Wie kann ich meine Sozialphobie loswerden?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Regel Nummer eins auf Gutefrage.net:
Nicht umsonst wirst du beim Erstellen einer Frage permanent am Rande zugespammt, dass du Absätze machen sollst. Also bitte.. macht die doch. Das erleichtert das Lesen ungemein.
Ich kenne das, wenn man einfach sich alles von der Seele schreibt, dann achtet man darauf nicht ^^ Allerdings ist das mit Absätzen wesentlich besser zu lesen.. Aber will gar nicht meckern. Meine Antwort:

Ich habe auch in der 11. Klasse einer FOS meine Sozialphobie bemerkt bzw. da den ungefähren Anfang festgemacht. Ich bin wegen meiner Depression in Therapie gegangen und habe auch etwas meine Sozialphobie thematisiert.

Jede Phobie bekämpft man gleich. Nämlich indem man sich der Angst stellt. Einfacher gesagt als es getan ist. Das weiß ich selbst nur zu gut!

Das mit dem rot werden oder zittern scheint darauf hin zu deuten, dass die Soziale Angststörung bei dir ausgeprägter ist. Das mit dem wo man hinschauen soll, kenne ich auch nur zu gut ^^ Das mit dem Fragen stellen kenne ich auch ^^ Ich habe immer gewartet, ob jemand die gleiche Frage noch stellt oder ich habe sie meiner Banknachbarin gestellt. Das ging dann noch eher.

Die Angst vor der Angst ist auch typisch. Leider..

Das mit dem Essen kenne ich auch etwas. Es ging bei mir schon, allerdings achte ich immer darauf, dass es gut zu essen ist und nicht ganz unästhetisch ausschaut. Einen Döner könnte ich nicht vor anderen essen.

Auch das mit den Vorträgen deutet daraufhin dass es bei dir echt stark ausgeprägt ist. Insofern ist professionelle Hilfe angebracht! Dafür braucht man sich nicht zu schämen. Wenn du ein Bein gebrochen hast, dann gehst du ja schließlich auch zum Arzt. Es ist nicht schlimm, wenn man professionelle Hilfe für die Psyche braucht :)

Du hast kein Selbstbewusstsein. Du gehst direkt davon aus, dass du Fehler machst und dass andere nichts mit dir zu tun haben wollen. Wieso? Gibt es dafür Gründe in deiner Vergangenheit? Wurdest du von deinen Eltern nicht liebschätzend behandelt oder hast du Mobbing erfahren?

Mhm okay.. jetzt habe ich es annähernd ganz durchgelesen und ich sage dir: Suche dir Hilfe. Deine Phobie ist sehr stark ausgeprägt und beeinträchtigt dich in fast jedem Alltagsschritt.

Ich mache ebenfalls eine Therapie und kann dir dazu viel sagen, wenn du magst :) Frage einfach :)

Du willst nicht, dass jemand von deiner Angst erfährt. Wen genau meinst du? Es ist nicht schlimm ein Problem zu haben. Es ist erst schlimm, wenn man es sich nicht eingestehen will oder nichts dagegen macht. Du hast den ersten Schritt gewagt und suchst hier Hilfe! Sehr gut! Weiter so! :)

Der zweite ist, dass du beispielsweise zu deinem Hausarzt gehst und ihm das ganze mit deinen Symptomen schilderst. Er kann dich zu einem Psychotherapeuten weiterleiten. Die Überweisung ist nicht mehr notwendig, du kannst auch selbst einen Therapeuten suchen. Ich fande es nur mit der Hilfe vom Hausarzt einfacher ^^

Wenn du die Therapie machst, dann muss niemand davon was erfahren. Ich selbst gehe jeden Donnerstagabend zur Therapie. Davon erfährt die Schule, die Klasse und meine Freunde nichts. Deine Eltern erfahren schon etwas, weil du wahrscheinlich wegen deiner Phobie selten außer Haus gehst und echt nur wegen Schule das Haus verlässt oder? Wenn man dann noch jede Woche zur selben Zeit am selben Tag das Haus verlässt, dann wirft das Fragen auf. Sag deinen Eltern, dass du ein psychisches Problem hast und du damit alleine nicht klarkommst. Egal was sie sagen, mache dann einfach weiter mit deinem Plan (Hausarzt, Psychotherapeut, Therapie beginnen). Du musst ihnen erstmal nichts genaues sagen!

