Spekulationssteuer sparen bei Immobilienverkauf?

5 Antworten

und gehe mal davon aus, dass ich die Spekulationssteuer bezahlen muss.

Die gibt es gar nicht.

Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften sind steuerpflichtig mit dem pers. Einkommensteuersatz.

Nach deinen Schilderungen sind 110.000,- € nun eben steuerpflichtig, solltest du das Haus tatsächlich für 180.000,- € verkauft bekommen.

Der pers. Einkommensteuersatz ergibt sich genau aus was? Sagen wir ich würde 50.000 verdienen, bin verheiratet und Frau studiert. Muss ich bei einer Einkommensteuertabelle auf mein Lohn bei 50k schauen, oder muss ich den Gewinn mit 110k drauf rechnen und dann auf die Tabelle schauen?

0
@Erdem1989

Bruttoeinkommen - Werbungskosten + Veräußerungsgewinne - Sonderausgaben = zu versteuerndes Einkommen.

Der Weg zum Steuerberater ist hier definitiv angeraten.

1

Einziger Ausweg wäre. das Haus noch 8 Jahre behalten und dann für 300.000 steuerfrei verkaufen :-)

Der Bemessungsbetrag kann sogar noch höher sein:

bei Vermieten hast du ja AfA angesetzt, diese Reduziert den Buchwert, erhöht also den Gewinn:

Beispiel Kauf 100.000 3 Jahre 2,5% abgesetzt .. Buchwert nur noch 92.500 .. also würde der Fiscus sogar beim Verkauf zu 100.000 einen Gewinn von 7500 ansetzen.

Ist aber etwas komplizierter: Renovierung wird höher abgeschrieben, Grundstückkosten gar nicht, also am besten den Steuerberater fragen.

Hatte jetzt zwei richtig eklige Mieter und kein Nerv mehr für einen weiteren...

Der Bemessungsantrag ist was genau? Und wie unterscheidet es sich vom Spekulationssteuer?

AfA hatte ich bisher noch nicht angesetzt. ?!

Haus gekauft für 38000 + 17000 Heizungsanlage + 5000 Fenster + Hauskaufsteuern usw.

0
@Erdem1989

Und die Miete brav versteuert obwohl du sicher noch Steuer hättest rausbekommen ? Dann kannst du auch die Steuern auf den Veräusserungsgewinn bezahlen ...

0
Einziger Ausweg wäre. das Haus noch 8 Jahre behalten und dann für 300.000 steuerfrei verkaufen

Selber nutzen wäre auch eine Möglichkeit. § 23 EStG:

Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__23.html

2

Freu dich über das leicht verdiente Geld und bezahl, was das Finanzamt haben will.

Wenn der Käufer mitmacht, könntest du auch eine ideelle Hälfte in 2018 und die andere in 2019 verkaufen. Dadurch kommst du in der Progression nicht so hoch.

Steuerberater ist aber dringend angesagt.

Ja werde heute mit einem Steuerberater in Kontakt treten.

Wenn ich nochmal nachhacken darf, wie genau soll das funktionieren, dass ich die "Hälfte" in 2019 verkaufe ?

0
@Erdem1989

Man muss ein Objekt nicht alles ganzes verkaufen, sondern kann auch einen Anteil von z. B. 50 % verkaufen.

0

Was möchtest Du wissen?