Soziale Phobie und Menschen kennen lernen.. ._.

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8 Antworten

Hey c:

Also fest steht, dass du Hilfe brauchst, aber das muss nicht in Form einer Therapie sein. Wenn du dir allerdings doch professionelle Hilfe suchen solltest, dann sieh das nicht als Niederlage. Es ist verdammt schwer sich zu Überwinden einen Psychologen aufzusuchen. Man muss sich über sein Problem im Klaren sein, den Willen haben das zu ändern und das vertrauen in einen Menschen, den man nicht kennt. Du musst dich dazu überwinden deine tiefsten Gefühle einem anderen Menschen preis zu geben und ja, das ist verdammt beängstigend (besonders bei einer sozialen Phobie), weswegen du viel Kraft brauchst. Sehr viel Kraft. Daher wäre diese Entscheidung keine Niederlage, sondern ein erster Sieg gegen deine Ängste.

Trotzdem ist das nicht der einzige Ausweg. Du brauchst Freunde in deiner Nähe, die dich unterstützen. Wenigstens eine Person. Kennst du eine Person, die dich unterstützen könnte?

SilverJay 01.09.2013, 23:22

In meinem näherem Umfeld kenne ich niemanden. Zu meinen Eltern habe ich ein relativ zwiespältiges Verhältnis. An sich könnte ich bei ihnen immer mit sowas ankommen, tue es aber nicht da ich sie nicht leiden kann. (Was auch seine Gründe hat, die hier aber nichts zur Sache spielen)

An sich währe es ein Sieg ja, nur für mich währe es eben eine Niederlage, da ich mit vielem bereits alleine sehr gut klar gekommen bin und es gerne wieder schaffen würde. Aber ja, wenn es sich nicht vermeiden lässt werde ich professionelle Hilfe dazu holen. Danke für die Antwort.

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ProfNight 01.09.2013, 23:34
@SilverJay

An sich währe es ein Sieg ja, nur für mich währe es eben eine Niederlage, da ich mit vielem bereits alleine sehr gut klar gekommen bin und es gerne wieder schaffen würde. Aber ja, wenn es sich nicht vermeiden lässt werde ich professionelle Hilfe dazu holen.

Wenn du zu einem Therapeuten gehen würdest, würdest du das ja auch alleine schaffen. Es wäre deine Entscheidung, dein Anruf, dein Termin, deine Sitzung, die du ganz alleine in die Wege geleitet hast. Niemand sonst würde das für dich tun, oder? Darüber hinaus würdest du während einer Therapie trotzdem alleine gegen deine Ängste kämpfen müssen. Ein Psychater kann dich nicht umprogrammieren, er kann dir nur zeigen, wie du es schaffen kannst.

Danke für die Antwort.

Kein Problem ^^

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SilverJay 01.09.2013, 23:42
@ProfNight

Öhh, da fehlen mir grade die Worte. Das stimmt wohl.. irgendwie ist mir diese Denkweise all die Zeit komplett entgangen. Ja, sprachlos. ._.

Danke. x)!

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Meine Tante hatte dieses Problem auch. Es hat angefangen, als sie so ca. 20 war und dann hat sie sich echt nicht mehr aus dem Haus getraut, weil sie immer Panikattacken bekommen hat draußen, auch wenn sie eigentlich keine Angst haben müsste... Sie ist inzwischen 38 und hat einen Sohn, der ihr bis vor kurzem ganz viel helfen und beistehen musste weil es ihr so dreckig ging... Dann war es vor einem Monat ungefähr so schlimm, dass sie ins Krankenhaus eingwiesen wurde und für 3 Wochen eine Therapie gemacht hat. Die war so gut, dass sie sich inzwischen ohne Probleme aus dem Haus traut. Aber es hat 18 Jahre gedauert, bis sie das überwunden hat... An deiner Stelle würde ich sofort eine Therapie machen. Du hast dein ganzes Leben noch vor dir. Versau es dir nicht so wie meine Tante...

SilverJay 01.09.2013, 22:40

Bei mir liegt es aber auch viel dadran das ich einfach nicht weiß wie es geht. Genauso bekomme ich echt Panik wenn ich etwas tun muss, das ich nicht kann. z.B in der Schule oder Ähnliches.

