Spiegelreflexkamera für proffessionelle zwecke?

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5 Antworten

Hallo G00dTiime,

ich würde Dir davon abraten, eine Kamera für Deinen Freund zu kaufen. Bei einer Kamera ist es sehr wichtig, dass sie gut in der Hand liegt und man mit dem Bedienungskonzept zurecht kommt. Davon abgesehen ist dasAngebot an Kameras sehr groß und jeder hat seine persönlichen Anforderungen in Abhängigkeit von den fotografischen Vorlieben. Vielleicht könntest Du ihm einen Gutschein schenken? Falls es ein Gutschein aus einem Geschäft sein soll, würde ich Dir ein Fotofachgeschäft empfehlen und keinen Elektronikmarkt.

Bitte diesen Rat ernst nehmen, dieser Aussage kann man nur voll und ganz zustimmen.

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Dazu ist mehrerlei zu sagen:

1. Sony baut im Grunde keine Kameras für den richtigen professionellen Einsatz. Technisch bedingt sind Sony-Kameras für professionelle Zwecke in den meisten Fällen nicht geeignet, spätestens bei der Arbeit mit professionellen Studio-Blitzen ist schnell schluss. Daher nutzen professionelle Fotografen in der Regel auch keine Sony Kameras.

2. für professionelle Ansprüche kannst du 400€ für Kamera plus Objektiv vollkommen vergessen. für dieses Geld bekommst du noch nicht einmal ein anständiges Objektiv.

3. Ja, das Objektiv ist entscheidend, denn das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Qualität. Du kannst du beste Kamera der Welt haben, wenn da kein Anständiges Objektiv vor der Kamera sitzt bekommst du keine Anständigen Ergebnisse, denn der Sensor in der Kamera kann nur das aufzeichnen, was er vom Objektiv geliefert bekommt. Wenn hier schon Schrott ankomt, dann kann die Kamera daraus kein Gold machen.

4. Eine professionelle Ausrüstung besteht neben der Kamera aus mehreren Objektiven, und zwar gute Objektive die allesamt weit mehr kosten als deine 400€ die du da für eine Bilig-Kamera mit Billig-Objektiv angegeben hast. Für eine anständige Ausrüstung für fortgeschrittene Amateure (noch nucht mal anspruchsvolle Amateure, geschweigedenn echte Profis) solltest du mindestens 2000€ ansetzen. Dann bekommst du ein (!) gutes Objektiv und eine mittelprächtige Amateur-Kamera. Wenn du was wirklich Anständiges willst, dann musst du noch um einiges tiefer in die Tasche greifen… 

Ich sag dir jetzt mal, was für "professionelle Zwecke" das Minimum wäre:

Vollformat-Kamera: z.B. Canon EOS 6D (kleinstes FF Modell), ca. 1400€

"kleines" Zoom Objektiv: Canon EF 24-70 f/2.8 II L, ca. 1700€

"großes" Zoom Objektiv: Canon EF 70-200 f/2.8 L IS II USM, ca. 1850€

Dazu alternativ: lichtstarke Festbrennweiten:

z.B. Sigma Art 35mm f/1.4 DG HSM, ca. 750€

Sigma Art 50mm f/1.4 DG HSM, ca. 750€

Canon EF 85mm f/1.2 II L USM ca. 1650€


Dazu kommt dann noch: 

"Er will eine neue kamera mit der man auch videos machen kann in hd"

Da braucht man dann noch entsprechendes Video-Equipment, also mindestens ein anständiges Stativ mit Fluid-Kopf (ca. 800€), ein Rig (ca. 600 bis 1200€), ein Follow-Focus (ca. 600€), Licht (HMI 150W, je Lampe ca. 500€, mindestens 3 Stück sollte man haben), für den Ton Kondensator Mikrofon (ca. 250€) mit Ton-Angel (ca. 100€) und Recorder (ca. 250€), dann noch Stative und Kleinteile (nochmal ein paar hunderter…)

Vielen dank fuer die antwort !

Und ja gott nein videos sollten nur  moeglich sein. Und zwar nicht um musikvideos zu machen sondern um einfach kp den hund zu filmen oder irrelevante sachen in besserer qualitaet halt

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ZitaT.

