Sozialphobie: Angst zum Arzt zu gehen und sich Hilfe zu holen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe ebenfalls eine Sozialphobie :) Bin allerdings erstmal wegen meiner Depression zu meinem Hausarzt.

Ich kann dir eines raten: Der Besuch beim Arzt wird dir vielleicht nicht leicht fallen, aber später wirst du darüber lachen und vor allem stolz auf dich sein! Diesen Schritt zu wagen ist sehr gut :)

Bei mir war das so, dass die Angst so weiterleben zu müssen viel größer war, als die Angst eine Therapie zu machen oder zum Arzt zu gehen :) Das hat mich motiviert, zu meinem Hausarzt zu gehen.

Du könntest auch sofort eigenständig einen Psychotherapeuten suchen, bei dem die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Dann rufst du da an und schilderst schon mal kurz deine Symptome und machst einen Termin für ein Erstgespräch aus. So sparst du dir den Umweg zum Arzt und bist gleich bei der richtigen Person.

Ich bin mir sicher, dass du das schaffst. Ganz viel Kraft an dich :) Und eine Diagnose ist in den meisten Fällen nur etwas, das man eh schon unterbewusst wusste ;) Es ist nur eine Bezeichnung auf einem Zettel. Nur weil du jetzt den Namen davon weißt, verändert es dich nicht. Es war ja vorher auch da, nur dass du die Bezeichnung nicht wusstest. Habe keine Angst davor, sondern denke nur daran, dass du gesund werden willst!

Achja, falls du das mit dem Arzt doch machst: Schreibe doch einfach deine Symptome stichpunktartig auf und gebe das Papier dem Arzt. Er wird es sicherlich verstehen, dass du nicht so einfach darüber reden kannst.

Netter Nickname übrigens - erst jetzt gesehen :)

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Danke für deine ausführliche Antwort! Das hat mir jetzt tatsächlich ein bisschen geholfen und mich n bisschen ermutigt :)

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@HerlockSholmes

Freut mich :)

Ja, klar, das schaffst du! Gib die Hoffnung nicht auf.

Wenn du dann erstmal eine Therapie hast und die schon bisschen machst, dann kann ich dir eine Selbsthilfegruppe empfehlen. Ich habe jetzt schon 1,5 Jahre Therapie hinter mir und bin vor kurzem einer Selbsthilfegruppe zum Thema Angststörungen und Depressionen beigetreten. Allein schon jedes Treffen ist zwar bei einer Sozialphobie schon Überwindung, aber es tut gut :) Du bist unter Gleichgesinnten, die offen und verständnisvoll miteinander umgehen und sich gegenseitig Tipps geben.

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Das ist der Teufelskreis einer Soziophobie. Man braucht dringend hilfe, hat aber Angst zum Arzt zu gehen.

Ich rate dir desshalb, direkt zu einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie zu gehen. Dort herrscht kein klassisches "Arztpraxis-Klima" bzw. gibt es keine weissen Kittel, Labor etc. Ein Psychiater ist meist völlig normal gekleidet und auch die Warteräume erinnern wenig an eine Hausarzt-Praxis.

Zudem wirst du bei einer ausgeprägten Soziophobie früher oder später ohnehin dort landen, da Psychaiter spezialisiert auf psychische Erkrankungen sind.

Bezüglich Diagnosen brauchste keine Angst zu haben, einfacher gesagt als getan, ich weiss. Diagnosen können auch einen Anhaltspunkt und eine Erleichterung für dich sein, um zu wissen, womit es du genau zu tun hast.

Da du deine Diagnose vermutlich schon einschätzen kannst wirst du beim Psychiater wohl wenig überraschendes erleben. Viel mehr wird es um die Behandlung deiner Soziophobie gehen. Dabei gibt es 2 Verfahren, die häufig zur Anwendung kommen:

  • Psychotherapie, vor allem Verhaltenstherapie. Dort lernst du dich dosiert deinen Ängsten zu stellen und schrittweise wieder in ein normales Leben zurück zu finden.
  • Bei starken sozialen Ängsten kommen auch Medikamente, vor allem Antidepressiva der SS(N)RI-Klasse zum Einsatz (z.B. Sertralin). Diese wirken sehr zuverlässig gegen Angststörungen, sind jedoch leider mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden.

