Sozialhilfe/Miete für Wohnen im Haus der Mutter?

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2 Antworten

Wenn die Tochter mit der Mutter zusammen in einem Haus lebt käme es erst mal darauf an wie alt die Tochter ist und wie ihre Krankheit ihre Arbeitsfähigkeit beeinflusst !

Also wenn sie dauerhaft pro Tag nicht min. 3 Stunden arbeiten könnte würden ihr Leistungen vom Sozialamt nach dem SGB - Xll zustehen,vorrangige Leistungen wie Rente müssten dann beantragt werden,die dann auf den Bedarf der Tochter angerechnet würde.

Da würden dann der Tochter auch unter 25 Jahren 50 % der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) zustehen bzw.wenn sie in einem Eigenheim / Eigentumswohnung leben dann 50 % der Neben / Betriebs / Heizkosten.

Dazu käme dann min. noch der derzeitige Regelsatz für ihren Lebensunterhalt von 404 €.

Das Einkommen der Mutter bzw.der Unterhaltspflichtigen hätte dann jeweils bis 100 000 € Brutto Jahreseinkommen keinen Einfluss auf den Anspruch,erst wenn die Mutter mehr verdienen würde bzw.die Unterhaltspflichtigen,würde der Unterhalt natürlich auf den Bedarf angerechnet.

Würde der Tochter Pflegegeld zustehen darf das nicht auf Sozialleistungen angerechnet werden.

Wenn sie aber arbeitsfähig ist und noch nicht min. 25 Jahre alt,dann würde die Tochter mit ihrer Mutter zusammen im Haus eine BG - ( Bedarfsgemeinschaft) bilden,wenn die Tochter z.B.ihren Bedarf nicht aus eigenem Einkommen decken könnte.

Dann hat die Tochter unabhängig vom Einkommen / Vermögen der Mutter keinen eigenständigen unabhängigen Anspruch auf ALG - 2,den würde sie dann unter 25 nur gemeinsam mit der Mutter haben,weil die Mutter dann nach dem SGB - ll noch unterhaltspflichtig wäre.

Erst wenn die Tochter min. 25 wäre hätte sie in der Regel dann auch hier einen eigenständigen Anspruch auf ALG - 2 Leistungen,weil sie dann ihre eigene BG - im Haus der Mutter bilden würde,wenn diese sie nicht weiterhin freiwillig unterstützen möchte.

Ist die Tochter also arbeitsfähig und noch nicht min. 25 kommt es auf das Brutto und Nettoeinkommen der Mutter an und was sie an Vermögen hat,nur wenn die Mutter nach Abzug von Freibeträgen auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll vom Nettoeinkommen den Bedarf der beiden nicht decken könntet,könnte dann ggf.ein Anspruch auf Leistungen bestehen.

Das Vermögen darf dann die Grenze des so genannten Schonvermögens auch nicht übersteigen,dass liegt pro Personen und Lebensjahr bei derzeit 150 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen,min.aber 3100 € + einmalig diese 750 €.

Gilt aber nur im SGB - ll,bei Leistungen nach dem SGB - Xll vom Sozialamt liegen diese Freibeträge zwischen 1600 € - 2600 €.

Kommentar von Madmoisele
29.10.2016, 19:36

Mein allerherzlichstes Dankeschön für die Auskunft und Ihre Mühe. Ich werde Ihre Antwort an meine Freundin weiterleiten.

Ich bitte sehr, Sie nochmals fragen zu dürfen, falls noch Unklarheiten bestehen.

Lieben Dank

MADMOISELE

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Pflegegeld kann sie beantragen. Miete? Nee, dann hätte die Mutter Mieteinnahmen, die sie versteuern müsste.

Kommentar von Madmoisele
29.10.2016, 14:36

Aber müssen das nicht auch andere Vermieter, die an Sozialhilfeempfänger vermieten? Danke.

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