Spannungsverlauf beim einschalten elektrischer Geräte

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5 Antworten

Bei schweren Motoren hast eine gewisse Chance auch mit dem Multimeter die Einbrüche zu messen. Diese muss man zuerst auf Stern schalten für einen etwas schonenderen Anlauf und erst wenn sie auf halbwegs Touren sind auf Dreieck für die volle Leistung. Bei ohmschen Verbrauchern mit kleiner Trägheit und hohem Unterschied zwischen kalt und heiß, zB Glühlampe, ist der Einbruch extrem kurz. Bei Herdplatten hast einen hohen Einbruch aber dann wird langsam die Belastung wieder um weniges kleiner. Bei induktiven und kapazitiven Verbrauchern hast auch eine kurzfristige hohe Belastung die aber nach kürzester Zeit vorbei ist. Da brauchst ein gut getriggertes Speicher Oszilloskop.

Kommt auf das Gerät an. Motoren ziehen ein vielfaches ihrer Nennleistung bis sie ihre Nenndrehzahl erreicht haben. Die Differenz zur Nenndrehzahl ist hier etwa proportional zur Differenz zum Nennstrom.

Elektronische Schaltungen enthalten Kondensatoren die sich erst mal aufladen müssen, der Aufladeprozess zieht hier auch erheblich mehr Strom als im Normalbetrieb.

Ob man das mit dem Multimeter darstellen kann hängt davon ab wie viele Messungen pro Sekunde das Multimeter machen kann und wie lange der zu messende Vorgang dauert.

EIn Standard Multimeter misst etwa 3…5x pro Sekunde, liegt eine Stromspitze zwischen den Messungen, wird die nicht erfasst. Ein gutes Multimeter mit PC Anschluß misst etwa 10x pro Sekunde, es sei denn, es ist extra für hohe Zeitauflösungen gebaut worden. Die richtig guten können aber zumindest die Spitzenwerte zwischen Messungen erfassen, können also egal ob die gerade "hingeguckt" haben oder nicht die MIN und MAX Werte anzeigen, dafür enthalten die eine spezielle Schaltung die die Minimal-/Maximalwerte analog speichert bis die gemessen werden können.

Um so was richtig messen zu können, braucht man entweder einen sehr schnellen Datenlogger oder ein richtiges digitalscope, hier ist ein PC-Scope (Meßwandler mit USB-Anschluß + Software auf dem PC) am Preisgünstigsten.

Wie lange der Einschaltstrom fließt, hängt natürlich vom Gerät ab. Typischerweise sind es nur Sekundenbruchteile. Sowas kann man mit einem Multimeter nicht sinnvoll messen, da dieses meist über mindestens eine halbe Sekunde mittelt.

Aber für 200 € bekommst du schon eine gute PC-Oszilloskopkarte, mit der das problemlos klappt.

Im Fall von Wechselspannung kann man das sogar mit einer Soundkarte und Audacity(!) messen und aufzeichnen. Du musst nur einen passenden Spannungsteiler oder Trafo (je nach Höhe deiner Eingangsspannung) davorschalten.

Der kurze Einbruch der Spannung kommt von den hohen Einschaltströmen, die manche Geräte (insbesondere Motoren) haben.

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