Sorge um Grammatik in Deutschland?

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37 Antworten

Hallo :)

Ich (m, 25) habe sowas auch schon erlebt... allerdings führe ich es darauf zurück, dass gute Rechtschreibung heute nicht mehr so wichtig ist denn früher: Viele junge Leute benutzen heute lediglich digitale Medien bzw. ihre Smartphones, wo es absolut egal ist, wie und ob man richtig schreibt: Der Empfänger versteht ja, was gemeint ist ;)

Da heißt es dann statt "9.00 Uhr Herrn Müller abholen, Frankfurter Straße/Ecke Bäckergeschäft" (ist jetzt 'nen Beispiel): "9.00 her müller abhln frankfrter str ecke bekcergeschäft" oder so in der Art --------> man tipselt einfach was ein, weiß ja im Grunde, um was es geht: Man sollte (bspw.) Herrn Müller um 9.00 Uhr in der Frankfurter Straße an der Ecke abholen, an der sich ein Bäckerladen befindet.

Da kaum noch von Hand geschrieben wird & die Schulen in ihrer Rolle quasi machtlos sind bzw. auf Rechtschreibung speziell in der Oberstufe doch eher wenig Wert gelegt wird (meine Einschätzung aus meiner Realschulzeit 2001 bis 2007), entstehen dann solche, wie ich sie nenne, "Bequemlichkeitsfehler". Niemand oder nur sehr wenige Leute erwarten in der heutigen Zeit, dass jemand eine schöne Handschrift hat und auch ein leserliches Schriftdeutsch, sodass dann solche Fehler zustande kommen.

Viele kennen die Rechtschreibregeln sogar, sind aber schlicht zu faul, sie richtig anzuwenden: Es genügt ja bekanntlich, ins Smartphone oder bei Facebook irgendein Gewirr einzutippen & alles außer Kraft zu setzen ;) Ich halte das für bedenklich. Zwar schreibe ich sicherlich auch nicht immer perfekt...

Mein Opa, bei dem ich aufgewachsen bin, hat stark auf gute Rechtschreibung und ein solides Deutsch geachtet... das kommt mir heute zugute. Ich habe auch kein Smartphone & bin nur sehr rudimentärer Nutzer von "Social Networks" --------> und wenn ich dort bin sehe ich keinen Grund, die Rechtschreibregeln zu missachten.

Soweit meine Meinung!

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Meine Frage ist deshalb (Komma) ob es heutzutage "uncool" ist (Komma) sich gewählt auszudrücken oder ob die Jugendlichen generell Probleme mit der Grammatik haben .

Und zwischen Rechtschreibung und Grammatik besteht formal ein kleiner Unterschied. In deiner Überschrift geht es dir rein um die Grammatik, im Text dann um Rechtschreibung und Grammatik.

Ich habe hier bisher zu 99% nur RS-fehler gelesen. Und die auch immer wieder von erwachsenen Usern. Solange ich aber den Inhalt einer Frage verstehe, rege ich mich nicht so sehr darüber auf, wie es andere immer wieder tun.

Und was die "gewählte Sprache" angeht: Solange in der deutschen  Öffentlichkeit ein Schlussverkauf "Sale" genannt wird, ein Kaffee zum Mitnehmen "Coffee to go" oder ein Auskunftsbüro "Servicepoint", sollte man eher darüber nachdenken, ob wir im englischsprachigen Raum leben oder nur cooler daherkommen wollen, wenn englische Ausdrücke verwendet werden, obwohl es auch einen deutschen Ausdruck dafür gibt.

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Kommentar von kiniro
26.04.2016, 13:22

Es gibt ja einige Wörter, die englisch klingen, aber ein englischer Muttersprachler nie sagen würde.

