Spat, was tun?

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Besser wird es nicht, es ist eine Arthrose, d.h. es wird Knochenmaterial zerstört und das kann man nicht wieder basteln.

Aber Spat ist heute kein Todesurteil. Es ist davon auszugehen, dass mein, jetzt 17 Jahre werdender Wallach schon viele Jahre Spat hat und ich arbeite mit ihm täglich, er geht locker 25 km Touren ohne dass er auch nur irgendein Problem zeigt.

Man kann einiges dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern und die Ausbreitung zu verzögern:

  1. Sehr achtsam sein. Läuft das Pferd steif, dann nur vorsichtig im Schritt gradeaus bewegen, keine vermehrte Lastaufnahme auf einem der beiden Beine. Läuft es hingegen frei und locker, so kann man es gymnastizieren, um es zu stärken. Je besser trainiert ein Pferd ist, desto besser kann es das kompensieren.

  2. Haltung optimieren, sofern da noch Spielraum ist: Offenstall mit Bewegungsanreizen, sodass das Pferd immer geht. Wenn Tränke und Heu und am besten noch ein Kraftfutterständer weit voneinander entfernt sind, bleibt kein Pferd länger als eine Stunde auf der Stelle stehen. Stehen ist absolutes Gift für das Pferd. Es ist auch im Krankheitsfall immer gut abzuwägen, ob nicht im Stall rumhumpeln besser ist als das Stehen in der Krankenbox. Ich beobachte Pferdebesitzer, die ihre Pferde wegen jedem Kratzer aus dem Offenstall nehmen - würde ich meinem Spater nie antun. Im Stallbereich kein Matsch, wo sie tief einsinken, sondern Pflaster oder Paddockraster mit Schotter oder Kies aufgestreut. Weide auch nur, wenn nicht zu weich (was ja eh die meisten machen, um die Weide zu erhalten).

  3. Das Pferd steht beim Putzen ... auch nach so kurzer Zeit ist es steifer als wenn es ständig umher geht. Daher auch dann schon gut aufwärmen, lieber noch eine kleine Schrittrunde im Gelände als zu schnell auf dem weichen Hallenboden in die Arbeitsphase gehen.

  4. Keinen Spatbeschlag! Der vertuscht nur die Symptome und verbessert nichts! Sprecht mit einem guten Huforthopäden, z.B. vom www.DIfHO.de und lasst Euch diesbezüglich beraten. Ich glaub, auf den DIfHO-Seiten kann man da auch einiges lesen. Leider werden deren Erkenntnisse noch an sehr wenigen Unis gelehrt, weshalb auch Tierärzte immer wieder zu Spatbeschlag raten, einfach weil das Stand von vor einigen Jahren war, als die Huforthopädie in Deutschland noch nicht so weit war. Übrigens kommt ein guter Teil der Spaterkrankungen davon, dass die Schmiede bis heute die Sache mit den Stellungsprobleme nicht in Griff bekommen und das einfach verschleißt, wenn man ständig schief läuft und der Rest kommt meist von schlechtem Reiten - eine Hinterhand, die hinten raus hängt, kann keine Last aufnehmen. Leider schätzt man, dass schon 70% der Pferde unter 7 Jahren Spat haben :-(

  5. Futterzusätze können helfen: Ingwer dämpft akute Entzündungen, Grünlippmuschelkalk lindert auch die akuten Beschwerden. Es gibt aber auch Futterzusätze, die dafür sorgen, dass der Stoffwechsel dazu angeregt wird, vermehrt Gelenkschmiere zu bilden, denn je rauher der Knochen, desto besser muss das Gelenk geschmiert werden, um nicht trocken zu laufen. Die enthalten auch Grünlippmuschelkalk, lindern also neben der langfristigen Verbesserung auch die akuten Beschwerden. Ich kenne da das Magnoarthro von Iwest. Dort unbedingt mal anrufen und beraten lassen, ich wusste nämlich beispielsweise nicht, dass ich das irgendwann wieder absetzen kann, weil der Stoffwechsel es dann selber schafft. Hätte ich mal gefragt, hätte ich nicht mehrere von den teuren Eimern verfüttert ;-)

Mein Pony hat seit 4 Jahren Spat und ist jetzt 10 sie steht auf einer Koppel und ist glücklich. seit 3 Jahren

Jahren hat sie nix mehr gehabt abundzu reite ich sie mal ein bissschen über die Koppel,Schritt Trab Galopp, klappt super ... Ich gebe meiner Schüßler Salze 2,5,11und Abends bekommt sie Zell tableten :)

Mit den Tabletten klappt super und ist echt empfehlenswert :)

