Sozialhilfe - Kindergeld

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3 Antworten

Das Kindergeld wird auf deinen Bedarf angerechnet,weil du es ja bekommst und außerdem nicht mehr zu Hause wohnst !

Selbst wenn du noch zu Hause wohnen würdest,würde das Kindergeld auf deinen Bedarf angerechnet,weil es zu deinem Einkommen gezählt würde.

Eine Ausnahme würde das Kindergeld dann nur machen ( wenn du noch zu Hause wohnen würdest ) wenn du zu deinem Kindergeld noch anderes Erwerbseinkommen erzielen würdest ( Azubi Vergütung ) das dann nach dem Abzug deiner Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll plus dein Kindergeld von 184 €,dein anrechenbares Einkommen ergeben würde.

Läge dieses anrechenbare Einkommen dann über deinem Bedarf,der dir bei deinen Eltern zustehen würde ( mit 18 Jahren und zu dritt in der Wohnung,würden das für dich 313 € Regelsatz + 1 / 3 Kopfanteil der Kosten für Unterkunft und Heizung,Warmmiete sein ) dann würde dieser Überschuss auf dein Kindergeld angerechnet.

Diesen Überschuss des Kindergeldes würdest du dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen und dieser würde dann auf deine Eltern verteilt und ihre Leistungen um diesen Betrag gekürzt.

Das gilt aber nur für das nicht mehr benötigte Kindergeld,andere Einkommen der Kinder dürfen nicht auf die Eltern angerechnet werden,da Kinder im SGB - ll nicht zum Unterhalt verpflichtet sind.

Verstehe ich nicht. Also ich bzw eigentlich gehts nicht um mich erst mal sondern um einen fiktiven fall. Also die Person kriegt kein Hartz 4 ist auch nicht darauf angwiesein, sondern kriegt bafög und kindergeld. Sie fragt sich aber nur ob nun dass Kindergeld trotzdem als "einkommen" der Eltern berechnet wird vom amt so dass dieser von ihrem bedarf abgzofgen wird, da die Eltern hartz 4 kriegen, die Person allerdings nicht zu Hause bei den Eltern wohnt

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@blubbi94

Wenn die Person in ihrem eigenen Haushalt lebt,darf das Kindergeld nicht bei den Eltern angerechnet werden !

Es muss dem Jobcenter nur belegt werden,dass das Kindergeld tatsächlich an das Kind ausgezahlt bzw.überwiesen wird,also am besten überweisen,dann kann man das anhand aktueller Kontoauszüge immer nachweisen.

  • Es würde eh nicht das Einkommen der Eltern sein,auch wenn das Kind noch zu Hause leben würde,es sei denn,dass das Kind neben Bafög - noch ein Nebeneinkommen hätte und nach dem Abzug von Freibeträgen + das Kindergeld und dem Abzug des eigenen Bedarfes im Haushalt der Eltern,noch einen Überschuss hätte,welchen das Kind zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würde.

Dieser Überschuss würde dann dem Kindergeld zugerechnet ( bis max.auf die Höhe des Kindergeldes,danach ist eine Anrechnung nur noch freiwillig möglich ) welches das Kind zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigt und dieser würde dann dem Bedarf der Eltern zugerechnet und ihre Leistungen um diesen Betrag gekürzt.

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Nein ;) Sie kriegen nicht, es steht ihnen auch nicht zu und es wird nicht an sie ausgezahlt - keine Grundlage für die Berechnung

Soweit die Eltern dem Kind Unterhalt schulden und dem Kind stattdessen das Kindergeld überlassen, gilt das Kindergeld nicht als Einkommen der Eltern beim Bedarf an ALG II ("Hartz IV").

Wenn das Kind aber genügend eigenes Einkommen hat - etwa aus Jobs -, dann schulden die Eltern dem Kind ja keinen Unterhalt mehr, oder nicht mehr so viel.

Dann wird der Teil des Kindergeldes, das das Kind nicht benötigt, um auf seinen normalen Satz an Unterhalt zu kommen, wieder Einkommen der Eltern.

Anrechenbar auf deren ALG II.

Gruß aus Berlin, Gerd

Hallo Gerd !

Meiner Meinung nach,trifft das aber nur zu,solange das Kind noch zu Hause lebt,macht es aber nicht,es stellt ja seine eigene BG - in der eigenen Wohnung dar.

Gruß aus Thüringen,isomatte

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@isomatte

Hallo isomatte,

die Abzweigung des Kindergeldes wurde ja eigens eingeführt zur Vereinfachung des Verfahrens in dem Fall, dass Eltern einem Kind außer Haus nicht genügend Barunterhalt mitgeben während einer Ausbildung.

In dem Fall musste das Kind neuerdings nicht mehr seine Eltern verklagen beim Familiengericht, sondern konnte einfach eine Abzweigung beantragen bei der Kindergeldkasse - und die Eltern mussten meckern, wenn sie damit nicht einverstanden waren,

was sie selten taten, wenn sei eh im Unrecht waren, weil sie zu wenig Bar-Unterhalt leisteten.

Wohnt das Kind hingegen zu Hause, gibt es U18 ohnehin keine Pflicht zum Bar-Unterhalt. Und ab 18 kann der Sach-Unterhalt (Miete, Heizung, Essen, Schampoo usw.) gegenden Bar-Unterhalt aufgerechnet werden, den die Eltern dem Kind schulden.

Deshalb spielt die Abzweigung des Kindergeldes so gut wie keine Rolle, wenn das Kind zu Hause wohnt.

Denn das Kind müsste dann ja nachweisen, dass es zu wenig Sach-Unterhalt erhält. Was gar nicht so einfach ist ...

Falls kein Recht auf Taschengeld in Form von Bargeld existiert, was ich nicht weiß.

Gruß aus Berlin, Gerd

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@GerdausBerlin

Hallo Gerd !

Das ist mir ja alles bekannt und auch verständlich.

Aber einer Abzweigung würde die Familienkasse gar nicht zustimmen,solange das Kind noch im Elternhaus lebt,dann hat es eh keinen Anspruch auf das Kindergeld.

Es geht ja aber darum,dass das Kind nicht mehr zu Hause lebt und somit auch nicht mehr der BG - angehört. Deshalb darf auch kein überschüssiges Kindergeld,welches dann ggf.zur eigenen Bedarfsdeckung im eigenem Haushalt nicht mehr benötigt wird,auf den Bedarf der Eltern angerechnet werden.

Das ist nur in einem gemeinsamen Haushalt möglich.

Gruß aus Thüringen,isomatte

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@isomatte

Da kann ich nicht ganz zustimmen, isomatte!

A) Wenn ich zu Hause wohne und 18 bin und z. B. einen Unterhalts-Anspruch von 670 habe als Student. Aber meine Eltern geben mir nur 330,- in Form von Unterkunft und Heizung.

Dann habe ich noch Anspruch auf Bar-Unterhalt. Kriege ich den nicht in Bar von den Eltern, kann ich auch zu Hause eine Abzweigung beantragen von der Kindergeldkasse.

B) Wenn ich auswärts wohne und keinen Bedarf habe an Kindergeld - etwa aufgrund meines Vermögens -, warum sollte dann das Kindergeld nicht bei den Eltern als Einkommen angerechnet werden?

Gruß aus Berlin, Gerd

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