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Fehler, die man auf Seiten wie dieser findet, sind meistens keine Fehler der Grammatik, sondern Fehler bezüglich Rechtschreibung und Zeichensetzung. Um die Grammatik muss man sich meiner Meinung nach keine Sorge machen, denn man darf nicht vergessen dass Sätze wie "Der Hund von Tom" oder "Der Hund gehört dem Tom" vollkommen richtig sind, auch wenn kein Genitiv darin vorkommt. Und auch die die Formulierung "dem Tom sein Hund" ist eigentlich nicht falsch, denn die grammatischen Regelungen für eine (natürliche) Sprache legt immer die Sprache über den Sprachgebrauch selbst fest. Natürlich mag es manchen nicht gefallen, dass der Genitiv angeblich ausstirbt (aber ich bin nicht so pessimistisch wie beispielsweise Bastian Sick, ich denke dass sich Formulierungen wie "Toms Hund" noch lange halten werden, und das ist auch nur ein stinknormaler Genitiv).

Was man von z.B. von Lehrern immer wieder zu hören bekommt ist, dass die Deutschen immer schlechteres Deutsch sprechen. Schlechtes Deutsch ist aber eine subjektive Meinung, "ein Deutsch" ist nur schlecht, wenn es Fehler enthält. Ein Text mit vielen Rechtschreibfehlern ist also schlechtes Deutsch. Natürlich sorgen die neuen Medien dafür, dass weniger auf Rechtschreibung geachtet wird. Doch früher oder später werden auch Personen mit schlechter Rechtschreibung merken, dass die Mehrheitsgesellschaft (und hier ausnahmsweise nicht nur Lehrer) noch auf ordentlicher Rechtschreibung besteht. Es werden mehr Rechtschreibfehler gemacht, das stimmt. Aber die Zahl der Texte nimmt aber auch deutlich zu.

Meiner Ansicht nach sind die Leute, die sich über einen "Niedergang des Deutschen" oder über die "Grammatik" sorgen machen, einfach nur Leute, die nicht verstehen, dass Sprache kein starres Konstrukt ist, sondern sich laufend ändert. Personen, die Angst davor haben, dass der Genitiv oder Konjunktiv ausstirbt, kann ich nur sagen: Ja und? Sprache ändert sich! Das nennt sich Sprachwandel, und es ist nichts Schlimmes! Diese Personen haben einfach Angst vor Veränderung und vergessen, dass es innerhalb von lebenden Sprachen immer Veränderung geben wird, immer wenn sich auch ihre Sprecher verändern. Sprachwandel sollte also nicht als negativer Begriff aufgefasst werden, denn es gibt ihn schon, seit es Sprache gibt. Und dies ist genau die Aussage, die jeder Sprachforscher wahrscheinlich unterstützen würde.

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Kommentar von howelljenkins
26.04.2016, 18:41

ich als zweitfach-magister der sprachwissenschaft unterstuetze diese aussage ^^

eine BEschreibende grammatik ist in der modernen sprachwissenschaft wesentlich wichtiger als eine VORschreibende.

davon abgesehen kriege ich bei manchen beitraegen hier zugegebener massen auch ausschlag, aber der ein oder andere stoesst sich umgekehrt an meiner notorischen kleinschreibung und meidung von umlauten oder esszett. da muessen wir alle durch.

meine rechtschreibung, grammatik und zeichensetzung ist wahrscheinlich im ernstfall besser als die vieler anderer, aber das weiss ich auch nur, weil heutzutage jeder im internet oeffentlich schreibt. 

vermutlich hat sich da gar nichts verschlechtert, es ist einem bloss frueher nicht so aufgefallen.

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Hängt sicherlich auch zum Teil mit dem genutzten Eingabegerät zusammen.

ist schon schwierig satzzeichen zu machen absätze zu machen und auch noch die groß und kleinschreibung zu beachten wenn man einfach alles irgendwie schnell mit dem smartphone eingibt muss ja nicht lesbar sein hauptsache jemand erledigt für einen die hausaufgaben

:)

Das trifft übrigens nicht nur auf Gute Frage oder die jüngeren Internetnutzer zu. Findet sich genauso auch bei älteren Herrschaften in diversen Foren und diversen Varianten im Dunstkreis der sogenannten  »Social Media« Angeboten.