Eine Therapie währe für mich "bevorzugt" die 2. Wahl, einfach weil ich bis jetzt alles ohne Thera. in den Griff bekommen habe, und auch dieses Problem schon für men Ego ohne bewältigen möchte, aber gut.. wenn es nicht anders geht werde ich das wohl müssen.

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Hattest du schon mal Medikamente dagegegen? Ich will jetzt nicht Tabletten als Empfehlung hier hinstellen, aber ich habe, hatte besser gesagt auch eine Soziale Phobie, die ich durch Medikamente verloren habe. Hatte davor Panik vor jedem Schultag, hatte überhaupt keine Freunde, galt als der, der nie redet, musste die Schule abbrechen. Hatte zwei Psychotherapien die gleich 0 gebracht haben. Vor allem geärgert hat mich dass meine Therapeutin mich gefragt hat warum ich so eine Angst vor Menschen habe, "dir tut ja keiner was."; und hat dauernd nach Ursachen gesucht. Ich hab keinen blassen Schimmer, das kam bei mir einfach so, dazu braucht es keine Gründe. Soziale Phobie in der Ausprägung ist eine psychische Krankheit, das ist schon weit über dem "schüchtern sein". Aber zurück zum Thema, letztes Jahr habe ich das Medikament Gladem bekommen, und meine ganzen Sorgen in der Hinsicht auf soziale Situationen, waren wie weggeblasen. Aber Menschen sind verschieden, nur weils bei mir Wunder wirkt heißts nicht dass es bei dir auch so sein muss. Trotzdem empfehle ich einen Gang zum Psychiater. Alles Gute.

SilverJay 02.09.2013, 18:18

Vielen Dank für die lange und ausführliche Antwort. Nur hat es bei mir klare Ursachen, zumindest bin ich mir da ziemlich sicher, das ist der 1. Unterschied.

Zum anderen vertraue ich Medikamenten nicht besonders, der Vorschlag mit der Therapie erscheint mir sinnvoller, alleine da meine Angst auch viel damit zu tun hat das ich nicht weiß wie ich mich zu verhalten habe, gegen Unwissenheit helfen leider keine Medikamente (würde mich zumindest überraschen wenn doch gg )

Den gang zum Psychiater werde ich auch nehmen. :)

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Ich habe genau das selbe problem!! ist gibt da auch so bestimmt grüppchen von leuten,,und da hat man schon angst zuzugehen:/ich meine ein therapie würde nicht schaden?

SilverJay 01.09.2013, 22:24

Das Problem dabei ist das ich jemand bin der es erst alleine versucht. So habe ich schon extrem viel geschafft, jetzt ohne Alternative eine Therapie zu starten währe für mich eine Niederlage, eine Niederlage die ich nicht brauche.

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andi0053 01.09.2013, 23:18
@SilverJay

Du musst nicht alles selbst schaffen - was du bis jetzt erreicht hast, ist schon großartig. Aber bei körperlichen Beschwerden würdest du ja auch zum Arzt gehen und dich nicht selbst verarzten - warum nicht auch hier?

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SilverJay 01.09.2013, 23:34
@andi0053

Auch zum Arzt gehe ich nur im Notfall wenn es nicht anders geht. Wunden verheilen auch so, Grippe und Ähnliches gehen auch ohne Wundermittel wieder weg. Aber ich versteh was du meinst und ja, ich sollte nicht alles alleine schaffen wollen, ich weiß. :/

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Hast du schon eine Therapie gemacht? Wenn es so stark ist, würde ich schon dazu raten. Rede am besten mit deinen Eltern (deiner Mutter) darüber bzw. informiere dich genauer. Ich habe letztens auch ein gutes Buch mit dem Titel "Das Buch für Schüchterne" von Borwin Bandelow gelesen, wo auch das Thema Soziale Phobie behandelt wird. Das kann ich dir sehr empfehlen. Ggf. könntest du dir auch Rat von der www.telefonseelsorge.de bzw. nummergegenkummer.de holen, die bieten auch Internetberatung an, wenn du nicht gerne telefonierst.

Ich kann dich verstehen, da ich selbst auch schüchtern bin, aber in gewissen Situationen musst du dich der Angst stellen, damit es besser werden kann. Ich z. B. habe mich gezwungen, mit Fremden zu reden (einfach nur nach einer Straße, der Uhrzeit etc. zu fragen) - mit der Zeit ist mit das immer leichter gefallen und ich war stolz darauf.

