Sozialsystem entlasten?

4 Antworten

Der Gedanken ist nicht neu. Er wurde zum ersten Mal (? ich hoffe das stimmt, aber zumindest das erste Mal dass ich davon gehört habe) diskutiert durch Frey und Osborne, und auch Bill Gates hat darüber laut nachgedacht. Führend ist wohl der Franzose Thomas Pikkety auf diesem Gebiet, und auch er befürwortet eine Steuer auf Kapitalgüter, in diesem Fall die Roboter selber. Immer wieder wird das Thema in den Medien aufgegriffen, wenn sie gerade nichts anderes zu bieten haben.

Ich bin auch der Meinung, dass es so kommen wird, dass man von den Gewinnen eines Unternehmens abschöpft, und nicht von der Arbeit derjenigen die arbeiten.

In meiner Niederländischen Heimat, wo die Leute sich viel weniger Gedanken machen über die politische Korrektheit ihrer Aussagen, wird auch zunehmend vehement eine Abschaffung des Sozialsystems als solches verlangt. Jeder soll nur noch auf eine Art "Nothilfe" rechnen können, aber nicht mehr auf das "Rundumsorglos-paket" was einem Jahrelang über Wasser hält, ohne Arbeit und ohne Eigeninitiative.

Man rechnet in den Niederlanden mit der Abschaffung von 1-2 Millionen Arbeitsplätze in den kommenden zehn Jahren, und einem Viertel aller Arbeitsplätze in den kommenden 15 Jahren. Ich kann nicht beurteilen, ob diese Prognosen auf Deutschland übertragbar sind, aber sicher ist, dass die digitale Revolution menschliche Arbeit in vielen Bereichen überflüssig macht. Das trifft gerade die, die ohnehin schlechte Chancen haben, weil sie unqualifiziert sind.

Gesetzt der Fall, die Prognosen treffen zu, und von den 44,3 Millionen Erwerbstätigen würde ein Viertel keine Arbeit mehr finden können, dann wird ein Umdenken ohnehin unumgänglich werden.

Jeder soll nur noch auf eine Art "Nothilfe" rechnen können, aber nicht mehr auf das "Rundumsorglos-paket" was einem Jahrelang über Wasser hält, ohne Arbeit und ohne Eigeninitiative.

Was tut man, wenn es keine Arbeitsplätze gibt? Werden die verbliebenen Arbeitsplätze aufgeteilt - jeder arbeitet 10 Stunden bei vollem Gehalt?

Der Begriff "Rundumsorglos-paket" ist eine Meinungsmanipulation. Er entspricht nicht der Wirklichkeit.

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@SchakKlusoh

Über diese Frage: Wie die noch vorhandene Arbeit verteilen" wird ja schon lange diskutiert. Da gehen die Lehrmeinungen auseinander. Die von Linken und Grünen oft erwähnte "Umverteilung" von Arbeit (Umverteilung ist bei denen keine Meinungsmanipulation, dazu sind sie zu naiv, die meinen das ernst) sollte dann alle Menschen in einem Arbeitsprozess halten, damit jeder auch sozial eingebunden ist. Das Einkommen wäre dann von der Arbeit abgekoppelt, weil sie ein bedingungsloses Grundeinkommen befürworten, damit alle Menschen gut versorgt sind.

Ich tendiere dazu die Wirtschaftsforschungen zu glauben, die ankündigen, dass nur noch absolute Spezialisten gebraucht werden, in allen Bereichen. Wer nicht zu den Top-Leuten gehört, wird keine Stelle mehr finden. Natürlich braucht man gewissen Berufe noch eine Weile, wie Frisöre, Babysitter, Tierärzte etc. Aber viel zu viele Bereiche werden kaum noch Arbeitsplätze bieten. In USA befördert FedEx schon Pakete zu weit entlegene Farms mit Drohnen (Adieu Kurierfahrer), Brot entsteht mehr oder weniger automatisch, und ein gutes Beispiel ist die Pflanzenzucht in den Niederlanden. Dort wo früher hunderte Menschen in den Gärtnereien arbeitet, gibt es jetzt nur noch ein Händchenvoll.(Siehe: https://www.optiband.nl/industrieen/52, und dort bei "Snijbloemen"). Die Gewächshäuser sind leer. In meiner Kindheit wimmelte es da vor Leute, die weit weniger produzierten als die Maschinen heute.