Das ist auch nichts Neues. Nach fast 20 Jahren online mit diversen Newsgroups, Foren, Sozialen Netzwerken, etc. - es gab sie immer. Die Kleinschreiber, Satzzeichenverweigerer und Auf-Grammatik-Verzichter. Je höher die Anzahl der Nutzer, desto höher auch die Anzahl der Nutzer, welche eben diese Fraktion darstellen.

Wenn ich eine neue Frage sehe und beim Versuch sie zu lesen nicht weiterkomme -> wird sie eben weggeklickt und nicht beantwortet.

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Hallo,

du sprichst hier zwei Dinge an, die Rechtschreibung und die Grammatik.

Als Begründung oder Entschuldigung für falsche Rechtschreibung und Grammatik im Internet usw. wird oft u.a. angegeben, dass

es schneller geht

man in Eile ist oder war

das Bedienen der Umstelltaste usw. zu umständlich ist oder zu lang dauert

man im Internet ist und nicht in der Schule ist. In der Schule schreibe man ja richtig.

Bei letzterem Punkt halte ich gerne dagegen:

(Das Bemühen um möglichst) korrekte Rechtschreibung, Grammatik,

Zeichensetzung usw. - auch im Internet - ist schon deshalb so wichtig,

weil

unser Hirn nun mal so aufgebaut ist, dass es sich Falsches und Verbotenes ganz schnell merkt und

nur ganz langsam wieder vergisst oder verlernt.

Nicht umsonst tun wir uns so schwer damit, uns schlechte Angewohnheiten und Laster abzugewöhnen.

Außerdem ist - zumindest das Bemühen um - eine gute Rechtschreibung und

Grammatik - auch im Internet - ein Gebot der Höflichkeit und des

Respekts gegenüber dem Leser.

Übrigens findet man das auch in den gf.net Richtlinien (gutefrage.net/policy)

AstridDerPu

PS: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Spätestens in Bewerbungsschreiben zahlt sich sprachliche Richtigkeit aus.

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Meiner Tochter (17) ist die korrekte Schreibweise sowie Grammatik sehr wichtig.

Die (deutsche) Grammatik war schon immer von den einen geliebt und von den anderen gehasst.
Vielleicht fällt es heutzutage eher auf, weil es direkt sichtbar im Netz auftaucht.
Vor der Internetzeit war das nicht der Fall.

Es sind übrigens auch so einige Werbetexter Kandidaten des "ich weigere mich, gescheites Deutsch anzuwenden"-Clubs.
Zudem weise ich auf so manch unlogischen Sätze wie "wir sind Deutschland" hin.

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empfinde dies auch als sehr schlimm, obgleich diesbezüglich u. U. auch die Rechtschreibreform mitverantwortlich sein könnte. Durchaus etwas verunsichert sind offenbar seither ältere Kollegen ! 

Diese Entwicklung lässt sich auch in etwa mit Nordamerika -ich verlebte meine Jugend in British Columbia, Canada- sowohl in den englischen, spanischen als auch in den französischen Sprachräumen vergleichen, wo sich nicht zuletzt nach den Epochen der Einwanderung u. a. erhebliche Besonderheiten ausbreiteten vglw. zum europäischen Ursprung der jeweiligen Sprachen.  

Sicher ebenso in Südafrika und dem ganzen Kontinent wegen der unterschiedlichen Sprachen der Kolonialmächte sowie in anderen Teilen der Erde 

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Wenn ich Fragen wie deine lese frage ich mich manchmal, ob man eigentlich keine anderen Probleme hat? Schau dir die Welt an und dann schau dir deine "Probleme" an.

