Sperrmüllentsorgung wird auf alle Mieter umgelegt. Ist das rechtens?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Er kann.

Wie selbst gelesen hast, wurde das höchstrichterlich entscheiden:

„(...) Die Klägerin (durfte) auch die abgerechneten Sperrmüllkosten auf die Mieter umlegen. Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts entstehen diese Kosten zwar nicht jährlich, aber doch laufend dadurch, dass Mieter unberechtigt Müll auf Gemeinschaftsflächen abstellen. Insoweit handelt es sich um Kosten der Müllbeseitigung, die dem Vermieter als Eigentümer wiederkehrend entstehen. (...)

Im Übrigen gehören Aufwendungen zur Beseitigung von Müll von den Gemeinschaftsflächen des Mietobjekts auch dann zu den umlagefähigen Kosten der Müllentsorgung, wenn sie durch rechtswidrige Handlungen Dritter ausgelöst worden sind.“

BGH, Urteil vom 13.01.2010 - VIII ZR 137/09

Sperrmüll ist Mietersache - du könntest genauso gut alte Möbel aus der Wohnung in den Sperrmüllg geben. Wo fängt man als Eigentümer an und wo hört man auf mit der Umlage. Als nächstes kommt ein Mieter und sagt, er hat zwar einen Keller, aber nichts in den Sperrmüll gegeben. So teuer ist die Aktion ja nun auch nicht und eine Umlage per qm der Wohnungen fände ich völlig in Ordnung.

Wenn der entsprechende Absteller des Unrates seine Karte hinterlassen hat, kann der VM natürlich nicht alle zu Kostenbeteiligung zwingen. Aber wie soll es sonst gehandelt werden. Den Müll hat sicherlich KEINER abgestellt.

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