Bzgl. deines Schulabschlusses: Wenn möglich, solltest du diesen nachholen. Du kannst dich sicher (zumindest für das nächste Jahr?) an einer Schule anmelden. Die Idee, ein soziales Jahr zu machen, ist sicher auch gut, aber du solltest dich nicht überfordern und dir das einmal gut überlegen.

Auf jeden Fall können wir hier nur begrenzt helfen, es wäre gut, wenn du Unterstützung durch Menschen in deinem Umfeld hättest - ggf. eine Therapie machen könntest.

Alles Gute!

SilverJay 01.09.2013, 23:28

Ich war ein halbes Jahr in Therapie, da ging es aber eher um SVV und andere Probleme.

Das Buch währe für mich nicht so gut, da mich solche Sachen irgendwie sehr schnell mitnehmen und darein ziehen. Aber Danke für die Idee.

Ich mache ein Fernstudium dafür. Diesbezüglich habe ich schon Ideen, war auch vor einer Woche beim Arbeitsamt und habe mich dort beraten lassen.

Das hier nur bedingt geholfen werden kann weiß ich, ich habe/hatte die Hoffnung jemand würde eine Alternative zur Therapie kennen, quasi eine Anleitung. Klingt vllt. Blöd, aber nunja, Fragen kostet nichts. Therapie wird wohl wirklich das beste sein in dem Fall.

Mfg. Jaay

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Die Idee mit einer Therapie geht in die richtige Richtung. Du bist psychisch krank, brauchst Hilfe, und es kann keine Rede davon sein, daß Du Dir erst mal selbst helfen mußt.
Aber vor die Therapie hat der liebe Gott die Diagnose gesetzt.

Der richtige Weg ist folgender:

  • Gamg zu einem Psychiater, noch besser in eine psychiatrische Klinik, wenn vorhanden. Ein Psychiater ist Arzt und kann eine Diagnose stellen Psychologen oder Psychotherapeuten können das nur bedingt. Dem Doc schilderst Du erst mal Dein Problem, und nimm für alle Fälle Deinen GF-Text mit!
  • Der Psychiater wird auch Dein Umfeld abfragen und erstellt dann eine Diagnose Deiner Krankheit. Möglicherweise muß er Dich aber erst mal für 2 - 4 Wochen auf Station nehmen oder Dich in einer Tagesklinik unterbringen.
  • Dann legt er die Therapie fest (Medikamente, Psychotherapeut, eigene Verhaltensweisen usw.) und bespricht sie mit Dir.

Psychiater sind sehr verständnisvolle Leute und unterliegen auch der ärztlichen Schweigepflicht.

Gute Besserung!

SilverJay 01.09.2013, 23:18

Gut das stimmt wohl..

In eine Psychatrie würde ich kommen, währen, lass mich lügen.. 30-45 min. fahrt.

Was für ein Umfeld will er denn befragen? Die einzigen Menschen die dort in frage kommen, währen meine Eltern. Freunde wohnen überall in Deutschland und der Schweiz verteilt, hier in der Nähe ist niemand der mich kennt.

Und was mir noch einfällt, währe sowas nicht etwas für "schwer" Kranke? Mir fehlt ein Plan für das Leben da ich es nie gelernt habe, habe Angst und bon hin und wieder etwas traurig, dafür klingt das doch sehr Krass, oder irre ich mich da?

Mfg. Jaay

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shredder89 02.09.2013, 07:51
@SilverJay

Daß Du alles gern selbst schaffen möchtest, ehrt Dich, und es begründet auch die Hoffnung, daß sich Dein Zustand bessern läßt. Denn Du läßt Dich nicht gehen. Aber ich sehe darin zugleich die Gefahr, daß Du die nötige professionelle Hilfe leichtfertig ablehnen könntest, ohne sie überhaupt ausprobiert zu haben. Vielleicht ist es falsche Scham?

Um einen Arzt, insbesondere einen Psychiater zu konsultieren, muß man nicht den Nachweis erbringen, daß man "schwer" krank ist. Diese Einschätzung steht nur dem Arzt zu. Nach einer gründlichen Untersuchung. Bist Du noch nie mit einer Erkältung zum Arzt gegangen, wenn Du doch nicht weißt, ob's nicht vielleicht eine Grippe ist? ??

