Spätmittelalterliche Agrarkrise - Überwindung (Revolution, Zusammenbruch, Repression)

2 Antworten

Dass die Agrarkrise im Spätmittelalter eine Folge der Pest war, sehen heute viele Historiker nicht mehr so. Forschungen zu wüstgefallenen Dörfern haben gezeigt, das schon vor der großen Pest während verschiedener Hungerkrisen, bes. von 1315 bis 1322 die Bevölkerungszahl zurückgegangen war (Mißernten durch Klimaverschlechterung) Für die spätmittelalterliche Agrarkrise kann man eher sagen, dass es eine Absatzkrise war (sinkende Nachfrage, sinkende Preise). Mit steigender Bevölkerungszahl stiegen dann auch die Preise wieder. Die landwirtschaftliche Produktion wurde durch zusätzliche Flächengewinnung ausgeweitet, dazu kamen verbesserte Methoden der Bewirtschaftung (Fruchtfolge, Leguminosenanbau). Der Anbau von Rohstoffen besonders für die Textilindustrie (Flachs) schuf neue Absatzmärkte.

Das Thema ist zu komplex um hier eine einfache Antwort zu geben.

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