Soziale Phobie in den Griff kriegen

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4 Antworten

Zunächst mal: wenn man eine Sozialphobie hat, dann ist man nicht einfach nur ein "bissl schüchtern" und man ist schon gar nicht "verrückt", sondern das ist eine ernstzunehmende und relativ häufige Krankheit, die man aber gut behandeln und heilen kann! Keine Sorge, Du bist nicht "bekloppt", was Du beschreibst erleben genau in diesem Moment tausende andere Menschen in Deutschland und der Welt. Das gibts halt einfach, so wie es die Masern gibt. Versuche Dir doch mal für einen Moment vorzustellen, dass Du eine körperliche Krankheit wie zum Beispiel Bluthochdruck oder einen chronischen Husten hast. Dafür würdest Du Dich doch auch niemals schämen müssen! Und eine Sozialphobie ist nichts anderes als eine chronische Krankheit, mit der Du DRINGEND zum Arzt musst. Millionen Menschen haben schon an dieser Krankheit gelitten und sind wieder gesund geworden. Aber das kann man nicht alleine schaffen, genau wie man auch mit einer Lungenentzündung oder einem gebrochenen Arm nicht alleine klar kommt. Du musst also UNBEDINGT in eine Psychotherapie! Am besten stellst Du Dich an diesem Montag in einem Krankenhaus in Deiner Nähe in der psychiatrischen Abteilung vor. Geh einfach hin, die wissen, was dann zu tun ist und Du kannst damit beginnen, die Sache loszuwerden. Und das wirst Du ganz bestimmt schaffen!! Es gibt heutzutage sehr gute Therapien dafür und, wenn Du das willst, eine medikamentöse Unterstützung, die Dir erst mal die Angst nimmt, ohne dass Du von der eingesetzten Medizin abhängig wirst (ich spreche von einem sogenannten SSRI). Den einzigen Fehler, den Du machen kannst, ist nicht zu einem Psychologen oder Psychiater gehen. Wenn Du weiter ohne Hilfe die Sache aussitzt, dann bist Du wirklich "bekloppt" :) Alles Gute Dir!

Weißt du, ich kenne dein Situation. Sehr gut sogar. Über Jahre ging es mir genau so und ich habe manchmal auch noch Rückfälle. Aber ich habe es mittlerweile soweit geschafft, dass ich das Haus wieder verlassen kann. Ich weiß, dass es sich wahrscheinlich sehr schwer anhört, aber du musst dich einmal mit dir selbst beschäftigen. Versuche herauszufinden, warum du solche Angst hast. Nimm dir alle Zeit, die du brauchst. Bei mir hat der Prozess gut zwei Jahre gedauert. Geh alles langsam an und mach dir keinen Stress. Das verschlimmert alles nur, weil man(so war es bei mir) sich dann denkt. Scheiße, warum mach ich das überhaupt? Diese Leute da draußen sind doch sowieso furchtbar, warum sollte ich in ihr Schema passen? Na ja, vielleicht weil du dich damit selbst total fertigmachst. Wie schon gesagt, alles langsam machen. Es ist doch schonmal ein großer Schritt, dass du zum Amt gegangen bist! Denk mal nach, du hast es doch geschafft, für diese eine Sache, die dir wichtig ist, das Haus zu verlassen. Vielleicht ist das der Schlüssel für dich. Such dir eine Sache, einen Ort, der dir wichtig ist. Draußen. Und dann geh hin. Wenn dir Menschen begegnen, dann versuche, sie anzulächeln oder zu grüßen. Die meisten werden auf jeden Fall freundlich reagieren und vielleicht nimmt dir das schon mal für den Moment ein bisschen der Angst. Und was deine Eltern angeht, wenn du glaubst, dass du die Kraft hast, dann rede mit ihnen. Versuche ihnen alles zu sagen, was du hier geschrieben hast. Oder schreibe es nochmal auf. Das Wichtigste ist, dass du nun erst einmal nur an dich denkst und das tust, was dir wichtig ist. Vielleicht wunderst du dich, dass ich nichts vonwegen einer Therapie gesagt habe. Also, ich habe das auch versucht, aber es hat mir absolut kein bisschen geholfen. Durch die Fragen fühlte ich mich ehrlichgesagt nur noch schlimmer. Was will dieser Typ von mir? Denk daran, es geht nur um dich! Ich wünsche dir alles gut und denk dran: Wenn du an dich glaubst, dann kannst du es auch schaffen.

Du musst Dir al erstes eingestehen das Du Hilfe brauchst. Das hat allerdings nichts damit zu tun bekloppt zu sein. Diese Welt und wie sie funktioniert ist halt krank. Viele Menschen kommen darauf nicht klar und werden krank. Erst psychisch dann körperlich. Das ist mehr oder weniger ganz normal. Ich selbst hatte eine Ähnliche Geschichte. Hatte Angst und Panikattacken was auch keiner verstanden hat. Kamen einfach so aus dem nichts.Ich hab mir keine Hilfe geholt ich war zu stolz aber dafür hat es auch Jahre gedauert das los zu werden aber ich habs geschafft. Ich würde Dir raten eine Therapie zu machen es geht einfach schneller und ist einfacher auch wenn der Schritt dorthin Überwindung kostet. Und vor allem sag es deinen Eltern das ist sehr wichtig damit der Druck es vor ihnen zu verstecken verschwindet. Dann hast Du zu Hause wenigstens Deinen Ruhepol. Sie werden sich wahrscheinlich erschrecken und sich wundern was eigentlich wirklich los ist. Wenn sie gute Eltern sind werden sie sich entschuldigen und Dir helfen. Was erwartest Du denn wie sie reagieren wenn sie gar nicht wissen was Du hast. Also gib Dir den Ruck Deine Eltern müssen es wissen. Nimm Dir dann ruhig ein Jahr oder so Zeit die Therapie wird nich so schlimm sein. Gutes Gelingen!

Liebe(r) MiniFrage,

mit "die Pobacken zusammenkneifen" ist damit leider nicht zu helfen. Ich denke, Sie sollten unbedingt eine Therapie machen, ggf. auch stationär. Und erst danach gehen Sie das Thema Ausbildung an. Eins nach dem anderen.

Viele Grüße

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