Der Psychiater befragt übrigens nicht Deine Eltern über Dich, sondern Dich über Deine Eltern, sowie über andere Menschen, mit denen Du zu tun hast. Wovor hast Du bei dieser Frage Angst?

Deine Situation insgesamt klingt nicht krass, sie ist krass. Aus Deiner Angst heraus, Dich bei einem Psychiater vorzustellen, wiegelst Du bewußt ab. Und ich sage als lebenserfahrener Mann: Überwinde Dich in diesem Punkt - Du wirst es nicht bereuen, und es wird Dir Nutzen bringen. :-)

Daß Dir ein Plan für's Leben fehlt, das ist eher nicht Dein Versäumnis. Ein Lebensplan reift in (fast) jedem Kind mit den Jahren, wenn es in einem fürsorglichen Elternhaus aufwächst. Da drängt sich mir ein schlimmer Verdacht auf. Auch solche Dinge werden beim Psychiater unbedingt zur Sprache kommen. Ein Muß!

Nur Mut! Geh es einfach an!

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SilverJay 02.09.2013, 10:42
@shredder89

Danke, mit falscher Scham hat das wenig zu tun, als ich vor 1 1/2 Jahren für kurze Zeit in der Psychiatrie unter kam (War Akut auch wegen SVV) bin ich schon dort an Drogenabhängige, Magersüchtige, einen Schizophrenen und Leute mit BPS geraten und habe dadurch das Gefühl das es eben eher für schlimme Fälle währe.

Das stimmt, da wird mein Denken wohl nicht weit genug gehen um das so nachvollziehen zu können. Ich werde mich mit meiner Mutter mal unterhalten. (Nein, meine Arzt besuche beschränkten sich bis jetzt auf Gelbsucht, gebrochenes Handgelenk und Lungenentzündung. Wegen Grippe würde ich nie zum Arzt gehen. gg )

Das krass bezog sich auch eher darauf überhaupt wegen solchen Problemen gleich zu einem Psychiater zu begeben aber ich versteh schon das es wirklich mal nötig währe.

In einem Fürsorglichen Elternhaus bin ich wirklich nicht aufgewachsen, schlussendlich auch dadurch das ich für einige Jahre zu meinen Großeltern ziehen musste und das alles sehr kompliziert war, spielt aber auch keine Rolle, nur geschlagen oder so wurde ich nicht, falls das der verdacht war. gg

Danke für die ausführliche Antwort. Hat mir sehr geholfen!:)

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Hey also mir gehts genau so, bin auch 16, hasse es sogar alleine in den supermarkt zu gehen weil mich alle immer so seltsam anstarren. Mache jetzt auch ein fsj also soziales jahr gezwungener maßen weil ich schon seit gut nem jahr aus der schule draußen bin, hab morgen meinen ersten tag hab rieeesen schiss davor. Bin beim jugendpsychologen aber der hilft mir auch nicht wirklich weiter, ist nur zweitverschwendung der sagt mir einfach ich soll mehr unter leute gehen -.- bei mir liegts auch am stress zu hause und mit dem umfeld (wurde von der 3. Klasse an gemobbt.) Ich kann dir auch nciht wirklich weiter helfen wollte dir nur sagen das du mit deiner angst nicht alleine bist

SilverJay 01.09.2013, 22:27

Alleine fühle ich mich mit dem Problem nicht mal, das es sehr viele gibt denen es so geht weiß ich. Aber joa, gibt erstaunlich viele Parallelen.

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andi0053 01.09.2013, 23:16

Liebe Anna, ich möchte auch "Das Buch für Schüchterne" von Borwin Bandelow empfehlen. Vielleicht hilft das auch dir weiter. Und im Zweifelsfall besser zu einem anderen Psychologen gehen, wenn dir dein jetziger nicht zusagt.

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Wie oft hast du denn in letzter Zeit gelächelt? ^-^

SilverJay 05.03.2014, 21:11

113 mal. so grob geschätzt. Haha. x3

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SilverJay 05.03.2014, 21:28
@LeiaFan2013

Du sagtest in letzter Zeit. 6 Monate sind.. mehr als "letzte Zeit".

Außerdem hab ich einfach auf die Tasta gehauen und die Zahl ist dabei rausgekommen. Glaubst du ich zähle wie viel ich lächle?o.o

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