Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit

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3 Antworten

Mit dem Abschluss in Sozialer Arbeit bist Du nicht mehr auf KIGA festgelegt, sondern kannst auch in die Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe. Da stimmen die Aussagen der Erzieher bezüglich der Jobchancen nicht.

Pädagogik der Kindheit ist was anderes. Mit den Jobchancen ist noch nicht wirklich absehbar, aber man muss es mal so betrachten: In vielen anderen europäischen Ländern sind nur noch studierte Erzieherinnen am Start. D.h. alle die nicht studiert haben, haben jetzt ein Problem. Wenn man Dir also sagt, das lohnt sich nicht, haben diese Leute v.a. ihren eigenen Arbeitsplatz gesichert. Ob Du da wirklich vernünftige Aussagen bekommen wirst, ist also fraglich.

Trotzdem würde ich zur Sozialen Arbeit raten, da sind die Berufsfelder einfach weiter und daher hast Du, egal wohin die Entwicklung geht, gute Jobaussichten

Als Fachabiturientin hast du an der Katho Köln,Aachen,Paderborn,Münster KEINE Chance unter zukommen... Nur mit FSJ oder Ausbildung.. Zuerst werden Abiturienten mit FSJ oder Abiturienten genommen.. Der Andrang ist einfach viel zu groß. Habe genau das selbe Problem... Bin zwar jetzt schon fertig mit dem Fachabitur und habe mit einem NC von 1,8 Absagen bekommen..werde zuerst eine Ausbildung machen um danach zu studieren. Außerdem kannst du bestimmte Masterstudiengänge nur mit Ausbildung machen ;)

Der Bedarf an qualifiziertem Personal in der Kleinkinderbetreuung ist im Moment recht groß. Auch in der sozialen Arbeit fehlt es derzeit Personal. Die Prognosen sind insgesamt gut. Die Verdienstmöglichkeiten insgesamt sind traditionell eher mittelmaß.

Die Einstiegsgehälter nach einem Fachhochschulstudium sind nach Tarif eine Gehaltsklasse höher, als nach einer Ausbildung auf der Berufsfachschule.

Der Studiengang "soziale Arbeit" (früher Sozialarbeit) ist aber ein anderer als z.B. "Pädagogik der frühen Kindheit und Familienbildung" oder "Elementarpädagogik" und dergleichen. Letzteren gibt es statt des auslaufenden Studienganges "Sozialpädagogik". Der Schwerpunkt in de neuen Studiengängen liegt in der frühkindlichen Erziehung, ist quasi die akademisierte Erzieherausbildung. Das praxisorientierte Studium führt zum Bachelorabschluss. Er bildet zum Beispiel für leitende Positionen in den Kitabereichen aus. Aber auch andere Einsatzgebiete sind denkbar. Auch hat man hier die Möglichkeit eines anschließenden Masterstudiums.

Vielen Dank für die Antwort=)

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Der Studiengang "Soziale Arbeit" ist aus der Zusammenlegung der beiden noch damals getrennten Studiengänge "Sozialarbeit" und "Sozialpädagogik" entstanden. Da sich diese beiden Bereiche in Theorie und Praxis immer mehr annäherten, war eine Zusammenlegung schließlich unumgänglich. So schuf man einen gemeinsamen Studiengang "Soziale Arbeit".

Die neuen Frühpädagogik/Elementarpädagogik-Studiengänge sind nicht der "Ersatz" oder die Alternative zum früheren Sozialpädagogikstudium. Der Grund für die Schaffung dieser Studiengänge kommt vor allem aus dem Bedarf an einer (wie Du selbst schreibst) zusätzlich zu den Erzieherausbildungen "akademisierte[n] Erzieherausbildung". Es gibt schlichtweg einen Mehrbedarf an wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Elementarpädagogik/frühen Kindheit. Es mag sein, dass dies vor Einführung der Studiengänge noch mit im Sozialpädagogik-Studium integriert war und sich dann erst auslagerte zu eigenen Studiengängen.

Es ist aber nicht so, dass Sozialpädagogik sich damit aufgelöst hat. Die Sozialpädagogik wurde mit der Sozialarbeit vereint (Soziale Arbeit). Ein Besuch der verschiedenen Online-Präsentationen der Fachhochschulen und ein Blick in die Vorlesungsverzeichnisse genügen, um das nachzuforschen. Anbei exemplarisch ein Zitat der HS Fulda:

"Der Begriff „Soziale Arbeit“ ist der Oberbegriff über Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Der Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit integriert Inhalte dieser beiden Bereiche. Unsere Absolventen erhalten dadurch sehr weitreichende berufliche Perspektiven in verschiedenen Berufsfeldern der Sozialarbeit (z.B. öffentliche Sozialverwaltung, Streetwork, Arbeit in Jugendclubs) und der Sozialpädagogik (Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder Menschen mit Behinderung, Medienpädagogik, Bildungsarbeit), sowie zahlreichen neuen Arbeitsfeldern, die zwischen diesen klassischen Bereichen liegen."

Quelle: http://www.fh-fulda.de/index.php?id=586

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