Bekomme ich eine Sperre für ALG1, da ich im Dezember selbst gekündigt habe?

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4 Antworten

Du solltest auf jeden Fall am Montag sofort zum Arbeitsamt und Dich da melden. Die Unterlagen kannst Du später noch nachreichen, musst nur erst mal Deinen Personalausweis mitnehmen und Deine Sozialversicherungsnummer.

Eine Sperre wirst Du wohl eher nicht bekommen, da Du ja direkt an die Kündigung wieder eine neue Arbeit angefangen hast.

Mach Dich jetzt erst mal nicht selbst verrückt und wart noch ein paar Tage, ob Dein Geld bei Dir ankommt. Sollte das nicht der Fall sein, kannst Du notfalls immer noch einen Anwalt einschalten.

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Wenn du selber dein unbefristetes Arbeitsverhältnis gekündigt hast, oder einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet hast, tritt eine Sperre von 12 Wochen ein. Nur bei Nachweis von gesundheitlichen Gründen kann darauf verzichtet werden.

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Wenn du kündigst, mit einem derart aussichtslosen neuen Beruf, musst du dir Fahrlässigkeit vorwerfen lassen. Du hast dann deine Arbeitslosigkeit selbst verschuldet. 

Genau das soll ja durch die Sperrfrist bei der Arbeitsagentur vermieden werden. Bei den Leistungen der Arbeitsagentur handelt es sich schließlich um die Beitragszahlungen aller Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

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Kommentar von namex187
09.01.2016, 17:46

Danke für die Antwort. Es war für mich kein aussichtsloser Beruf:

1.Mein Arbeitsvertrag im Call Center war auf ein Jahr befristet und man wurde nach Stunden bezalt. Man hatte dort Schichtdienst, musste jedes Wochenende und an Feiertagen arbeiten.

2. der neue Arbeitsvertrag war unbefristet, Festgehalt plus Provision, Arbeit nur werktags von 10-18 Uhr.

Von den Bedingungen im Arbeitsvertrag aus sehe ich keine Fahrlässigkeit für meine Entscheidung. Hatte einfach Pech... ich hätte auch schon im Sommer Anspruch auf ALG1 gehabt,da ich die letzten drei jahre gearbeitet habe. aber ich wollte lieber arbeiten gehen als dem Staat oder meinen Eltern auf der Tasche zu liegen.

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Solange Du krankgeschrieben bist, ist die Krankenkasse für Dich zuständig, nach der Kündigung. Du bekommst dann Krankengeld.

Du musst aber dafür sorgen, dass die Krankschreibung ohne Unterbrechnung fortgeführt wird. Sobald Du einen Tag Lücke hast, muss die Krankenkasse nicht mehr einspringen.

Lass Dich also weiterhin krankschreiben, Dir geht es ja auch offensichtlich wirklich nicht gut. Der finanzielle Druck ist damit hoffentlich erst einmal etwas gelindert.

Zeitgleich kannst Du eine Arbeitslosenberatung in Anspruch nehmen. Entweder beim Arbeitsamt oder bei einer unabhängigen Beratungsstelle, und planen, wie es nun weitergehen kann.

Lass Dich zeitlich nicht unter Druck setzen und sieh zu, dass Du erst einmal wieder auf die Beine kommst. Was Du erlebt hast, kann einem ganz schön zusetzen.

Alles Gute und vor allem auch gute Besserung :-)

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