Nein ich verstehe nicht warum manche ein Problem mit der Grammatik und der Rechtschreibung anderer haben. Es ist nicht jedem Seines. Jeder hat Schwächen. Du auch. Regt sich darüber irgendwer auf? Es gibt zudem genug Menschen in Deutschland, Schweiz und Österreich die gar nicht von hier kommen und alles lernen müssen. 

Im Groben und Ganzen kann man hier die allermeisten Fragen verstehen, wenn man will und dem Inhalt mehr Aufmerksamkeit schenkt als der Form. 

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Kommentar von authumbla
26.04.2016, 11:48

das sehe ich ganz anders.

Diejenigen, die hier antworten tun das aus freien Stücken, weil sie Philanthropen sind, weil sie Menschen helfen möchten, meist sogar ohne auch nur ein Danke oder ein "Daumen hoch" dafür zu bekommen.

Da finde ich es nicht zu viel verlangt, wenn man sich als Fragestellender ebenso Mühe gibt, zumindest seine Frage nach besten Möglichkeiten zu stellen.

Ich meine nicht, dass hier jeder ein perfektes Deutsch vorlegen soll.

Aber wenn in ein und demselben Satz das gleiche Wort mal so, mal so geschrieben wird, wenn Groß- und Kleinschreibung extra missachtet werden, wenn Satzzeichen nicht gesetzt werden, sondern irgendein Brei von Buchstaben dem Antwortwilligen noch mehr Zeit zum Verstehen abnötigt...

...dann empfinde ich das als Akt der Unhöflichkeit.

Und zwar ein vermeidbarer Akt.

Im sozialen Miteinander kommt es nämlich nicht nur auf den Verweis auf irgendwelche "Weltprobleme und Katatrophen" an, sondern, dass man auch im Kleinen seinen Beitrag zu einem angenehmen Miteinander zu leisten gewillt ist.

Nichts anderes machen wir hier, wenn wir Antworten geben und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich dafür bei all meinen Mitstreitern zu bedanken!

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Hallo!

Ich (15) bin der Meinung, dass ein sehr großen Unterschied zwischen der Sprache, die im Internet verwendet wird, und der Sprache, die man "offline" benutzt, besteht. Ich kenne sehr viele Gleichaltrige, die sich online abscheulich ausdrücken (also so richtig umgangssprachlich und überhaupt keinen Wert auf Grammatik und Rechtschreibung legen, à la "gemma kino"), aber dann in Aufsätzen für ihre gewählte Ausdrucksweise gelobt werden. Ich kann mir selbst nicht erklären, weshalb so ein so großer Unterschied besteht, aber es ist eben so. Und solange diese Sprache nicht auch außerhalb des Internets überhand nimmt, denke ich, dass du dir keine Sorgen machen musst. 

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Wass meintst du darmiz? Jugentliche schreipen toch ganz oke...

Haha, Spass bei Seite :) Ich stimme dir vollkommen zu. Über kleinere Kommafehler oder dergleichen kann man im Internet mal hinwegsehen, aber manche schreiben ganze Wörter so falsch, dass man sie gar nicht mehr erkennen kann. Da kommt mir immerwieder das Schaudern.

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Ich bin zwar auch noch sehr jung, also 15, aber ich kann auch nicht verstehen, wie manche SO schreiben können. Irgendwie kommen mir die anderen Jugendlichen da so unsympathisch bzw. 'asozial' vor. Also nicht asozial, aber ich kann's gerade nicht passender beschreiben, haha. Ich stimme dir also bei der Aussage zu. 👍🏼

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Selbstverständlich ist Sprache keine Konstante, wie jedes Element einer menschlichen Gesellschaft ist sie jederzeit einem Wandel unterworfen. Will man die Ursachen finden sollte man meiner Meinung nach auf die gesamte Gesellschaft schauen - was hat sich verändert? Welche Auswirkungen hattes das?