Wir werden in Zukunft Heerscharen an überflüssige Arbeitskräfte haben. Die können nur ernährt werden, wenn man eine Steuer auf die Produktionsanlagen oder auf die Produkte erhebt.

Es ist zu hoffen, dass die Menschen die wir nicht mehr einsetzen können, nicht zu einer dahindämmernde Masse werden, sondern dass sich dort neue Energie sammeln kann die man zu Gunsten der Gesellschaft einsetzen kann.

Aber "Umverteilungsmöglichkeiten" sehe ich wenige.

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Was du rauchst, mag ich auch haben!

Dafür eine verfassungskonforme Rechtsgrundlage zu schaffen dürfte aussichtslos sein.

Je fortschrittlicher eine Gesellschaft ist desto geringer sind die Geburatenraten. Das ist nunmal einfach so.

Wenn besagte Staaten sich nicht an den Rentenkassen bedienen, Geld zweckentfremden, versicherungsfremde Leistungen aus Steuern bezahlen und Politik machen, die die Geburtenrate etwa bei 2,1 pro Familie hält, bleibt alles stabil.

Voraussetzung ist, dass der Mittelstandsbauch nicht zu sehr schrumpft, ergo die unteren und mitteleren Einkommen genug haben um zu konsumieren und Geld anzulegen.

Nun ja...

Was hat das mit rauchen zu tun...?

Menschen fertigen und produzieren in der Industrie. Roboter fertigen und produzieren in der Industrie.

Industrie zahlt für Manpower Abgaben, würde die Industrie für Roboter auch eine kleine Abgabe zahlen, würde das Sozialsystem wesentlich leistungsfähiger sein.

Industrie würde dennoch "sparen". Ein Beispiel: Ich hatte meine Ausbildung in der Elektroindustrie absolviert. 13 Jahre arbeitete ich als Industrieelektroniker. Dieser Betrieb hatte 100 Mitarbeiter. Würden die Maschinen (Bestückungsautomaten, Lötsysteme, Inspektionssysteme) wegfallen, bräuchte der Betrieb mindestens 500 Mitarbeiter um die selbe Quantität in der Produktion zu erhalten.

Das wären dann 500x Sozialabgaben. Müsste er die Maschinen "besteuern" müsste er Abgaben für ca. 150 "Mitarbeiter" bezahlen. 100 Arbeitnehmer und 50 Maschinen.

150 zu 500...

Dann müsste ich heute meine Sehhilfe nicht zu 100% selbst finanzieren und müsste nicht horrende Zuzahlungen zur Zahnpflege leisten, obwohl ich nun schon 26 Jahre lang schön brav einzahle...

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@Glumpgreisligs

Die Vorstellungskraft der meiste Menschen reicht nicht weit genug, um sich vorzustellen, welche Arbeiten schon heute von Roboter übernommen werden können. In Krankenhaus meiner Geburtsstadt in den Niederlanden bringen Roboter den Menschen das Essen am Bett. Sie heben den Deckel ab, und warten bis der Kranke sagt, dass alles gut ist, und sie selber essen können. Dann wünschen sie guten Appetit, drehen sich um und holen das nächste Essen für den folgenden Patient. In Deutschland redet man noch immer davon, dass im sozialen Bereich kaum Arbeitsplätze wegfallen werden. Sie irren sich hier im Land.

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Das ist die falsche Frage.

Richtige Frage: "Warum müssen nicht alle Arten von Einkommen gleich in die Sozialsysteme einbezahlen."

Wieso werden Kapital- und Spekulations-Einkommen nicht genauso für die Sozialsystem herangezogen wie die Einkommen durch Arbeit?

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