Nicht von mir, aber offenbar recht fachmännisch: "Die phytotherapeutische Behandlung bei Spat Bei starken Entzündungen haben sich äußerlich feuchte Umschläge mit Arnikatee bewährt. Ein Angußverband, der tagsüber oder nachts einwirken kann, kann hier schnell eine Schmerzlinderung bringen. Arnika wirkt stark entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend. Auf 1 Liter Wasser berechnet man mindestens 150 Gramm Arnikablüten, die man sich in der Apotheke besorgen kann. Innerlich kann man dem Pferd Teufelskrallenwurzel geben. Täglich 30-50 Gramm der Wurzeln, die Nachts in Wasser eingelegt werden, mit unter das Futter geben. Die Einweichflüssigkeit sollte auch mit unter das Futter gegeben werden. Diese Kur gibt man 6 Wochen lang, 3 mal im Jahr, oder nach Bedarf. Teufelskrallenwurzel wirkt stark entzündungshemmend und leicht schmerzstillend. Die Wurzel schmeckt sehr bitter, deswegen sollte man sie mit viel Mash, Kraftfutter oder eingeweichten Rübenschnitzel verfüttern und eventuell die tägliche Dosis leicht reduzieren, damit der Geschmack akzeptabel für das Pferd ist. Bei totaler Fressverweigerung kann auch täglich 5 ml Teufelkrallenwurzel D 3 oder D 4 unter die Haut gespritzt werden. Die Injektionslösung bekommt man in jeder Apotheke zusammen mit den Spritzen. Durch einen Tierarzt oder einer Tierazthelferin kann man in die Spritztechnik eingewiesen werden. Vor und nach dem Spritzen sollte man auf jeden Fall ein Hautdesifektionsmittel für die Einstichstelle verwenden. Teufelskrallenwurzel darf nicht angewendet werden bei Magengeschwüren! Anstatt von Teufelskrallenwurzel kann man auch getrocknete Weidenrinde oder Mädesüßkraut (Spierkraut) geben. Täglich 30-50 Gramm mit unter das gewohnte Futter geben. Diese Kur sollte auch 6 Wochen dauern und kann 3 mal im Jahr wiederholt werden. Beide Kräuter wirken ebenso entzündungshemmend und leicht schmerzstillend. Außerdem sollte zusätzlich die Leberfunktion gestärkt werden, da die Leber ein sehr wichtiges Stoffwechselorgan ist und dies besonders wichtig für gesunde Gelenke ist. Einem Pferd können täglich 30 Gramm Löwenzahnwurzel, Löwenzahnblätter oder 30 Gramm eingeweichte Mariendistelsamen (samt Einweichwasser) gegeben werden. Eine Kur sollte 6 Wochen andauern und mindestens 2 mal im Jahr wiederholt werden. Die Haltung, Pflege und Behandlung Spat-Pferde sollten, optimaler Weise, in Offenstallhaltung, zumindest aber in Einstellplätzen mit so viel Bewegungsangebot wie möglich (Paddock, Koppelgang, Laufstall, Bewegungsstall, Schrittmaschine, ... was auch immer), und das am besten rund um die Uhr, gehalten werden oder täglich 8 Stunden Auslauf haben, da durch die Bewegung die Gelenkschmiere stetig läuft und somit weiterem Verschleiß der Gelenke, aber vor allem auch Schmerz durch Reibung der arthrosebedingten Veränderunge, entgegenwirkt. Übermäßiges Training der Pferde, speziell in überhöhtem Tempo und übereilte, hastige Bewegungsabläufe sollte unterbunden werden. Regelmäßiges Reiten in sanftem und vor allem kontrolliertem Tempo, ist durchaus wünschens- und auch empfehlenswert, sofern das Pferd keine starken Schmerzen dabei hat und sich auch grundsätzlich willig zeigt. Eine anfängliche Steifheit und eventuelle Taktunregelmäßigkeit ist in der Aufwärmphase immer möglich, gibt sich aber in der Regel bis zum Ende der Aufwärmphase durch bewußt langsam ausgeführte, kontrollierte Gymnastizierung (inkl. Seitengänge). Auf die Tagesverfassung, die durch viele Faktoren (Wetter, Tagesauslauf, Zeit seit der letzten Liegephase usw.) beeinflußt werden kann, ist unbedingt rücksicht zu nehmen, wobei es sich nur in den wenigsten Fällen empfielt das Bewegungsprogramm ganz auszusetzten, da gerade Pferde mit . Das Training (=Bewegungsprogramm) ist an den aktuellen Gesamtzustand des Pferdes anzupassen. 20-minütiges warm Reiten im Schritttempo (Gymnastizierung statt ausschließlich Schritt am langen Zügel) sollte auch eingehalten werden, denn erst dann läuft die Gelenkschmiere vermehrt. Alle 4 - 8 Wochen (je nach Hufbeschaffenheit und Hornwachstum) sollten, bereits preventiv, die Hufe vom Hufschmied oder Hufpfleger zugerichtet werden, um Fehlstellungen der Hufe und somit auch des Skelettes zu vermeiden. Bei Spat selbst, empfielt sich ein Spatbeschlag. Dieser bringt durch Keile den Huf und damit das ganze Bein in eine andere, im besten Falle, komplett schmerzfreie Stellung. Wichtig hierbei: die Höhe der Schenkel sollte vom Hufschmied nur langsam gesteigert werden (Anpassungsdauer ca. 6 - 12 Monate), da eine apprupte Umstellung dem Pferd schaden und zusätzlich Schmerzen bereiten kann. Das Bein, und seine Gelenke, Sehnen und Bänder), gewöhnen sich erst langsam an die Stellungsänderung und lernt damit umzugehn. Ganz wichtig: Grundsätzlich mindestens 1 mal im Jahr einen Pferde-Osteopathen kommen lassen, der Wirbelblockaden, Hüftfehlstellungen, usw. korrigiert.

Danke dir, hört sich schon ganz gut an :)

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