Ein lässt sich klar feststellen: Unser Leben wird schneller. Soziale Netzwerke schaffen eine neue Art des Informationsaustauschs und damit aber auch den Anspruch die Nachrichten sämtlicher "Freunde" zu beantworten - wer legt da noch Wert auf Rechtschreibung? Gleichzeitig schaffen die mit diesen Netzwerken verknüpften digitalen Identitäten ein Anonymität, die vorher unerreichbar war. Die Folgen sind allgemein bekannnt: Cybermobbing und Drohnachrichten. Doch es werden auch Nachrichten verschickt, die selbst der Absender nicht außerhalb der geschützen Spähre seiner Anonymität verschicken würde. Aber diese Nachrichten werden tausendfach gelesen und leider auch adaptiert. Und dass eine auf das Verletzen eines Anderen ausgelegte Nachrichte nicht gerade ein grammatikalisches Freudenfeuer ist sollte auch klar sein. Ein weiterer Effekt unserer "schnellen" sind Abkürzungen, die millionenfach weltweit und plattformübergreifend verwendet werden und so einen neuen Sprachstandard schaffen. Die weltweite Vernetzung hat aber noch weitreichendere Folgen Anglizisem und Pseudo-Anglizismen wie z.B. "Handy" schleichen sich in unsere Sprache ein. Verantwortlich dafür ist, so der Volksmund, die Jugend. Und tatsächlich könnte er damit Recht haben, gerade in der berühmt-berüchtigten Pubertät tritt eine Phase ein in der sich Jugendliche vom alten, "uncoolen" distanzieren wollen. Dies geschieht durch Kleidung, Verhalten und vorallem durch Sprache. Sprache ist dynamisch, sie oder Teile von ihr mit vorangegangenen Generationen zu vergleichen.

PS: Auch ich gehöre noch zu heranwachsenden Altersgruppe aber auch ich bin gelegentlich entsetzt, insbesondere über die Nichtverwendung von Konjunktiv und Genitiv.

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Die Rechtschreibung wird Orthographie genannt, die Grammatik regelt den Satzbau, sozusagen den Ausdruck.

Du sprichst zwar beides an, aber ein Mensch kann sich durchaus gewählt ausdrücken, selbst wenn er starke Defizite in der Rechtschreibung aufzeigt. So gilt die Grammatik natürlich auch für das gesprochene Wort.

Mir ist das aber auch schon aufgefallen. In der Eile mache auch ich recht viele Fehler und manchmal vergesse ich ein Wort, weil ich in Gedanken bereits ein paar Zeilen weiter verweile.

Aber viele Beiträge sind heute teilweise direkt unleserlich geworden, gleichermaßen wegen mangelhafter Rechtschreibung, fehlender Interpunktion und eben einer furchtbaren Satzstellung.

Ich glaube, es liegt an den Smartphones. Schreiben ist eine Nebensache geworden, gleichzeitig wird aber ein Großteil der Kommunikation schriftlich abgewickelt. Also wird Zeit gespart, was man dann an der "Qualität" der Texte erkennen kann. Autokorrektur und Autovervollständigen tun Ihr übriges.

Sogesehen verkommt die deutsche Sprache also aus purer Faulheit.

Schlimmer finde ich jedoch, dass inzwischen auch die ältere Generation teilweise sehr nachlässig schreibt.

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Ich denke, eine "Sorge" um die Grammatik ist nicht berechtigt, es gilt ja dort der Grundsatz: Ein Fehler, den alle machen, wird irgendwann als Regel definiert. Die Grammatik geht also nicht verloren, sie verändert sich allerdings mit der Zeit.

Was aber wahrscheinlich eher Sorge machen sollte, ist, wenn eine allgemeine Verarmung im Umgang mit der Sprache feststellbar ist. Wenn die Ausdrucksweisen sich also nicht nach anderen, sondern nach überhaupt keinen nachvollziehbaren Regeln richten, wenn der aktiv benutzte Wortschatz kleiner wird, wenn verschiedene Sprachstile und Sprachebenen nicht gezielt eingesetzt werden können, wenn unterschiedliche Bedeutungsnuancen bei verschiedenen Formulierungen nicht erkannt werden, dann besteht sicher Anlaß von einer Verflachung, vielleicht sogar vom Niedergang der Sprache zu sprechen.

