Später ein eigenes Pferd und Stall obwohl man kaum reitet?

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7 Antworten

Ui, da hast aber ganz schön was vor ;-)

Nun, Stallbauen ist nicht das Problem. Man braucht entweder die entsprechende Menge an Euronen um eine Hofstelle/einen Betrieb käuflich zu erwerben oder du heiratest einen Landwirt, der das bereits hat.

Dann kann man (so wie mein Mann und ich) umbauen und auch hier sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Wir haben zwei Hofstellen: auf der einen wohnen wir und haben unsere Firmen, auf der anderen durfte ich meinen Traum verwirklichen: eine kleine Pferdepension mit Hengsthaltung und Aktiv/Offenstall mit sämtlichem Klimbim, wie mein Gatte stets zu sagen pflegt.

Was dir und deinem Vorhaben unbedingt zu gute kommt, ist selbstverständlich eine Ausbildung in der Landwirtschaft, das ist noch wichtiger wie richtig reiten zu können, denn du kümmerst dich schließlich und endlich um Lebewesen, die auch artgerecht gehalten werden wollen, die mal krank oder verletzt sind oder wo entsprechend gehandelt werden muss. 

Ansonsten wäre von Vorteil, sich auch mit verschiedenen Krankheitsbildern und Symptomen auseinander zu setzen. Sofern du auch noch fremde Pferde einstellen möchtest, hast du hier der Sorgfaltspflicht unbedingt nachzukommen. Es wäre für mich als Stallbetreiberin unvertretbar, würde ein Pferd sich zb auf der Koppel vergiften weil mich der Frauenschuh oder sonst was nicht weiter interessiert oder ich ihn übersehen hätte. Das macht grad im ländlichen Raum schnell die Runde und bis man sich versieht, ist man der "Chaoshof" o.ä.

Da sind so viele Kleinigkeiten, die eigentlich im Vorfeld sitzen müssen, weil man sonst wirklich aus Fehlern lernen muss, das zieht nicht selten hohe Geldbeträge nach sich und das ist nicht Sinn und Zweck der Sache.

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Wenn du das durchziehen möchtest und die Grundsteine dafür gelegt sind, kannst du zb bei deinem zuständigen Amt für Landwirtschaft und Forsten auch diverse Kurse besuchen und dich weiterbilden. Ich rate das grundsätzlich an, weil es ohne ein Minimum an Wissen schlicht und ergreifend in die Binsen geht und nicht selten dann noch in die Insolvenz.

Hier ein Link, welche Möglichkeiten man als Quereinsteiger in der Landwirtschaft hat (bitte das Schlagwort "Bildung" wählen, da wird man für diverse Kurse und Weiterbildungen usw fündig).

http://www.aelf-wm.bayern.de/bildung/index.php

UND: Als nicht-Landwirt sind die Genehmigungsverfahren für landwirtschaftliche Anlagen je nach Region ungleich schwerer. Und irgendwas wirst bauen müssen an Genehmigungspflichtigem. Selten, dass man einen Hof, der heutigen Anforderungen enstpricht, einfach so übernehmen und führen kann und der dann auch noch irgendwie bezahlbar ist.

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@Baroque

Kommt auf die vorhandene Hofstelle an. Wenn vorher schon sagen wir mal Milchvieh im Offi gestanden hat, ist das nicht so tragisch. Wer aber eine Reithalle bauen will, einen Reitplatz oder einen popligen Roundpen tut sich auch als Landwirt schwer, denn das ist dann schon wieder Gewerbe und hat mit Landwirtschaft im dem Sinne ja nix zu tun.

Dann kommt noch ganz erschwerend die Frage hinzu: Vollerwerbslandwirt oder Nebenerwerbslandwirt? Wer Vollerwerb wählt, halt teils steuerliche Vorzüge und kann von vielen Förderprogrammen und Subventionen profitieren, wer sich dann mal durch 35 Seiten Anträge durchgekämpft hat. Derjenige fällt aber dann in die Pflichtalterskasse der Landwirte: viel einbezahlen, Leistungen der Krankenkasse gleich Null, Rente = Lachnummer hoch 5.

Es ist schwierig. Grad, wenn man jetzt nicht so endviel Ahnung von der Materie hat da kann brutal viel schief laufen und ja, billig ist das Ganze ja auch nicht grade, besonders in unserer Region...

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Für 1,2 Pferde ist das durchaus im Bereich des Machbaren, du brauchst neben dem nötigen Kleingeld aber auch zumindest Grundkenntnisse über Pferdehaltung, über Weidepflege, du benötigst entsprechende Versicherungen, etc. 

