Speisegebote im Christentum?

9 Antworten

Jesus sagt in Markus 7,14-15: "Und er rief die ganze Volksmenge zu sich und sprach zu ihnen: Hört mir alle zu und versteht! Nichts, was außerhalb des Menschen ist und in ihn hineinkommt, kann ihn verunreinigen; sondern was aus ihm herauskommt, das ist es, was den Menschen verunreinigt."

Als Erklärung dazu findet sich im Walvoord-Bibelkommentar: " Nach einem feierlichen Aufruf an alle, aufmerksam zuzuhören und das Gehörte zu überdenken (vgl. Mk 4,3), enthüllte Jesus dem Volk die wahre Ursache der Unreinheit. Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte (vgl. Mk 7,2). Jesus sprach hier in moralischem, nicht in medizinischem Sinn. Von dem, was man ißt, wird man nicht moralisch unrein, auch dann nicht, wenn man sich nicht vorher in vorgeschriebener Weise die Hände gewaschen hat.

Was aus dem Menschen herauskommt (vgl. V. 21 - 23), das ist's, was den Menschen unrein macht. Moralisch unrein wird man von dem, was man im Herzen denkt, auch dann, wenn man die äußerlichen Reinheitsvorschriften peinlich genau einhält. Jesus widersprach also der rabbinischen Auffassung, indem er sagte, daß die Sünde aus dem Innern des Menschen und nicht von außen kommt (vgl. Jer 17,9-10). Damit machte er auch klar, worum es bei den Speisevorschriften im mosaischen Gesetz (vgl. 3Mo 11; 5Mo 14,1-21) eigentlich ging: Ein Jude, der "Unreines" aß, wurde nicht durch das Nahrungsmittel unrein, sondern dadurch, daß er Gottes Gebot nicht gehorchte."

Als Ergänzung noch eine Erklärung zu den Speisegeboten des Gesetzes des Mose. Dieses Gesetz wurde dem Volk Israel am Berg Sinai gegeben. Es wurde über die Folgen von Gehorsam (= Segen) und Ungehorsam (= Fluch) aufgeklärt und stimmt dafür, dieses Gesetz anzunehmen und gehorsam zu sein. Dieses Gesetz wurde nicht den Christen gegeben sondern nur dem Volk Israel.

Jesus selbst hat dieses Gesetz erfüllt: "Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt" (Römer 10,4).

Paulus sagt zu den Christen ganz klar: "Ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade" (Römer 6,14).

Deshalb dürfen Christen auch Schweinefleisch essen, obwohl dies im Gesetz des Mose verboten ist. In Apostelgeschichte 10,9-15 steht: "Am folgenden Tag aber, während jene reisten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach, um zu beten. Er wurde aber hungrig und verlangte zu essen. Während sie ihm aber zubereiteten, kam eine Verzückung über ihn. Und er sieht den Himmel geöffnet und ein Gefäß, gleich einem großen, leinenen Tuch, herabkommen, an vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen; darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels. Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn niemals habe ich irgendetwas Gemeines oder Unreines gegessen. Und wieder erging eine Stimme zum zweiten Mal an ihn: Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein!"

Da das Schwein auch zu den vierfüßigen Tieren der Erde gehört, wird es also in der Apg. 10 im Vers 12 beschrieben (mit anderen Tieren). Wichtig ist generell, dass die Speisevorschriften, die im Alten Testament für den Bund mit dem Volk Israel aufgestellt wurden, im neuen Bund mit den Christen nicht mehr gelten sollten ("Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein!").

0


Also ich habe gelesen, dass Gott sagt,


was du so liest, muß ja nicht unbedingt stimmen.
Die Schriften des AT, aus denen du dein "Wissen" wahrscheinlich hast, beinhalten viele Gebote, Verbote und Vorschriften welche von Menschen, welche religiöse Unterweisung und Lehre verkündeten, Gott in den Mund gelegt haben um eben bei ihren Adressaten glaubwürdiger zu sein.
Gott hat garnichts gesagt.
Oder glaubst du, daß ein Gott, welcher alles erschaffen und gestaltet haben soll und über alle Maßen voller Weisheit ist, solche läppischen Vorschriften den Menschen vorgeben könnte ?
Nein, daß machen nur Menschen - bis heute, was z.Bsp. auch die tausenden von Vorschriften in der EU belegen.
Ja, was Jesus sagt ist richtig, nicht nur, weil wir dies nachvollziehen können.
"Unreines" kommt nur aus dem "Herzen" (der Gesinnung)
Übrigen - die Schriften des AT wären für Christen so oder so nicht relevant auch wenn sie teils Weisheiten oder "Wahrheiten" enthalten.
Also jede Fragestellung " ..im AT steht ....Jesus sagt aber.....was ist richtig ?"  ist von vornherein überflüssig. 

Das kann man auf verschiedene weisen sehen, zb halten sich die STA an die speisevorschriften des AT, andere christliche vereine aber nicht, die sta begründen die stelle damit, dass alles was gott schuf rein ist, weil es dort um menschen ging und nicht um speisen, also, dass ein nicht heide heiden nicht meiden soll, sie glauben zudem, dass gott nur allgemeingültige gesetze formuliert und somit nicht sagt, für die juden ist es so und für andere so, zudem glauben sie, dass die gesetze von moses unter dem diktat von gott entstanden sind und moses diese nicht von sich aus erfand! Als jesus kam, machte er anhand der scheidung deutlich, dass moses sehr wohl auf eigene faust gesetze erließ und diese auch einen grund hatten! Dacher denke ich persönlich, dass die speisevorschriften nicht von gott, sondern vom menschen stammen und somit keine gewichtung mehr haben, jedoch bin ich auch nicht gläubig, von daher ist es mir persönlich eh wurst! Lg

Was möchtest Du wissen?