Sony baut im Grunde keine Kameras für den richtigen professionellen Einsatz. Technisch bedingt sind Sony-Kameras für professionelle Zwecke in den meisten Fällen nicht geeignet, spätestens bei der Arbeit mit professionellen Studio-Blitzen ist schnell schluss. Daher nutzen professionelle Fotografen in der Regel auch keine Sony Kameras.

Das sieht Sony sicher anders.

Ebenso die nicht ganz kleine Gruppe von Profi-Fotografen die mit A900 / A850 & A99 arbeitet. Aber auch die Anwender der A7-Serie (insb. A7R und A7S) arbeiten zum größten Teil im profesasionellen Bereich.

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@BurkeUndCo

Die Nutzer von Sony-Kameras sind durchaus sehr sehr überschaubar und vielleicht bestenfalls im "unteren Segment" von einfachen Portrait-Fotografen zu inden und einzelne Ausnahmen ändern nichts daran, dass das Schönwetter Kameras sind, die man vielleicht im Freien wenn genug Licht vorhanden ist verwenden kann, die aber im Studio absolut unbenutzbar sind, nicht zuletzt weil man mit ihnen nicht mit professionellen Studio-Blitzen arbeiten kann - das Display des elektronischen Suchers bleibt schlicht schwarz wenn man die Kamera für die Aufnahme mit Blitzlicht einstellt

Selbst der Sony-Vertreter mit dem ich neulich bei meinem Händler gesprochen habe gab übrigens zu, dass Sony mit den Geräten den richtigen Profi gar nicht ansprechen will, sondern bestenfalls die Ambitionierten Amatuere im Blick hat.

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Fashion Shootings,proffessionlle Zwecke und danach steht irgendwas von Hobby...Das passt nicht... auch unter 1000€ wiederspricht "proffesionell" einfach ...

Ein Body/Kitobjektiv bis 400€ ist wirklich die untereste Einsteigerklasse - unabhängig der Marke. Abgesehen von dem Body würde ich auch eher zu Objektiven und ggf Blitzausrüstung raten. Ansonsten teile uns doch bitte mit wo er an die Grenzen seines bisherigen Bodys stößt und auch welche Linsen er bisher besitzt. Sollte er einen großen Objektivpark haben wäre ein Wechsel, gerade bei knapper Kasse, ziemlich das dümmste was man machen kann.

Naja professionell ich finde seine bilder sehr gut. Mit hobby halt weil nicht kommerziell.

Kannst ja mal nach carlos casanova photography schauen bei facebook. Wenn du dich bissel mit auskennst weiste vll was die schwaechen sind.
Bis auf die photoshop sachen ^^

Und ja alten body weiterbenutzen ist halt das problem das der body keine videofunktion hat.

Und sorry kenne mich echt nicht so aus aber ist objektiv wichtiger als der body?:/ also klar body geht nicht ohne objektiv, aber ist besser ein gutes objektiv und schlechterer body als andersrum?

Und ja das mit den 1000€. Will ihm halt was besseres schenken erstmal aber auch nicht gleich eine kamera wie sie christian schiller usw benutzen :/

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@G00dTiime

Ich brauche nicht groß auf Facebook suchen da das wohl wenig bringt. Ein Fotograf postet dort ja nur eine Auswahl an Bildern die seinen Ansprüchen genügen, noch dazu wird jedes Bild bearbeitet.  Im Zweifel würde ich an Belitchtung oder öhnlichen Dingen rummeckern und am Ende heißt es "ist so gewollt".

Bezüglich der Objektivfrage, ja natürlich ist ein gues Objektiv wichtig. Irgendwie muss das Licht ja auf den Sensor fallen und wenn du schon einbuße durch ein schlechtes Objektiv hast hilft dir also auch der teuerste Body nicht. Du kannst der beste Läufer sein aber mit Betonschuhen kommst du nie ins Ziel, oder Schuhen die drücken werden dich immer ausbremsen.

