Spektralfarben der Sterne....

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2 Antworten

Evtl. sagt dir der Begriff Fraunhoferlinie etwas. Grob gesagt sind das dunkle Linien im Farbsprektrum des Sonnenlichtes welche unter anderem von Joseph von Fraunhofer 1814 entdeckt wurden. Es handelt sich dabei um eine Art von Absorptionslinien. Diese entstehen wenn Gase in der Photosphäre der Sonne bestimmte Wellenlängen des sichtbaren Lichtes absorbieren. Fraunhofer studierte diese Linien und entdeckte über 500 Stück davon im Spektrum der Sonne. Letztendlich kann man über die Position der Linien bestimmen, welche Elemente dieses Gas enthält. Die wurde dann aber letztendlich erst etwas später von Bunsen und Kirchhoff entdeckt. Merken wir uns also, dass man über schmale, dunkle Linien in einem Spektrum einer Emissionsquelle Rückschlüsse auf die vorgelagerten gasförmigen Elemente ziehen kann.

In etwa umgekehrt verhält es sich mit den Spektrallinien. Diese werden von Elementen ausgesandt, die Licht abgeben. So hat man für jedes Element Spektrallinien an bestimmten Stellen des Farbspektrums. Dies ist für jedes Element ein einzigartiger Fingerabdruck. Durch diese Linien wiederum kann man, wie gesagt die Elemente in den äußeren Hüllen eines Sternes bestimmen.

Genutzt wird dieses Phänomen aber auch für ganz andere Zwecke in der Astronomie. So kann man zum Beispiel das Licht, was uns von fremden Galaxien so filtern, dass uns nur Licht von bestimmten Elementen erreicht. Zwei bekannte Vertreter sind zum Beispiel der OIII- und der UHC-Filter. Der OIII-Filter lässt zum Beispiel nur das Licht von doppelt ionisiertem Sauerstoff passieren, während der UHC-Filter die Spektrallinien von Wasserstoff-Alpha, Beta sowie o.g. OIII durchlässt. Damit wird störendes Licht herausgefilter und so erscheinen dann (jenachdem) Galaxien oder Nebel westentlich kontrastreicher und vom Hintergrund abgehobener als ohne Filter.

Ein anderes Beispiel, nämlich die Galaxienflucht, die sich mit Hilfe der Rotverschiebung (Doppler-Effekt, gilt auch für Spektrallinien) berechnen lässt, wurde ja bereits genannt.

Mit einem Spektroskop lässt sich das Licht eines Körpers, in dem Fall eines Sterns, aufspalten. Es wird in seine "Spektralfarben zerlegt. Das gleiche passiert übrigens auch mit dem Sonnenlicht bei einem Regenbogen. Die Wassertropfen spalten das komplett Weiße Licht der Sonne auf, und es erscheint uns als Regenbogen.

Mithilfe eines Spektroskops lässt sich übrigens auch die chemische Zusammensetzung eines Sterns erkennen. Das liegt daran, dass jedes Element seine eigenen Spektralfarben hat, wenn es leuchtet.

LG Pflanzengott! :)

JTKirk2000 24.01.2013, 18:57

Eigentlich erkennt man die chemischen Elemente dadurch, dass sie einmalige Signaturen in dem Farbspektrum dadurch hinterlassen, dass sie spezifische Wellenlängen filtern. Dadurch dass jedes spezifische Element normalerweise mehrere spezifische Wellenlängen filtert, kann man daraus sogar eine eventuelle Rot- bzw. Blauverschiebung (welche aus dem Dopplereffekt hervorgeht) feststellen. Ansonsten eine sehr gute Antwort und daher DH.

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