Sonnenspektrum mit LEDs imitieren

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4 Antworten

Ich weiß, dass die Angaben Lumen verwirrend und nicht gerade sinnvoll sind,

Ganz im Gegenteil, das ist in den meisten Anwendungen die sinnvollste Angabe.

Wie man lm in W umrechnet, habe ich Dir früher schon gezeigt: Den vellenlängenabhängigen Umrechnungsfaktor nannt man Spektraler Hellempfindlichkeitsgrad; für Deine Zwecke reicht eine grafische Darstellung, z.B. hier:

http://www.hereinspaziert.de/Sehlicht_2009/Bild1.htm

1 lm = 1,464 mW / (Spektraler Hellempfindlichkeitsgrad)

W / qm ergeben sich dann, wenn die Fläche feststeht, die Du mit der jeweiligen Leistung beleuchtest.

Rechne die Lichtleistung Deiner verfügbaren LEDs um in W, oder meinetwegen auch in W/m^2, und entnehme Deiner Sonnenspektrum-Grafik, welche Leistung bei der jeweiligen Wellenlänge benötigt wird.

Falls es darum geht, Pflanzen zu beleuchten, noch zwei Anregungen:

1) Es gibt fertige Pflanzenlicht-Lampen zu kaufen, die nur im blauen und roten Bereich leuchten. Sowohl als Kompaktlauchtstofflampe als auch als LED-Lampe.

2) Nachbilden des Sonnenspektrums ist nicht die beste Lösung. Wahrscheinlich wären zwei Sorten LED besser, eine beim roten, eine beim blauen Wirkungsmaximum Deines Chlorophylls gelegen. Ich hätte es pi mal Daumen mit 8 W (nur LED1) plus 12 W (nur LED5) versucht.

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Kommentar von cs1100101
10.10.2011, 18:12

Ja, danke. Diese Kurve habe ich gesucht!

Ja, es geht mehr oder weniger darum, Pflanzen zu beleuchten. Diese derzeit verkauften Pflanzen-lampen sind wohl nicht effektiv. 1 Welle jeweils im blauen und rotem Bereich ist einfach zu wenig. Da es mehrbandige Lampen noch nicht zu kaufen gibt, will ich sie mir selber bauen!

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da hast du dir viel vorgenommen. Das Spektrum der Sonne ist das Spektrum eines schwarzen Strahlers mit einer Farbtemperatur von ca. 6000 Grad. Über die Plancksche Formel kannst du die relativen Intensitäten für die Wellenlägen deiner LEDs berechnen. Diese Intensitäten sind in Watt gegeben. Um auf Lumen zu kommen, musst du diese Watt-Angabe mit der Empfindlichkeit des menschlichen Auges für diese Wellenlängen multiplizieren. Dann hast du die relativen Intensitäten in Lumen. Jetzt musst du die Lichtstärken der LEDs über den Strom in dieses Verhältnis setzen. Dazu musst du erst einmal ermitteln, bei welchen Arbeitsströmen die angegebenen Lumenwerte gelten. Du kannst den Strom für eine Wellenlänge natürlich auch auf mehrere LEDs des gleichen Typs aufteilen.

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LEDs sind üblicherweise recht monochromatisch (in ihrem Bereich). Sonnenlicht ist hingegen sehr breit. Mit Nadelspektren kommst Du nicht zum Ziel.

Frage: Wozu brauchst Du es?

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