Sozialdemokratischer Widerstand im Nationalsozialismus?

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2 Antworten

Mein Großvater war Sozialdemokrat. Als die Nazis in der Stadt den Bürgermeister stellten, wurde er aus dem öffentlichen Dienst entlassen und musste jobben.

Als das ehemals von Juden bewohnte Nachbarhaus dann von einem Nazi "übernommen" worden war, hat der meinen Großvater angezeigt. Er wurde wegen "Waffenbesitz" (eine Patrone in einer Vitrine) verhaftet. Er kam aber wieder frei. Der Nachbar durfte das Haus auch nach dem Krieg behalten und wurde ein führendes Mitglied der NPD.

Tatsächlich gab es viele Sozialdemokraten, aber auch Christen und Kommunisten, die sich den Nazis entgegenstellten. Leider wurde das Thema in der Nachkriegsgeschichte kaum thematisiert, weil in der Bundesrepublik die Mitläufer reingewaschen werden sollten.


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Vllt. könntest du dich mit der Biografie von Willi Brandt befassen. Der war ja im Widerstand und ging nach Norwegen ins Exil. Der Opa einer meiner Bekannten war Bürgermeister eines Dorfes und Mitglied der SPD. Der wurde abgesetzt und kam ins Gefängnis. Begründung gab es da keine. Er kam wieder nach hause, aber seinen Job als Bürgermeister war er los. So ähnlich wird es vielen SPD-Mitgliedern ergangen sein, denn die Partei war ja verboten. 

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