Ängste lassen sich im Vergleich zu anderen psychischen Erkrankungen relativ gut behandeln, sowiet der Vorteil der ganzen Sache.

Schlussendlich bleibt es an dir zu entscheiden ob du länger in diesem Zustand verharren willst oder dich überwindest einen Schritt Richtung Besserung zu gehen.

Ich kenne diese Angst davor zu einem (fremden) Arzt zu gehen und dann auch noch über so 'intime' Probleme zu reden nur zu gut.

Im schlimmsten Fall sage ich oft einfach, dass es mir eigentlich total gut geht, obwohl eigentlich das Gegenteil der Fall ist.

Das beste ist, wenn du dir gar nicht jedes kleinste Detail im Kopf ausmalst.

Überlege dir wieso genau du zum Arzt gehen möchtest.
Es ist ja meistens so, dass dich ein Arzt als erstes fragt,wieso du du bist. Überlege dir eine kurze Antwort. Ein Schlagwort.

In deinem Fall würde es schon ausreichen, wenn du ihm sagst, dass du die Vermutung hast unter einer Sozialphobie zu leiden.

Mehr nicht. Das reicht erstmal aus. Der Arzt weiß Bescheid, weshalb du da bist und nimmt das Gespräch dann in die Hand. Den wichtigsten und 'schlimmsten' Teil hast du dann ganz einfach hinter dich gebracht.

Für den restlichen Verlauf des Gespräches kannst du dir Notizen machen und dir alle Gedanken, die du im Bezug auf die Sozialphobie hast aufschreiben. Die Notizen nimmst du dann mit und schaust, ob du sie brauchst oder nicht.

Ich mag dir noch kurz zwei Beispiele nennen.

Ich bin mal zu meinem Hausarzt gegangen, weil ich Hilfe brauchte, weil ich Angst hatte, dass ich mir das Leben nehme.

Auf dem Weg dorthin habe ich mir noch total viel überlegt, was ich den alles sagen könnte, also ich wollte diesen Gedanken begründen. Als ich dann mit dem Arzt gesprochen habe, habe ich nicht mehr rausgebracht, dass ich Angst habe mich umzubringen. Der Arzt hat dann gar nicht weiter nachgefragt, sondern hat mich direkt eingewiesen.

Im Endeffekt dachte ich mir, dass das viel leichter war, als ich gedacht habe. Der Arzt brauchte gar nicht alle Informationen von mir.

Das zweite Beispiel kommt meinem Tipp sehr nahe. Nachdem ich einen Termin bei einer Psychiaterin total vermasselt habe, weil ich ihr gesagt habe, dass es mir eigentlich ganz gut ginge und weil ich mich von ihr nicht ernstgenommen gefühlt habe... , hatte ich einen Termin bei einem anderen Psychiater. Ich hatte Angst diesen Termin auch wieder zu vermasseln. Ich habe mir dann überlegt,was ich eigentlich möchte. In dem Fall wollte ich Anti-Depressiva probieren. Also bin ich dahin gegangen und habe als erstes gesagt, dass ich da bin, weil ich Anti-Depressiva haben möchte. Er hat mir dann noch ein Fragen gestellt, die ich alle gut beantworten konnte. Dann meinte er, dass er mir ein Rezept ausstellen wird. Ich habe dann meine Notizen rausgesucht und ihm noch ein paar Fragen gestellt, die ich in Bezug auf die Medikamenten Einnahme hatte.

Mit diesen Beispielen möchte ich darstellen, dass Arzttermine oft gar nicht so schlimm sind, wie man manchmal denkt.

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