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Es ist ein Unterschied, ob man es aus Faulheit tut oder es nicht besser weiß.

Ich denke 80 % Faulheit und 20 % wissen es nicht besser.

Diese geschätzten 20 % würden sicher mehr davon haben, es ihnen zu erlären, als sich im Internet darüber aufzuregen.

Also wenn du schlechte Rechtschreibung siehst, sag es ihm ganz normal.

Du bist dann auch kein "GrammarNazi", sowas darf man tun, daran ist absolut nicht's schlimmes. Außer wenn bei 5000 Zeichen ein Flüchtigkeitsfehler vorkommt, also dann nur die korrigieren, bei denen es wirklich schlimm ist.

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Die Jugend ist immer nicht viel wert, aber sie werden uns ueberleben, das aergert uns schon, bedenke das mal!  Wenn alle so denken wuerden wie du, dann waere die Gesellschaft noch im Mittelalter oder frueher. Die  Alten denken immer: Mensch, wenn nur alle waeren so wie ich, besonders die Jungen, dann waere die Welt top, aber ist nicht so, du hast keinen nennenswerten positven Einflluss gehabt wie auch alle anderen, deswegen muessen sie gehen. sehe es mal so, die einen sorgen sich um Grammatik, die anderen um den Verfall der Moral, wieder andere sehen in der Zurschaustellung von Persoenlichem den Ansatz der Anarchie. Alles Ablenkung, um das Wahre nicht sehen zu muessen, das  wir die Quelle allem Ungluecks sind, nicht die anderen, das sagt sich leicht, die anderen sind Schuld. Aber Befreiung kann nur dir selbst geschehen, nicht den anderen, deswegen sorge dich am besten um dich selbst, dort wirst du fuendig, nicht im Aussen, das ist Illusion, Ablenkung und grosses Kino. Du bist der Story aufgesessen, aber hast vollkommen missverstanden, dass du die Story erschaffst, damit du es selbst kommentieren kannst. Alles Gute!

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in mangelhafter Ausdrucksfähigkeit spiegelt sich, denk ich mal, mangelhafte Denkfähigkeit. Unklare Gedanken werden unklar, unstrukturiert ausgesprochen und mitgeteilt. Hinzu kommt, dass wir kein zentrales Korrektiv zu  besserem, klareren Sprechen haben: Unsere Medien, unsere politischen Eliten sind Vorturner unstrukturierter Rede und grammatikalisch-stilistisch übler Phrasenemission. Dieses Übel scheint aber ein globales, denn ähnliche Klagen hört man in Japan ebenso wie in GB oder den USA.

Lektüretipp zur Auf- und Abmunterung:

Max Goldt - so gut wie alles was man von ihm in die Finger kriegen kann, zb: "Der Krapfen auf dem Sims", "Chefinnen in bodenlangen Jeansröcken", "Ü", "Schade um die schöne Verschwendung"

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Sebastian Sick - Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod I-IV

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Stimme dir voll und ganz zu. Ich bin 19 und sehe das 1:1 so wie Du.
Ich gehe mal davon aus, dass die Jugendlichen heutzutage gar keinen Wert mehr drauf legen, ob sie die richtige Schreibweise nutzen oder nicht. Genau dasselbe gilt auch für deren Aussprache. Schau dir das doch mal an wie das einfach nur noch runtersackt. Die reden wie der Besitzer des nächsten Dönerladens.

"Öy Brudah mach mal Foto von mia und meinän neuän Adidas Superstar, lo. "

Ich selbst reg mich wirklich jedes Mal drüber auf.
Man hat einfach nur noch Angst vor der Zukunft, weil es einfach nur noch schlimmer wird. Menschen haben noch nicht mal mehr eine eigene Meinung, lassen sich von anderen was einreden und bilden sich deren Meinung auf Basis anderer. Aber da kommen wir ja zu nem anderen Thema..