Ein Objektiv ist zudem eine viel bessere Investition da man sie über mehrere Jahre benutzen kann auch wenn der Body wechselt. Ein Body kann irgendwann mal in die Jahre kommen.

Wobei ich ehrlich gesagt selbst mit einem "alten" Body immernoch gute Fotos machen kann. Sicherlich werden Funktionen wie Serienaufnahmen, Video, Iso-Werte etc dort nichtmehr mit dem neusten Stand mithalten können aber für den "normalen" Gebrauch wird ein alter Body immernoch herhalten können.

Ob die neue Kamera nun 4 MP mehr hat als die alte ist in 95% der Fälle auch irrelevant. Wie gesagt, hier wäre es sinnig zu wissen wo genau der Fotograf unzufrieden ist.

Wenn du ihm was schenken möchtest frag ihn, es muss auch nicht zwingend eine Kamera sein. Es gibt soviel Zubehör was man gebrauchen kann. Angefangen von einfachen Graukarten, vielleicht einem Data Spyder zum richtigen Farbgetreuen einstellen des Monitors in der Nachbearbeitung, Stative, Durchlichtschirme, Reflektoren, Blitzzubehör....

Auch im Zubehörbereich kommst du schnell auf einige hunderte Euros.  Wenn du im Bereich bis 400€ bist(andere Canonkamera die du erwähntest) wäre ein Objektiv in dem Preisbereich Sinnvoll.

Nur als Orientierung, mit einem ollen 50mm 1.4er bist du auch schon schnell bei 300€ (ka was die Sony preise sind aber werden auch etwa in dem Bereich sein). Mit einem 50mm 1.2er bist du ruckzuck um die 1.000€

Selbst nur ein 50mm 1.8er kostet um die 100€ ..und alleine dies ist im Vgl zu einem Kitobjektiv in etwa so als wenn du Versuchst mit ner Kerze zu lesen oder n Deckenstrahler anhast! Natürlich ist mit der Festbrennweite dann ein anderer Bereich abgedeckt aber da wir überhaupt null über seinen Objektivpark wissen..........

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@metodrino

Und wegen der Videogeschichte, welche Art von Videos sollen es sein? Wie sieht es mit Ton aus? Da kommen schnell nur für guten Ton weitere hunderte Euros zusammen.

Man kann jetzt natürlich ein neues Einsteigermodell mit Videofunktion und Kitobjektiv kaufen aber das wird ihm auch nicht viel Spaß machen. Das Kitobjektiv kann man eher wegwerfen und der Body wird rein von der Technik den alten jetzt auch nicht super übertreffen. Die Grenzen die du ansprichst, von denen wir leider nichts wissen, wird er nachwievor haben wenn er sich im Einsteigerbereich bewegt.

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Vielen dank fuer die ausfuehrliche antwort. Man das ist ja echt alles kompliziert :D

Und ja die videofunktion sollte nur win extra sein. Da sollen keine musikvideos oder sonst mit gedreht werden einfach hd aufnahmen mit ton

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@G00dTiime

Wenn es nur ist um den "Hund" zu filmen dann ist es etwas worauf ich beim Kauf keinen Wert legen würde. Ist es dabei, schön. Wenn nicht, auch schön. Man kann sich kleine Camcorder für ein paar hundert Euro seperat nachkaufen. Die Qualität ist dafür ausreichend und beeinflusst dann nicht beim Kamerakauf.

Ansonsten wie gesagt, Zubehör oder Linse bevor Body. Außer der Bodyhat grafiernde fehlende Features. Aber da fehlen einfach die Infos.

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Was bringt es eine Billig-Kamera durch die andere zu ersetzen?

Und dann noch von einem anderen System.

Wenn er wirklich professionelle Bilder und Videos machen will, dann sollte er sich mal die Sony A7S ansehen, da kann er seine Objektive (falls er gute hat) weiterverwenden.

Allerdings ist das natürlich eine völlig andere Preiskllasse. Aber für jemanden, der das professionell machen will. ...

Mit einer Sony alpha 500 macht kein Mensch professionelle Shootings! Bitte ernsthaft bleiben.

Danke fuer die negativitaet anstatt konstruktive hilfe

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