Spaltungen im Christentum und Osterfestkreis

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4 Antworten

3) Der Osterfestkreis ist ein Teil des Kirchenjahres. Er beginnt mit Aschermittwoch und dauert bis in die nachpfingstliche Zeit.

2) Die Gründe waren schlicht und einfach Eitelkeit, besonders auf Seiten des Bischofs von Rom. Seine Behörde hatte sich bei der Angabe eines Dokuments, dass seine Privilegien bestätigen sollte einfach geirrt und er war unfähig diesen Irrtum zuzugeben. Weiteres siehe unter Deschner - Kriminalgeschichte des Christentums.

1) Die Folgen reichen bis heute. Die derzeitige Machtlosigkeit der RKK, selbst eigenen Mitgliedern gegenüber ist nichts anderes als eine Folge dieser Dummheit vor über 1000 Jahren.

Liebr stefankirito,

Ich kann dir deine Frage zwar nicht genau beantworten, jedoch kann ich dir etwas über die Trennung der Orthodoxen und Katholischen Kirche erzählen.

Bis 330 nach Christus war Rom die Hauptstadt des Römischen Reiches. Dort befand sich auch der Sitz des Papstes, der das Oberhaupt der Kirche war. Kaiser Konstantin ernannte 330 die Stadt Byzanz (das heutige Istanbul) zur zweiten Hauptstadt. Ihm zu Ehren wurde sie Konstantinopel oder auch Ostrom genannt. Die Folge war, dass das Reich politisch nach und nach in zwei Hälften auseinander fiel.

Auch für die Kirche hatte das Konsequenzen. Während der Papst in Rom sich mehr und mehr als Oberhaupt aller Christen, auch derjenigen in Ostrom betrachtete, sahen die Christen des byzantinischen Reiches ihre jeweiligen Patriarchen als Leiter an.

Dazu kamen kulturelle Unterschiede: in der katholischen Kirche war Latein die gängige Sprache, in den Kirchen Ostroms hingegen Griechisch. Im Laufe der Zeit gab es immer weniger Kirchenfürsten, die die Sprache der anderen Seite verstanden. Auch in einigen Fragen der Glaubensauslegung war man sich uneins, besonders was den Stellenwert des Heiligen Geistes anbetraf.

Machtfragen, die eigentlich nichts mit Glaubensinhalten zu tun hatten, waren jedoch von Anfang an das Hauptproblem gewesen. Über Jahrhunderte hinweg gab es Streitigkeiten und neue Versöhnungen, doch 1054 kam es zum endgültigen Bruch.

Ein Gesandter der Papstes, Kardinal Humbert sollte eine Unstimmigkeit mit dem Patriarch von Konstantinopel, Michael Kerullarios klären. Statt Kompromissvorschläge zu machen, beschimpfte Humbert den Patriarchen jedoch als Ketzer und schloss ihn aus der Kirche aus. Dasselbe tat nach dem Treffen Kerullarios mit Humbert und seiner Gefolgschaft.

Zwar schloss der Patriarch nicht den Papst selbst aus der Kirche aus, doch dieser Streit, der scheinbar nur zwischen zwei Einzelpersonen abgelaufen war, wurde zum Trennungsgrund für die beiden Kirchen.

Verschärft wurde der Konflikt zwischen den beiden Kirchen, als 1204 katholische Kreuzritter in Konstantinopel einfielen und die Stadt verwüsteten. Obwohl beide Kirchen denselben Glauben teilten, war aus dem Nebeneinander ein echtes Gegeneinander geworden.

Das zeigte sich auch, als die islamischen Osmanen 1453 die Stadt Konstantinopel angriffen und schließlich einnahmen. Auch hier kam keine Hilfe von den römischen Glaubensbrüdern. Erst 1965 hoben der katholische Papst und der orthodoxe Patriarch ihre gegenseitigen Kirchenausschlüsse auf.

Während die katholische Kirche zentral von Rom aus geleitet wird, hat die orthodoxe Kirche verschiedene Nationalkirchen, die relativ unabhängig voneinander bestehen und denen in der Regel eigene Patriarchen vorstehen.

So gibt es orthodoxe Kirchen in Russland, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Georgien, Griechenland, Zypern, Polen, Albanien, Tschechien und der Slowakei sowie in Finnland, Estland und der Ukraine. Insgesamt zählen die orthodoxen Kirchen (auch Ostkirchen genannt) etwa 300 Millionen Mitglieder.

In der katholischen Kirche dürfen Priester nicht heiraten, sie unterliegen also dem Zölibat. In den orthodoxen Kirchen ist es Diakonen und Priestern erlaubt, zu heiraten, Bischöfe jedoch sollen allein leben.

Im Gegensatz zu den Katholiken glauben die orthodoxen Gläubigen nicht an die Unfehlbarkeit des Papstes. Gemeinsam ist beiden die Heiligenverehrung, wobei Maria als Gottesmutter jeweils eine besondere Position einnimmt. In den Ostkirchen spielt dabei die Verehrung von Ikonen, Heiligenbildern, eine wichtige Rolle.

Der orthodoxe Gottesdienst ist noch stärker als in der katholischen Kirche ein Fest für alle Sinne: Weihrauch und Kerzen, Chorgesänge und Hymnen, die prachtvollen Gewänder der Priester, die goldgeschmückten Ikonen und eine Vielzahl von Symbolen tragen dazu bei. Der Gottesdienst dauert etwa drei Stunden.

Schließlich feiern die Ostkirchen ihre religiösen Feste noch nach dem julianischen Kalender, der von Julius Caesar eingeführt wurde und nicht wie die Katholiken oder Protestanten nach dem gregorianischen Kalender. Deshalb fällt z. B. Weihnachten nicht auf den 25. Dezember sondern auf den 7. Januar.

Quelle: WASISTWAS

Der Osterfestkreis ist Teil des Kirchenjahres, das mit dem 1. Advent beginnt. Der Osterfestkreis beginnt am Aschermittwoch und endet zu Pfingsten. Der österliche Festkreis hat die folgenden Stationen:

Aschermittwoch (Mittwoch nach Estomihi) 1. Fastensonntag (Invokavit, 1. Sonntag der Passionszeit) 2. Fastensonntag (Reminiscere, 2. Sonntag der Passionszeit) 3. Fastensonntag (Okuli, 3. Sonntag der Passionszeit) 4. Fastensonntag (Lätare, 4. Sonntag der Passionszeit) 5. Fastensonntag (Judika, 5. Sonntag der Passionszeit) Palmsonntag (Palmarum, 6. Sonntag der Passionszeit) Gründonnerstag Karfreitag Ostersonntag Ostermontag Weißer Sonntag Christi Himmelfahrt Pfingsten -Der Osterfestkreis ist sozusagen ein Osterkalender.

Die reformierte Kirche und die lutherische Kirche sind zwei unterschiedliche Strömungen im Protestantismus. Da müßte die Wiki ne ganze Menge bieten. In Deutschland erkennen sich lutherische und reformierte Kirche gegenseitig an. Ich denke, Vielen sind die Unterscheide auch gar nicht bewußt ("ist doch eh alles evangelisch!").

So. Nun kannst Du einen Stern verteilen. Ich finde zu Recht. -:)

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