daheim war und jetzt, seit ich wieder Unterricht nehme, spiele ich täglich wenn möglich min. 30 Minuten. :)

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@Helplessforever

Aha!

Wenn es nur wenige Haare sind (3 - 5), kannst du sie mit einer Nagelschere im entspannten Zustand abschneiden. Auf keinen Fall reißen, das würde die Befestigung der anderen Haare lockern.

Jo, 30 min täglich ist jetzt nicht soo viel... ;) Aber besser, als in der ganzen Woche :)

Trotzdem mal die Saiten überprüfen, ob es matte, angegriffene Stellen gibt. 

Und gut, dass du das mit dem Tempo selbst heraus gefunden hast. Hat mich daran erinnert, dass ich tatsächlich mit langen Tönen auch das Problem hatte ;)

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Bin fast sicher, dass es mit dem Kolophonium zu tun hat. Erster Verdacht: zuviel Kolofonium. Oder: zu weiches=starkes Kolofonium. 

Wenn du kannst, probier einfach mal einen anderen Bogen aus und guck, ob das Geräusch noch kommt. Zuviel  Kolofonium wegmachen ist nicht so einfach. Zuerst kann man mit sauberem Tuch versuchen was abzukriegen, gründlich geht es mit Wasser und Seife in gespannten Zustand, danach trocknen lassen und komplett  neu einkolofonieren (das dauert!...)

Hartes Kolofonium nehmen, jedenfalls ein Qualitätsprodukt. 

Letztlich kann die Abstimmung Geige, Saiten, Bogen, Kolofonium viel Zeit kosten...

Ach ja, und du solltest unbedingt das überschüssige Kolofonium an den Saiten an der Strichstelle wegmachen, mit kräftigem Druck Saite mit Taschentuch umschließen und reiben,  dass es eklig quietscht, - bis es aufhört zu quietschen! 

vielleicht hat sich deine Wahrnehmung verändert und du hörst die Töne anders als sonst?

Vielleicht ist die Geige kaputt.

Gezupft ist der Klang hervorragend. 

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