Ist ein Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto besser?

5 Antworten

Hallo mrhublot,

im aktuell niedrigen Zinsumfeld empfehlen sich beide Produkte eigentlich nur, um eine kurzfristige Liquiditätsreserve zu halten. Beide Produkte haben einen variablen Zinssatz. Die Zinssätze unterscheiden sich in der Höhe aktuell kaum. Beim Sparbuch gibt es eine Besonderheit: Hier müssen Sie je nach Betrag Kündigungsfristen beachten, wenn Sie über Ihr Geld verfügen möchten.

Sollten Sie längerfristig Vermögen anlegen wollen, sind andere Anlageformen besser geeignet. Zum Beispiel bieten einige Banken aktuell lukrative Tages- oder Festgeldkonditionen bei einem Depotübertrag an.

Viele Grüße

Michael Stelkes, Leiter Vermögensberatung bei der TARGOBANK

Das hängt vom Zinssatz ab.

Auf Sparbücher gibt es meist nur noch mikroskopische Zinsen von 0,05% oder weniger.

Auf Tagesgeldkonten bekommt man dagegen bei verschiedenen Banken immerhin 0,5-1%, teilweise im Rahmen von Werbeaktionen auch mehr.

Bei einem fünfstelligen Betrag würde ich dir allerdings auch zu anderen Anlageformen raten. Sparbuch wie Tagesgeld sind hier langfristig keine gute Lösung. Die passende Anlage zu finden, ist zwar nicht immer ganz einfach, lohnt sich aber. Eine von vielen Informationsquellen dazu ist z.B. www.finanztip.de/geldanlage/

Auch die Stiftung Warentest bietet dazu geeignete Literatur.

Kommt drauf an wie hoch fünfstellig. Bei 10000 Euro würde ich da nichts großartig machen sondern das liquide behalten.

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Weder noch. Bei beiden Anlageformen liegt die Verzinsung der Angebote deutscher Kreditinstitute unterhalb der aktuellen Inflation.

Wo du dein Geld dann lieber verbrennst, hängt von persönlichen Vorlieben ab. 

Verfügbarkeit grundsätzlich beim Tagesgeld in unbegrenzter Höhe täglich möglich, beim Sparbuch ohne Renditeeinbußen bis 2000€ p.M. 

Suchst du wirklich eine Alternative, um dein Geld sinnvoll anzulegen, empfehle ich die Anlage in ausgewählte Fonds, die der eigenen Risikoneigung entsprechen.

Und die Fonds sind dann sicher oder wie ? Ich habe mir im Jahr 1999 einen Fond (Anteile) aufschwätzen lassen und diesen nach 10 Jahren zum selben Nominalwert wieder verkauft.

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valueDoc. Super Fond. Mit dem Ausgabeaufschlag und den jährlichen Gebühren hat man eine Rendite knapp oberhalb Tagesgeld.

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@stinkertum

Falsch. Die ausgewiesene Netto-Rendite 2,x % p.a. ist bereits nach laufenden Kosten. Darin enthalten sind. u.a. Verwaltungsvergütung, Kosten der Wirtschaftsprüfer und Boni für die vermittelnde Bank (falls es einen Bonus gibt).

Natürlich muss der Ausgabeaufschlag wieder ins Verdienen gebracht werden, aber wenn ich das mit deiner Anlage vergleiche, die nach 10 Jahren nichts gebracht hat, hättest du in einem sehr sicheren Fonds (dein Argument war ja, dass Fonds (impliziert jede Form) unsicher sind) einen Ertrag von ca. 2 % p.a. auf den selben Zeitraum erzielt.

Aber ich möchte hiermit auch keine ewige Diskussion starten, wenn du der Meinung bist, dass es keine Alternative zu einem Tagesgeld oder Sparbuch gibt, und das auch noch sicher sein soll, dann belassen wir es dabei. Der Einlagensicherungsfonds verkraftet nicht einmal eine Sicherung von 3% der Anlagebeträge der Einleger aller Banken, falls er in Anspruch genommen wird. Das Risiko, das Geld bei einer Bank liegen zu lassen, ist also ungleich höher. Aber Anleger lassen sich ja mit 100.00 EUR sind Ihnen sicher (seit neuestem sogar unterschrieben bei jeder neuen Kontoeröffnung) völlig beruhigen. Fondsvermögen ist treuhänderisch gesichertes Sondervermögen, geht demnach die Fondsgesellschaft pleite, ist das Fondsvermögen davon unabhängig. Ein Zitat von Finanztip.de:

FINANZTIP-EMPFEHLUNG ZUR EINLAGENSICHERUNG Auch wenn die zunehmende europäische Integration der Banken das Finanzsystem als Ganzes stärken sollte, so ist es doch fraglich, ob die Sicherungssysteme in der Praxis funktionieren. Falls es zu einer schweren Systemkrise im Bankensektor kommt, werden die zur Verfügung stehenden Mittel kaum ausreichen, um mehrere Großbanken zu retten. Das räumt auch der Bundesverband deutscher Banken unumwunden ein.

Es ist demnach faktisch(!!!) bewiesen, dass du mit deinen Aussagen unrecht hast. Dennoch finde ich es schade, dass du von deinem Bankberater wohl offensichtlich schlecht beraten wurdest und die letzte Krücke ins Depot gebucht bekommen hast.

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@ValueDoc1

Eine Anmerkung noch: Falls du meintest, dass du ernsthaft deinen Fonds im Jahr 2008 Ende oder 2009 Anfang verkauft hast, als die Immo-Krise voll zugeschlagen hat, hast du natürlich zum ungünstigsten Zeitpunkt verkauft. Hättest du mal bis heute durchgehalten und keine nassen Füße bekommen, hättest du Erträge erzielen müssen, da es keine Indizes gibt, die seitdem tiefer oder annähernd niedrig standen, wie vor 16 Jahren.

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