Sozialstunden schaff ich nicht wass soll ich tuen?

16 Antworten

Du hast, rechnerisch und wenn man die Wochenenden abzieht, noch acht Tage, die du für dich nutzen kannst - bei noch zehn zu leistenden Stunden, wären dies ein bis zwei Stunden pro Tag, die du noch ableisten musst. Das ist nicht unbedingt schön aber durchaus machbar. Gerade im Hinblick auf die Konsequenzen, solltest du diese Sozialstunden wirklich ernst nehmen und dich durchbeißen - ein möglicher Gefängnisaufenthalten sollte unbedingt vermieden werden und die Chance hast du.

Nun weiß ich, dass das manchmal leichter gesagt ist, als getan. Was du dafür brauchst, ist eine richtige Struktur und die scheint dir aktuell noch zu fehlen.

Dein Tagesablauf sollte eine gewisse Gleichmäßigkeit erfahren und mit festen Ritualen gefüllt werden. Das würde beispielsweise bedeuten, dass du morgens rechtzeitig aufstehst und dir deinen Morgen gestaltest - Musik, Frühstück und vielleicht noch etwas, was dich entspannt und unterhält. Vom YouTube-Video bis hin zum Buchkapitel ist da alles möglich. Dafür musst du natürlich zum einen frühzeitig aufstehen und dir auch das Suchen, was dir einen angenehmen aber geordneten Morgen beschert.

Selbiges gilt auch für den Nachmittag und Abend. Überlege was gemacht werden muss - beispielsweise deine Sozialstunden - plane sie direkt ein und lasse dir immer nach und vor einem wichtigen Vorhaben ein wenig Zeit zum verschnaufen. Zum Abend ist es dann wichtig, mit etwas Positivem abzuschließen. Nehme dir etwas, was du stets Abends machen kannst und was dir Freude bereitet. Ein deprimierender Abend führt meist in eine deprimierende Nacht.

Unter diesen Umständen, schaffst du dir Struktur und schaffst es auch ein bis zwei Stunden für deine Sozialarbeit unter zu bringen. Es geht aber da ist bei dir ja scheinbar noch ein wenig mehr. 

"Naja ich hab ein Bild auf fb gepostet wo ich vor einer Hakenkreuz flagge stand. Als die schule wieder anfing wurde ich wie auch sonst gemobbt beschimpft mit dem Tode bedroht."

Die Reaktion deiner Mitschüler ist sicherlich streitbar aber im Anbetracht dessen, wofür du dich auf dem Bild stark machst, kein Wunder. Ist dir bewusst, was du damit aussagst und gut heißt?

Wenn du dich stolz vor solch eine Flagge stellst, stellst du dich stolz vor Kinderleichen, die im Zuge der Kindereuthanasie getötet worden sind. Du stellst dich stolz vor mehre Millionen Leichen von Juden, Sinti und Roma, "Volksverrätern" und vielen anderen, die dem Führer nicht gefielen. Du stellst dir stolz vor eine Flagge die, wenn sie noch aktuell wäre, den Tod vieler derer bedeuten würde, die heute so wütend auf dich sind. 

Du hast vielen Menschen mit diesem Bild gesagt:

Du bist nichts wert, ich will das du stirbst. Ich bin die Herrenrasse und ihr seid Dreck.

Da wird dich die Reaktion deiner Mitschüler wohl kaum wundern oder? Mobbing ist generell sicher keine Lösung aber darauf mit einer solchen Ideologie zu antworten, kann und darf nicht der Weg sein - setze dich also einmal hin und überlege, was du dort eigentlich gemacht hast und vor was du dich stolz gestellt hast. Danach solltest du dir die Frage stellen, ob du darauf wirklich stolz sein willst.

Wenn du den Bedarf hast, kannst du dich gerne über einen Kommentar oder auch privat, die nötigen Informationen stehen in meinem Profil, melden und dann steht dir die Möglichkeit offen, dich über die NS-Zeit oder auch modernen Nationalismus zu unterhalten - vielleicht eröffnet sich dir dann auch ein neuer Blickwinkel. Weiterhin bietet sich auch das Internet als breit aufgestellte Quelle an - empfehlenswert wäre beispielsweise dieses Dokument:

https://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtg/mitteilungen3_2008/ns_verbrechen_pohl.pdf

Wenn deine Mitschüler merken, dass sich bei dir ein Wandel vollzieht, dann wird es auch nach und nach um deinen Stand in der Klassengemeinschaft besser bestellt sein. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, in Absprache mit einem Lehrer, einen Vortrag zu halten - auch mit Bezügen zu dir selbst. Das ist sicherlich nicht einfach aber keine eine große Wirkung erzielen, wenn du diesen richtig aufziehst.

Beweise Mut, denn dieser wird auch unter Umständen belohnt werden.

Im Endeffekt gilt es also Ordnung in dein Leben zu bringen. Eine Tagesstruktur und auch eine gedankliche Ordnung, in der du hinterfragst, wie du zu dem stehst, was du tust oder auch denkst. Das ist Selbstreflexion und diese ist das A und O, wenn man eine Veränderung herbeiführen möchte. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, dann wende dich an Lehrkräfte oder eine andere Vertrauensperson, die bereit ist, dir wirklich zu helfen - ohne dich dabei ideologisch zu indoktrinieren.

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und alles Gute auf deinem weiteren Weg.

Liebe Grüße.

Du brauchst jemanden, der dich dahin tritt. Du scheinst dein Leben fast auf ganzer Linie zu Kippen. Dein Problem ist mir sehr bekannt und ich kann dir aus Erfahrung sagen, du schaffst das nicht alleine... Deshalb ist es gut, dass es Hilfe gibt! 

Sprich mit deinen Eltern, wenn es von da nicht genug Unterstützung gibt, wovon ich ausgehe, bleibt nur noch der unangenehme gang zum Jugendamt, die helfen dir gerne weiter. Das ist ein sehr schwerer gang, du kannst es aber schaffen. Nein... du MUSST es schaffen wenn deine Eltern dir die dementsprechende Hilfe nicht geben können. sonst ist es vorbei mit deiner Zukunft. Arbeitslosigkeit und damit einhergehende Armut und Unsicherheit sind die Folge. Sei nicht unbelehrbar, dass du hier gefragt hast ist schon ein sehr guter Anfang also mach weiter!

Wenn du zufällig aus der Aachen kommst, oder wenigstens in der nähe, helfe ich dir auch gerne persönlich.

Mfg

trickytricky91

Vor dem Prozess hattest du doch sicher Kontakt mit einem Vertreter von der Jugendgerichtshilfe. Falls du von wem die Telefonnummer noch weisst oder weisst, wo sein Büro ist, dann ruf den an oder besuche ihn in seinem Büro. Erkläre ihm dann,warum du es nicht schaffst, die Sozialstunden abzuleisten. Vielleicht kann der dir helfen.

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