Sorgerrecht abgeben, probleme mit Jugendamt bei neuem Kind?

11 Antworten

Du kannst auch weiterhin geteiltes Sorgerecht haben, er benötigt nur in ganz wenigen Fällen deine Zustimmung und das geht auch schriftlich. In Notfällen kann er eh entscheiden, bzw. entscheidet ein Arzt, da keine Zeit bleibt. Bei einer Not-OP würde man nicht die Zustimmung beider Eltern abwarten, denn es geht um die Gesundheit oder sogar um das Überleben.

Steht hingegen eine Routine-OP an oder spezielle Behandlung, dann bleibt immer Zeit für eine schriftliche Einwilligung per Post, es gibt heute Internet, Telefon, Facebook, man erreicht jemanden in der ganzen Welt in kurzer Zeit. 

Ich bin 2 x Alleinerziehend und musste nur 2 mal nachweisen, dass ich das alleinige Sorgerecht habe, bei der Bank (Kontoeröffnung) und beim Beantragen des Reisepasses (beim Personalausweis nicht). Kindergarten, Schule, einfache OP, niemand hat danach gefragt, ob ich alleine unterschreiben darf oder nicht. Ich habe einfach nur unterschrieben und gut. 

Wichtig ist das Wohl des Kindes und wenn der Lebensmittelpunkt beim Vater ist, dann solltest du das auch so lassen, das ist richtig so. Und es zeigt auch dem Jugendamt, dass dir das Wohl des Kindes wichtig ist. 

Daher sehe ich keinen Grund, warum du bei einem weiteren Kind Probleme haben solltest. Da sind komplett andere Umstände und deinem ersten Kind geht es ja gut, so wie es ist. Es ist ja nicht zwangsweise so, dass immer die Mutter sich kümmern muss und wenn ein Vater sich nicht kümmert, ist alles in Ordnung. 

Nein, im gegenteil. Du hast bzw. willst seinem Vater das alleinige Sorgerecht geben, was du meiner Meinung nach nicht müsstest, um deinem Sohn bei seinen Freunden und seiner gewohnten Umgebung zu lassen.

Ich denke nicht, dass das Jugendamt was da sagt, wenn du irgendwann wieder Kinder bekommst und du dein anderes Kind bei seinem Vater gelassen hast. Dennoch würde ich den Kontakt zu deinem Sohn nicht abbrechen, denn ich finde er hat trz ein Recht darauf, sich mit dir zu treffen oder sich zu erkundigen was mit dir ist.

Mfg, xRamilein

Nein, nein, Kontakt bleibt 100%ig bestehen. Er wird auch zu mir kommen zum übernachten und und und, es geht alleine nur ums Sorgerecht wegen entscheidungen die schnell getroffen werden müssen.

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@asdfyxcv1234

Ja solange es der Sorgeberechtigte mitmacht und was wenn nicht mehr?

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@malour

Beim Jugendamt kann man ja verhandeln was bestehen bleiben soll wie z.b besuchsrecht, übernachtungen, abholungen auf besprechung und und und

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@malour

Falls ihr euch das Sorgerecht dennoch teilen müsst, dann würde ich einfach mit der Schule oder anderen Vereinen oder so unterhalten und sagen das der Vater das alles entscheiden darf, weil du nicht sofort agieren kannst wenn etwas ist.

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@asdfyxcv1234

Alle alltäglichen Entscheidungen werden immer von demjenigen Elternteil entschieden, das gerade anwesend ist.

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@asdfyxcv1234

Das kann man auf dem Jugendamt nicht rechtlich bindend verhandeln.

Die Eltern können, dürfen und sollen das alleine unter sich ausmachen.

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@xRamilein

Das darf er so oder so.

Himmel, wenn man keine Ahnung von den gesetzlichen Vorgaben hat, warum muß man sich dann in eine solche Geschichte reinhängen.

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Um den Sohn in seiner Umgebung zu lassen ist es nicht notwendig, die gemeinsame Sorge aufzugeben.

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@Menuett

Ach ne echt? Ich hab doch gesagt, dass Sie das Sorgerecht nicht abgeben müsste, da beide gleichberechtigt sind aber es gibt nun mal einige Dinge da müssen beide Elternteile etwas unterschreiben, was ich aus eigener Erfahrung her weiß und zum anderen bist du auch nicht grad allwissend;)

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@xRamilein

Allwissend bin ich gesichert nicht.

Aber ich kenne einfach die geltenden Gesetze.

Das ist kein Hexenwerk.

Nein, sie sind eben nicht gleichberechtigt.

Die Unterschrift wird nur gebraucht bei: Religionszugehörigkeit, Kontoeröffnungen, Umzügen, Schulwechsel, OPs, außer Not-OPs, Psychotherapien usw.

Also alles Sachen, die eine langfristig Wirkung haben. Die werden NIE schnell angefordert. Es sei denn, einer hat geschlafen.

Kurzfristige Entscheidungen trifft immer das Elternteil, bei dem sich das Kind IM MOMENT aufhält.

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@Menuett

Ja aber von kurfristigen Entscheidungen war doch nicht dir rede.. Es ist doch vollkommen klar das wenn der Sohn mal krank ist, das der Vater die Entschuldigungen unterschreiben kann.

Natürlich sind beide gleichberechtigt, da sie das gemeinsame Sorgerecht für dieses Kind haben und gemeinsam entscheiden können aber auch alleinige entscheidungen treffen können. Als ob man das nicht schon weiß..

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§ 1687
Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,
nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung
ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei
dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf
Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die
Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen
Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange
sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer
gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat
dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der
tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

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