Soziale Phobie, große Angst vor der nächsten Situation?

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6 Antworten

Das blöde an Antidepressiva & Benzodiazepine ist, dass es deine negativen Gedanken zwar verschwinden lässt und du der Welt relativ sorgenfrei gegenüberstehst, die Probleme allerdings nach Ende der Wirkung sofort wieder alle da sind, und das eine Abhängigkeit für Menschen mit Problemen sehr attraktiv werden lässt.

Für eine Personen heißt dies ein weiterer Teufelskreis. Gekauftes Glück auf Zeit. Zudem sind viele der Medikamente auch mit Nebenwirkungen behaftet die individuell sein können. 

Ich möchte allerdings auch hinzufügen, dass es einige Menschen dank der Medikamente aus ihrer Situation befreien konnte.

Viel mehr der eigene Willen wieder Anklang zu finden hat es allerdings ermöglicht und die Medikamente konnten die Rückfälle abfedern.

Was das angeht müsstest du es für dich selbst herausfinden, ob es "deine" Lösung aus dem Ganzen sein kann.

Was man allerdings sogut wie sicher braucht ist es den eigenen Antrieb wieder in Gang zu bringen und notfalls unangenehme Dinge neuzulernen und neu zu begreifen.

Ich kenne dich leider nicht und könnte da auch vielleicht hilfreicher sein, wenn ich deine genauen Hintergründe kennen würde.

Und wo man ebenso Glück haben sollte ist es auch den passenden Therapeuten zu finden, mit dem man selbst gut zurecht kommt und sich nicht missverstanden fühlt.

Ich hoffe dennoch, dass da was dabei war, was dir Klarheit verschafft obwohl zwischen dem Wort & der Tat leider ein großer Abstand bestehen kann.

Die eigene Überwindung ist oftmals der Schlüssel.

Mir selbst würden noch andere Wege einfallen, die Fall für Fall sehr vielversprechend sein können. Diese sind allerdings zurzeit noch eher tabuisiert und sind nicht frei von gewissen Vorraussetzungen um es sinnvoll gestalten zu lassen.

Dir auf deinem Weg trotzdem noch viel Erfolg und eine Zukunft mit mehr offenen als geschlossenen Türen.

Gruß Glueckspilzler =)

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Kommentar von amelielenore
20.08.2016, 14:56

Ich dir dir für die sinnvollen Worte! Das hat Klarheit geschafft. Mir ist bewusst, dass es die Probleme nicht beseitigt. Deshalb bin ich zusätzlich noch in einer Verhaltenstherapie. Ich denke, dass mit das Medikamt Antrieb verschaffen wird. (Hoffe es) und der Antrieb vielleicht die Angst etwas löst. Ich lasse es einfach auf mich zu kommen. Die Wochen ohne Medikament werde ich auch noch überleben, schaffe es so ja auch schon 18 Jahre. Danke!

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Aber ich muss ja, weil ich sonst nicht weggehen kann.

Nur genau das wirst du überwinden müssen, wenn du nicht mehr auf die Drogen angewiesen sein willst. Du musst es von dir aus schaffen, das wird den Teufelskreis lösen. Ich würde dir auch von Medikamaten abraten, da sie die Drogen einfach nur ersetzen, aber ohne die Ursache zu behandeln.

Schocktherapie ist nicht für jeden geeignet, manche kommen mit vielen kleinen Schritten weiter. Nur du weißt, wann du die Drogen benötigst und welche Situationen dir genau Angst bereiten. Wenn du denkst, dass du alleine feiern gehen momentan nicht schaffst, ist das in Ordnung, aber gib deswegen nicht auf. Such dir etwas anderes, z.B. ein kleinere Stadtfest (so wäre es etwa bei mir), bei dem du dich zwar recht unwohl fühlst, aber es aushalten kannst. Diese vielen kleinen positiven Erfahrungen sind kraftvoller, als man denken mag. Und erst später fällt einem dann vielleicht auf, dass darunter eine typische Horrorvorstellung war, ohne das man es aber gemerkt hat. Ist mir schon passiert.

Was mir zudem gegen Angst hilft ist Sport und andere produktive Dinge, die einem aber helfen, die Aggressionen abzubauen und in etwas anderen zu verwandeln. Auch gut sind Atem- und Entspannungsübungen, etwa beim Yoga.

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Mit Drogen-Vorgeschichte gibt es - zu Recht! - keine Benzodiazepine!

Antidepressiva wären da eher angemessen - muss man aber täglich nehmen und Wunderpillen sind das auch nicht.

Aber Benzodiazepine sind VIEL zu gefährlich bei Drogen-Abusus und sozialer Phobie - denn besonders solche Patienten neigen dann zum Missbrauch weil sie plötzlich so angstfrei sind... Der Preis ist die Abhängigkeit und die kommt sehr viel schneller als man denkt!

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Kommentar von amelielenore
17.08.2016, 18:11

Das ist mir bewusst. Das ist logisch. Ich kann echt nicht positiv in die Zukunft blicken was das angeht. Danke sehr.

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Hi amelieleonore,entsprechende Medikamente wie neue Antidepressive können unterstützend helfen.Sozialphobie , die  mit Angststörungen und/oder mit Depression kombiniert.Es gibt auch psychologische Therapien wie Verhaltenstherapie und fokussierte Kurzpsychotherapie.Das macht ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.Es kann auch ein klinischer Psychologe konsultiert werden.Es braucht Geduld und Zeit.Wegen der Übernahme der Kosten durch die Kasse sollte man sich erkundigen.LG Sto 

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Medikamente mögen für eine gewisse Zeit helfen, jedoch bekämpfen sie nur das Symptom aber nicht die Ursache.

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Wieso hast du die Medikamente noch nicht bekommen und wieso hat dein Therapeut die soziale Phobie nicht diagnostiziert bevor der Psychiater es getan hat?

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Kommentar von amelielenore
17.08.2016, 18:10

Weil der Psychiater mich erst kennenlernen will. Um das richtige Medikament zu verschreiben. Meine Therapeutin hat das auch verwundert, dass dazu noch die Phobie rauskam. Aber sie meinte, dass gerade weil ich an mir arbeite, es auch zu Veränderungen kommen kann.

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