Spiegelobjektiv 800mm für Astrofotografie?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grundsätzlich entspricht ein Spiegelobjektiv einem Maksutov Spiegelteleskop.

In Astrokreisen gilt ein solches unter dem Kosenamen "Russentonne" als nicht einmal Geheimtip, sondern Standard, insofern frage ich mich, was hier einige Forenten gegen Spiegelobektive haben, Erfahrung kann da eigentlich keine vorhanden sein.

Russentonne deshalb, weil in Russland produziert, was, anders als manche vermuten mögen, durchaus einer Empfehlung gleich kommt, auch Teleskope dieser Herkunft genießen einen im allgemeinen sehr guten Ruf, google mal nach Russentonne.

Grundsätzlich kannst'e, von Mondfotos einmal abgesehen, Astrofotografie ohne den Ausgleich der Erdrotation mit längeren Brennweiten komplett vergessen. Bei Astro-Nebeln hat man Belichtungszeiten von Minuten, Du brauchst daher eine sog. Teleskop-Montierung mit elektrischem Antrieb, welcher die Erdrotation ausgleicht. Bei kurzen Brennweiten f ällt es dagegen kaum auf, wenn die Sterne etwas in die Länge gezogen sind.

Wenn Du bei den Bildergebnissen an Bilder denkst wie sie als Astrofotos leicht im Web zu finden sind (Hubble), ist zu sagen, vergiss es. Solche tollen Aufnahmen erfordern hochwertige Teleskope auf eben solchen Teleskop-Montierungen, jede Menge Geduld und viel Erfahrung. Um die Farben von Galaktischen Nebeln darstellen zu können, sollte bei handelsüblichen Kameras der IR-Filter vor dem Chip durch einen speziellen Filter ersetzt werden, der das rote Lichtspektrum nicht beschneidet, siehe etwa www.baader-planetarium.de. Das Ganze ist mehr Lebensaufgabe als ein kurzweiliges Hobby, und die Ausrüstung verschlingt für den Anfang leicht 1-2-tausend Euro, einfach mal googlen.

Ich fühle mich jetzt mal persönlich angegriffen mit deiner Aussage. Irgendwie widersprichst du dir ganz schön - oben lobst du das Ding in den Himmel und weiter unten schreibst du:

Astrofotografie ohne den Ausgleich der Erdrotation mit längeren Brennweiten komplett vergessen

Ich schrieb nicht, dass das Ding gänzlich ungeeignet ist, oder? Man kann es durchaus nutzen, erfordert aber bei eine f/8-Blende sehr lange Belichtungszeiten. Rate mal, warum viele Astrofotografen erst ab f/6 anfangen Geräte zu verwenden, eher noch schnellere Systeme.

Dem Fragesteller machte ich doch ebenso in meiner Antwort bewusst, dass es ohne parallaktische Nachführung nicht möglich ist vernünftige Fotos zu machen resultierend aus dieser langen Brennweite, der langen Belichtungszeit sowie der Erdrotation...

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@Startrails

Na, na, sei ma nich so eitel, Du warst eher nicht gemein;)

Mein Verweis auf die "Russentonne" ist auch ein "Wink mit dem Zaunpfahl", die Dinger gibt's zu ähnlichen Preisen, aber sie sind lichtstärker. Auf den Walimex-Spiegel bin ich gar nicht eingegangen, sondern nur allgemein auf die Klasse Spiegelobjektive.

Auch mit Blende 8 kann man durchaus fotografieren, auch wenn's ganz sicherlich nicht ideal ist. Für den Mond reicht das völlig. Die Sonne sollte man dagegen nur anvisieren, wenn man sich zuvor! einschlägig informiert hat, da andernfalls schwerer Schaden an Augen und Technik droht.

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@gejka
die Dinger gibt's zu ähnlichen Preisen, aber sie sind lichtstärker.

Die Russentonnen haben eine Öffnung von 100 mm und eine Brennweite von 1000 mm. Sofern ich des Rechnens mächtig bin, kommt man hier auf ein Öffnungsverhältnis von f/10 - das Walixmex hingegen hat ein Öffnungsverhältnis von f/8! Das Walimex ist also schneller.

So, was will der Fragesteller nun fotografieren?

Mond,die Sterne und falls gute Bedingungen herrschen auch ein paar Nebel

Mond - kein Problem!

Sterne - bei dieser Brennweite werden Sterne zu Strichen! Der Fragensteller wird sicherlich wissen, dass man gerade bei f/8 ordentlich Belichtungszeit braucht.

Nebel - ohne Nachführung definitiv nicht im Bereich des Machbaren!

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Aha, Objektiv mit Blende f/8 - Sterne kannst du vergessen damit. Aufgrund dieser Blende musst du lange belichten. Weiterer Knackpunkt ist die Erdrotation - Sterne, Mond, Sonne laufen bei dieser Brennweite recht zügig durchs Blickfeld. Das lässt sich sogar schon bei einem 500 mm Objektiv beobachten.

Für Mond und Sonne kannst du das schon nutzen, aber wenn du in die Astrofotografie einsteigen willst, dann entweder mit Teleskop oder mit lichtstarken Objektiven. Beides muss aber nachgeführt werden - für die Fotografie mit Kamera mind. eine EQ3, für die Fotografie mit Teleskop und Kamera lieber noch stabiler.

Wenn du Interesse hast, meld dich einfach mal...

Ganz klar nein, ich habe das mal mit einer Nikon D300 und einem 500er Spiegelobjektiv probiert. Spiegelobjektive bieten nicht die Qualität von Linsenobjektiven. Das bringt nichts.

Sorry, aber Astro-Fotografie ist leider ein teures Hobby. Besser ist hier ein gutes Astro-Teleskop mit Kamera-Adapter. Bei langen Brennweiten und Belichtungszeiten ist auch eine Nachführung wichtig.

Vielleicht gibt's in Deiner Nähe eine Astro-Foto-Gruppe. Die geben in der Regel ihre Erfahrungen gerne weiter!

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