Speicherkarte Einfluss auf Fotoqualität

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Die Speicherkarten kühl und trocken zu halten ist sicher nicht falsch. Daß sich jedoch die darauf gespeicherten Informationen ohne Beschädigung der Speicherkarte ändern ist Quatsch.

Natürlich gibt es auch für Speicherkarten einen zulässigen Betriebstemperaturbereich in dem der Hersteller ein korrektes Funktionieren garantiert. Bleibt man innerhalb dieses Bereiches, tut die Speicherkarte das, was man von ihr erwarten darf.

Wer mit einer Digitalkamera ohne Film Bilder aufnimmt ist im Vergleich zu den Analog-Photographen dennoch nicht frei von äußeren Einflüssen. Ursache ist hier jedoch nicht die Speicherkarte sondern der Bildsensor. Leider sind Bildsensoren wie alle Halbleiter temperaturabhängig und bestrafen hohe temperaturen mindestens mit erhöhtem Rauschen. Wärmestrahlung liegt im Infrarotbereich. Wird der Bildsensor einer Wärmestrahlung ausgesetzt, so beeinflußt das Farbfilter auch wo wieviel Strahlung auf den Sensor fällt. Für einen Farbstich ist damit dann die Türe geöffnet. Aber nicht nur Temperatur beeinflußt den Bildsensor. Auch Druck wirkt sich auf das Verhalten von Halbleitern aus. Transport und/oder Betrieb von elektronischen Geräten z.B. in großen Höhen kann Probleme verursachen.

Allgemein gilt: Kühles und trockenes(!) Lagern ist für Elektronik und Batterien zu empfehlen. Akkus und (Einweg-)Batterien entladen sich langsamer im Kühlschrank. Einfrieren sollte man sie aber nicht. Elektronik liebt es auch schön kühl. Einerseits weil sie selbst Wärme im Betrieb produziert, die ein Betriebsrisiko ist (Überhitzung) und andererseits weil Wärme wie oben beschrieben zu Rauschen führt. Die komplette Kamera in den Kühlschrank zu legen wäre eine Idee - aber Vorsicht: Wenn die Kamera viel Kühler ist als die Umgebung, dann kann es zum Beschlagen der Optik kommen. Im Schlimmsten Fall kondensiert die Luftfeuchtigkeit auf der Elektronik. Diese Gefahr ist um so größer je höher der Temperaturunterschied und die Luftfeuchtigkeit sind. In heißem, aber sehr trockenen Klima kann die Kamera ohne Kondensation deutlich kühler sein als in den feuchtwarmen Tropen.

Wer sich Sorgen um die Daten auf Speicherkarten macht und sich wie ein Analogphotograph verhält und aufpaßt, daß alles trocken bleibt macht sicher nichts falsch.

Da wollte Dir einer Quatsch erzählen: gespeichert wird jedes Foto als eine Folge von "0" und "1" - das bleibt bei Hitze und Kälte völlig gleich!

Der hat wohl "Speicherkarte" mit "Negativfilm" verwechselt g

Danke für die rasche Antwort!!

Ja, war auch meine Argumentation, dass die Speicherkarte nur mehr die Übertragung in 0 bzw. 1 bekommt. Darum wäre es umso unwahrscheinlicher, dass ausgerechnet ein Magentafehler bei Speicher unter hohen Temperaturen eintrete, da der Fehler bei allen Farbspektren eintreten würde. Um den Mythos vollkommen zu entkräften Möchte ich gleich eine Folgefrage stellen: Könnte vielleicht die Digitalkamera selbst einen Farbfehler bei hohen Temperaturne bekommen? Dass dann evtl. die Fotozellen der Kamera anders auflösen und es so zu dem berüchtigten Magentafehler kommt?

mfg. j.s.

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Hallo, bist du sicher, dass da von Speicherchips die Rede war? Du hast das wohl falsch interpretiert. Wenn man vom Sensor spricht, könnten schon eher negative Einflüsse durch hohe Temperaturen zutreffen. Aber manche Kameras haben eine Schutzfunktion, die den Sensor bei zu hoher Temperatur abschalten.

Lieber hegauer,

Ja, die Rede war war von Speicherkarten... Ich war auch sehr verwundert darüber und musst erst noch einmal nachhaken, ob denn wirklich "Speicherkarten" gemeint sind :-)

mfg. johnny

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