Bedenke bitte, 1 Pferd alleine geht nicht u. wenn es nur 2 sind u. mit einem ist mal was, z. B. längerer Klinikaufenthalt, dann hast du hier Probleme. Dazu kannst du nicht einfach i-was bauen, wenn du nur Pächter bist bzw. musst u. U. alles wieder zurück bauen, wenn die Pacht erlischt. Und selbst wenn du Eigentümer bist brauchst du vieeel Geld und erstmal entsprechende Genehmigungen für Reitplatz, Longierzelt, etc. von einer Halle ganz zu schweigen...

Und sei dir bewusst: das ist ein 7-Tage-die-Woche-Job! Die Pferde wollen versorgt sein bei jedem Wetter zu jeder Jahreszeit, da gibt es kein WE, kein Urlaub, mittlere oder auch große Katastrophe, wenn du mal krank wirst/bist, wenn du das alleine machst. Mal abgesehen von der Vereinbarkeit mit dem Beruf ist es auch privat schon eine Herausforderung, da sich sehr vieles den Pferden unterordnen muss.

Wenn du später mal Pferde in Eigenregie halten möchtest, würde ich an deiner Stelle jetzt wieder mit dem Reiten anfangen. Einfach damit du Kontakt zu anderen Pferdebesitzern hast und dir mehr praktische Erfahrung mit Pferde aneignest.

Um Pferde halten zu können, muss man jetzt nicht zwingend selber reiten (können), allerdings sollte man sich mit der Pflege auskennen und auch erkennen können, wann ein Pferd Krankheitszeichen (z. B. Kolik, Lahmheiten) zeigt. Ein paar "landwirtschaftliche" Fähigkeiten (Traktor fahren etc.) wären auch nicht schlecht, denn dass sind Dinge, die ich bei Bekannten, die Pferde in Eigenregie halten, immer als "notwendige" Fähigkeiten gesehen habe. Und auch notwendiges Wissen über Giftpflanzen, richtige Bewirtschaftung der Pferdekoppeln etc.

Derlei wissen würde ich mir über Reiten und eben praktische Mithilfe auf einem Reiterhof vor Ort erarbeiten, solche Sachen kann man sich nicht nur anlesen. Also ich würde sagen, dass du, bevor du dir Pferde für die Haltung in Eigenregie anschaffst, dir noch eine ganze Menge an Wissen erarbeiten solltest, damit es den Pferden auch gut geht.

Danke,dass habe ich ganz vergessen.

Die Tatsache,dass sie noch so jung ist und nicht mehr reitet habe ich unterschlagen,bzw ist es mir entfallen.😅

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Zu träumen ist nie verkehrt.

Ich besitze zwar keinen eigenen Stall aber ich kann dich nur dazu ermutigen deine Träume umzusetzen. Nur bitte beachte wie viele Kosten und wie viel Verantwortung da auf dich zu kommt. Am Besten ist es wenn du vorher alles an Ausgaben aufschreibst und schaust ob du dir das wirklich leisten kannst.

Nur die Anschaffung sehe ich als kleinstes Problem. Wobei Pferde ja viel Auslauf brauchen, das heißt eine so große freie verkäufliche Fläche zu finden ist bestimmt schwierig.

Beachten solltest du auch dass es immer noch die laufenden Kosten gibt, neben Futter und Hufschmied braucht man auch Versicherungen und co.

Wenn du später dann einen "normalen" Job hast solltest du beachten dass die Pferde trotzdem jeden Morgen und Abend (oft sogar nochmal mittags) verpflegt werden müssen. Wenn man dann noch eine Familie gründen will könnte das sehr viel zeit beanspruchen.

Du solltest dir einfach über die negativen Dinge im klaren sein, ansonsten kann ich dir wie gesagt nur raten deine Träume zu verwirklichen.

Wenn du keine reichen Eltern hast, ist das wahnsinnig schwierig. Grundstück, Bau, Anschaffungen und Unterhaltskosten für Pferde sind enorm. Außerdem muss man in die Pflege und den Unterhalt sehr viel Zeit investieren. Ein "normaler 40-Stunden Job" ist da kaum drin. Außer du verzichtest komplett auf Freizeit, Ausschlafen oder Urlaub.

Und wenn du nicht arbeitest, woher willst du dann genug Geld haben?

 

 

Ich möchte wahrscheilich ein Ferienhaus betreiben, naja und wenn dann würde ich es auch erst in meinen späteren Jahren machen.

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@Uketante

Das willst du also auch noch kaufen. Woher kommt denn das Startkapital?

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@LKZUM

Wie machen dass den leute die das auch als Traum haben?:o

Mit sparen wird da nicht viel, ich gewinn einfach in lotto ;)

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@Uketante

Die haben in der Regel ein recht hohes Startkapital aus ihrem Elternhaus oder heiraten reich. Ansonsten werden die meisten Träume nie erfüllt. Und das Geld ist hierbei eben der entscheidende Faktor.

