Sozialbeitrag nach 1 Jahr oder früher?

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2 Antworten

Sie wird da doch sicher gemeldet sein und auch etwas für die Unterbringung zahlen müssen,dann zählt das natürlich als Wohnanschrift !

Sollte sie ihre Beschäftigung vor 1 Jahr ( 360 Tage ) Versicherungspflicht verlieren,dann hat sie nach Prüfung der individuellen Umstände zumindest für 6 Monate Anspruch auf ALG - 2.

Das Jobcenter wird dann genau prüfen warum sie die Beschäftigung verloren hat,wenn es nicht ihr verschulden war,dann bekommt sie auch erst einmal ALG - 2 gezahlt.

Sie würde dann min. ihren Regelsatz von derzeit 404 € bekommen und dazu ihre KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dass ergibt dann ihren individuellen Bedarf nach dem SGB - ll.

Hat sie min. 1 Jahr gearbeitet,dann steht ihr wie jedem anderen auch ALG - 1 von der Agentur für Arbeit zu,dann würde sie für 360 Tage 6 Monate ( 180 Tage ) ALG - 1 bekommen bzw.solange stünde es ihr dann max. zu.

Sie würde dann von ihrem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten 360 Tage vor der Arbeitslosigkeit ca. 60 % ihres Einkommens an ALG - 1 bekommen.

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Kommentar von nihao123
07.03.2016, 16:00

Danke für die Antwort. Muss sie aber vorher beim JC angemeldet sein, bevor sie Ihren job verliert? Und was wenn sie nirgendwo in Deutschland angemeldet ist (Wohnung)? Also sie lebt in einem Hostel, auf ihrer Versicherungzettel steht eine Adresse aber ob diese die Adresse ist, wo sie angemeldet sei? Mfg

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"Sozialbeiträge" bekommt man nicht, die zahlt man! Und zwar von seinem Gehalt in die Versicherungskassen für Krankheit, für Pflege und für Arbeitslosigkeit.

Aus der letzten Kasse gibt es dann nach einem Jahr Arbeit das Arbeitslosengeld I (ALG I) von der Agentur für Arbeit. Das ist kein Sozial-Beitrag, sondern eine Sozial-Leistung! Genauso wie ALG II vom Jobcenter.

ALG II gibt es, wenn das ALG I nicht reicht zum Lebensminimum, oder wenn man noch keinen Anspruch hat auf ALG I oder keinen Anspruch mehr.

Für ALG I muss man mindestens 1 Jahr gearbeitet und in die Arbeitslosen-Kasse einbezahlt haben (das macht aber automatisch der Chef, wenn man nicht schwarz arbeitet).

Für ALG II muss man (als Ausländer) in der Regel mindestens 3 Monate in Deutschland gearbeitet haben.

Beide Leistungen (ALG I und ALG II) gibt es aber in der Regel nur, wenn man dem Arbeitsmarkt Vollzeit zur Verfügung steht. Dann kann man - wie jeder Arbeitnehmer - nach Feierabend Kurse besuchen, für Deutsch oder auch für Töpferei.

Ausnahme: Wenn das Amt für Arbeit oder das Jobcenter meint, man solle Deutsch lernen, um besser in Arbeit vermittelt werden zu können (oder in eine Ausbildung), dann darf man auch ganztags einen Deutschkurs besuchen, anstatt zu arbeiten. Dann gibt es sogar die Möglichkeit, dass das Amt den Kurs bezahlt - aber eben nicht immer.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Kommentar von nihao123
08.03.2016, 03:04

Meine Freundin wohnt bei ihren arbeitsgeber, wenn sie ihren job verliert, verliert sie automatisch Ihre wohnung. Braucht sie dann neuen anmeldeort um sich bei JC anzumelden? 

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