Das mit den Wahnvorstellungen würde ich beim Hausarzt auch ansprechen. Das ist auch besorgniserregend, allerdings habe ich dazu keine Erfahrung und kann dir nichts raten.

Liebe Grüße :)
"Wahre Stärke bedeutet nicht nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen!" Kämpfe weiter :)

P.S.: Google nach dem Thema und schau dir Videos zum Thema Sozialphobie auf YouTube an. Man findet auch viele Videos, wie andere damit umgehen. Schau dir mal den Channel AndreTeilzeit an.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LongTimeNoSee
05.12.2016, 02:44

Ehm ja sry war mir bis dahin nicht ganz bewusst, danke.

Hätten mich damals meine Eltern nicht gezwungen, zum Arzt zu gehen als ich meinem Daumen gebrochen hatte, wäre ich selbst nicht zum Arzt gegangen.

Wenn mich jemand anspricht, ich etwas Vortragen, vorlesen oder iwas in der Richtung machen muss kriege ich all diese Symptome sofort, auch wenn ich mir einrede, dass ich es schaffe. Nur ich schaffe es, fast, nie und blamier mich dann und bin noch frustrierter und dann ist mein ganzer Tag im ars..  und meine Angst steigt noch mehr.

Wieso ich diese Angst habe, kann ich mir selbst nicht erklären. Ich wurde nicht gemobbt. Schon im Kindergarten redete ich mit niemandem, musste mit 6 zu einem Psychologen, da meine Eltern dazu gezwungen wurden, weil ich mit niemandem redete. Naja das einzige was sein könnte ist, dass ich damals von häuslicher Gewalt betroffen war und mir meine Eltern immer damit Angst gemacht haben, dass falls ich iwas anstelle zum Jugendamt gehen muss. Aber, auch wenn das komisch klingt, hat das mir nicht viel ausgemacht.

Ich rede mir auch sehr oft ein, dass ich gar kein Problem habe und ich dafür keinen Psychologen brauche - auch wenn ich mir oft wünsche, dass ich in einer Therapie wäre. 

Ich möchte einfach nicht, dass jeder denkt, ich wäre krank, auch wenn ich das (vllt?) bin. Ganz besonders nicht meine Eltern, Brüder.

Ich weiß nicht, ich traue mich einfach nicht dorthin zugehen. Die Angst, dass es jeder weiß ist größer, als der Wille Hilfe zubekommen. Auch wenn mir jeder schreibt, ich solle eine Therapie machen und ich es selber auch weiß, werde ich es sowieso nicht machen - ich trau' mich nicht.

Meine Eltern interessieren sich eig. nicht für mich. Sie würden es auf die Pubertät schieben, es verwandten erzählen, die würden es anderen erzählen und am Schluss wüsste es jeder.

Du hast Recht, ich geh' so gut wie nie raus, auch wenn mich Freunde fragen. Meine Eltern würden es merken. Ich hab' jetzt schon Probleme mit meinen Eltern, wegen der Schule. Ich seh' einfach keinen Sinn drin, zu lernen. Ich hab' nichts, dass ich anstrebe -wofür es sich lohnen würde.

Ich weiß, dass ich dorthin muss falls ich will, dass mir geholfen wird. Aber was wenn ich das einfach nicht kann, meine Angst zu groß ist? Ich traue mich ja schon mit einer neuen Frisur fast nicht in die Klasse, weil ich nicht drauf angesprochen werden will. 

Danke, dass du mir helfen willst und sry für den langen Text.

Danke für den Tipp. Nur leider hab' ich eig. schon jedes Video dazu angeschaut. Andre Teilzeit verfolge ich auch schon seit vllt. 1 1/2 Jahren aber naja ich weiß nicht iwie klappt das alles nicht. 

0

Ich schätze mal, du bist ein 100% Introvertierter. Da unsere Welt zur Zeit ziemlich von den Extravertierten dominiert wird, gehst du da leider ein bisschen unter. Und denkst, du bist irgendwie "falsch", was aber mit Sicherheit nicht stimmt.

Lies dich mal ein bisschen in das Thema ein.
z.B. hier: http://www.introvertiert.org/
Ein gutes Buch ist das von S. Cain: "Still"


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TheTrueSherlock
04.12.2016, 00:04

Merke: Introvertiert ≠ Schüchtern ≠ Sozialphobie

Der Fragesteller hat ein größeres Problem und das ist sicherlich nicht nur Introversion.

0

Was möchtest Du wissen?