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 Du könntest einfach dir einen Verpächter suchen bei dem du dann eine Weide bzw ein großes Grundstück pachten kannst dort kannst du dann einen Reitplatz erbauen einen Roundpen oder Halle und Sattelkammer halt alles was das Herz begehrt 

Mann muss aber auch bedenken dass Pachtverträge(im Regelfall)auch nicht ewig sind 

 und wenn der dann vorbei ist musst du alles abbauen und wegziehen dann liegt es an dir wo du den ganzen Krempel unterbringen willst 

außerdem musst du für diesen ganzen Krempel auch noch bezahlen damit du das denn überhaupt erbauen kannst 

wenn du das dann alles hast muss das noch alles finanziert werden wenigstens die Pacht und die Pferde 

-da musst du zum einen selber arbeiten gehen (für dich,dein Leben und deine Pferd(e) zum anderen brauchst du 

-Untersteller die Stallmiete bezahlen damit du dann die Pacht bezahlen kannst

 und in der Hoffnung dass das klappt wünsche ich dir viel Glück kommt natürlich darauf an wo du wohnst je zentraler desto teurer müsste das auch sein Glaube ✌✊

Wenn du natürlich so was wie einen Reitverein oder ein Gestüt oder ähnliches eröffnen möchtest dann funktioniert mein Plan natürlich nicht mehr das ist alles wesentlich teurer und da hat LKZUM recht 

das was ich dir jetzt vorgeschlagen habe wird ein ganz normaler Privatstall der dir am wenigsten Stress bringen würde (wahrscheinlich) da du dir ja die Einsteller eigentlich selber aussuchen kannst 

und dich auch nur um deine Pferde kümmern musst und( je nachdem was du anbietest ob Vollpension/ oder nicht dann selber noch füttern und abmisten und so weiter)

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@Crassiella

Unterschätz das mal nicht mit den "Einstellern, die man sich selber aussuchen kann". Meine ehemalige Stallbesitzerin hat einen Platz an eine Frau vermietet, die sie länger schon kannte, die ihr ganz nett und freundlich erschien und die im Vorfeld immer wieder betont hat, dass - wenn sie sich jemals ein Pferd anschaffen würde - sie es am liebsten in diesem Stall unterbringen wollte. Als das Pferd dann da war, mutierte die junge Frau zu so einer unzufriedenen Person, dass meine Bekannte sehr froh war, als die Dame den Einstellplatz wieder gekündigt hat. Erstens, weil das Pferd ständig "Spezialbehandlungen" brauchte, die natürlich die Stallbesitzerin unentgeltlich zu erbringen hatte und wenn mit dem Pferd was war, natürlich auch die Stallbesitzerin schuld hatte. Das Heu war zu grün, das Wasser zu nass, das Wetter zu schlecht etc.

Auf manche Menschen scheint der Kauf eines Pferdes komische Auswirkungen zu haben :-)

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@sukueh

Ja na klar,es gibt natürlich auch Situationen, da kann man die sich nicht aussuchen und muss dann die x-beliebigen nehmen. Das ist natürlich echt blöd,aber auch die eigene Schuld ,muss man dazu sagen. Ich finde,wenn man einen eigenen Stall aufmacht,sollte man sich im Vorfeld erstmal schon Einsteller suchen und ihnen genau erklären, was man da vorhat. Sobald das dann soweit ist, hat man schon """""Käufer""""" ,die einen dann ja unterstützen werden. so gesehen und sich dann erst einen Hof eröffnen .       Weißt du was ich meine?

Und jetzt speziell in deinem Falle wäre meine Idee,einfach bevor man( eine Box oder einen Platz vermietet) dass man dann in den Vertrag genau die Regeln reinschreibt. Das was viele z.b. auch nicht tun, reinschreiben bei größeren Ärgernissesen oder Stallregelverstößen, oder sonst irgendwas wird nach was weiß ich wie vielen Ermahnungen gekündigt. (Wenn es unterschrieben ist, hat der Vertrag ja auch eine Gültigkeit, so.☺)

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@Crassiella

Schön wär es, wenn es so einfach wäre.... Unterhalt dich mal mit ein paar Stallbesitzern, was die so zu erzählen haben. Gegen menschliche Blödheit hilft auch kein Vertrag :-)

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@sukueh

Jiaaa,najaaa.

Man kann trotzdem IMMER das Gespräch suchen und das das Hofbesi-Leben "einfach" ist,habe ich NIE gesagt.😉

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Falls Du einen großen hof erbst, multitalentierte Handwerkerin bist, einen sehr lukrativen job hast mit mehreren tausend Euro mtl. Und extrem viel Freizeit, dann viel Spaß.

Billige Höfe sind entwedet marode und brechen gleich zusammen oder liegen sooo einsam, daß du zig Kilometer zu arzt, einkaufen, und allem anderen brauchst.

Mach es, wenn Du in Rente gehst....das klappt,

Bis du zu klapprig oder krank wirst !

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