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Kommentar von domi158
07.06.2016, 18:05

Ehm.. Ich weiß nicht, was an der Aussprache "Öy, Brudah mach mal Foto von mia und meinän neuän Adidas Superstar, lo" falsch sein soll? Genauso spricht man den Satz "Öy, Bruder, mach mal Foto von mir und meinen neuen Adidas Superstar, lo" nämlich aus ;) Und sorry, dass ich beim Sprechen mit Freunden nicht immer auf alle Artikel und die perfekte Grammatik achte. Tue ich aus dem einfachen Grund nicht, dass es niemanden interessiert.. Auch die Jugendlichen, die so mit ihren Freunden sprechen, können auch ganz anders. Ist ja wohl irgendwie klar, dass ich mit Freunden anders rede, als mit einem Bankangestellten, Polizist usw.

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Kommentar von domi158
07.06.2016, 18:06

Bevor du anfängst zu meckern: Polizisten*

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Hallo elfentraumata,

Grammatik haben . Ich (18) distanziere mich inzwischen von meiner Altersgruppe und kann diesen Sprachwandel nicht verstehen . Meinungen?

Ich denke mal die Fehler findest du selbst.

Aber zu deiner Frage. Was erwartest du wenn selbst Deutschlehrer zum teil nicht über Grundschule Niveau kommen. In schulen wird zudem nur nach Plan und mit zu wenig Personal geschult und Jugendliche die mit der Materie, die alles andere als leicht ist, bleiben so auf der Strecke.

Zudem kommen noch Fremdsprachen, welche ihre eigene Grammatik haben und von einigen Menschen leider, unbeabsichtigt auf die eigene Sprache kopieren. Bedenke auch die Erschwernis durch sich immer wieder ändernde Regeln. Dazu kommt noch das SMS und Whatsapp Zeitalter, wo in den Nachrichten, kaum Grammatik gebraucht wird.

Du wirst in Deutschland genug Menschen finden die selbst einen einfachen Satz nicht mehr verstehen können, weil sie mit dem nichts anfangen können, was gesagt wurde.

Ich denke es hat nur bedingt was mit Cool oder Uncool zu tun. Es ist eine Mischung aus mehreren Problemen, welche von Staatsseite immer ignoriert wird, da man sich lieber über Finanzierungen und Entscheidungsrechte der einzelnen Bundesländer streitet. Ich war mal in einer Arbeitsamt Maßnahme, von 20 Teilnehmern waren 4-5 Analphabeten und dazu noch Zwischen 40 und 50 Jahre (In Deutschland!).

Gruß Plüsch Tiger

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 ... von der abscheulichen Rechtschreibung heutzutage. Meine Frage ist deshalb ob es heutzutage "uncool" ist sich gewählt auszudrücken oder ob die Jugendlichen generell Probleme mit der Grammatik haben ...

ja .... und ebenfalls mit der Interpunktion ;-) 

Meine Frage ist deshalb, (Komma) ob es heutzutage "uncool" ist, (Komma) sich gewählt auszudrücken oder ob die Jugendlichen generell Probleme mit der Grammatik haben? (Fragezeichen)

Ich brauche dringend Motivation und Tipps, (Komma) um mit dem Rauchen aufzuhören :) Danke im Voraus.

Hallo User, ich (18, noch nie Zahnspange getragen) habe seit Freitag das Gefühl, dass sich meine Zähne extrem verschieben. Eigentlich kann man seitdem von Tag zu Tag eine größere Verschiebung erkennen, besonders in der unteren Zahnleiste. Noch dazu kommen im Moment oben meine Weisheitszähne raus. (Punkt) Hat das einen Zusammenhang? Ich bin wirklich besorgt.

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! 

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