Sommer: Warum ist die Wohnung bei offenen Fenstern wärmer als die Außentemperatur?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist ganz einfach Hitzestau.

Warme Luft steigt nach oben. Draussen gibt es viel oben, bei dir ist an der Decke Schluss. Halt dein Thermometer Mal unter die Decke...

Außerdem gibt es draussen auch mehr Zugluft als durch deine Fenster. Die Wände bremsen

Verstehe, das macht Sinn. Auch Ihnen vielen Dank für Ihre Erklärung. :)

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Auch draußen steigt die Temperatur an, jedoch die Zimmertemperatur schneller als die Außentemperatur.

Das würde bedeuten, dass ihr in der Wohnung große Wärmequellen habt. Oder dass sie sehr schlecht isoliert ist, sodass die hohen Temperaturen auf den Außenwänden durch Sonneneinstrahlung gut die Wärme bis innerhalb der Raumes transportieren können.

Ggf. sind die Thermometer aber auch nur defekt oder ungünstig aufgestellt, sodass die Messwerte falsch sind.

Danke für Ihre Antwort.

Wir haben insgesamt 3 Außenthermometer und mehrere in der Wohnung. Bisher schienen die Werte, abgesehen vom Auslageort (z.B. ist die Südseite tendenziell tagsüber wärmer als die Nordseite, die im Schatten liegt), soweit ähnlich, daher gehe ich davon aus, daß die Technik soweit korrekt ist. Ihr Gedanke hätte natürlich stimmen können, daher danke für den Hinweis.

Wir selber achten im Sommer darauf, möglichst wenig Wärme zu produzieren. Ich weiß nicht, was die Nachbarn machen, wie z.B. dort die Lüftung betrieben wird oder welche Geräte bei den Nachbarn eingeschaltet sind und wo sich diese befinden. Zu hören war jedenfalls nichts.

Das Phänomen mit dem Temperaturanstieg in der Wohnung wiederholt sich nach einer gewissen Zeit der Wärmeeinwirkung von Außen. Der Zustand ist also nach einer gewissen Zeit reproduzierbar.

Seltsam ist eben, daß die Wohnung sich in der Nacht abkühlt, also es nicht permanent warm in der Wohnung ist, wie es z.B. beim Backofenprinzip wäre - allerdings lüften wir nachts, wodurch die Temperatur weniger stark absinken sollte, sofern es am Durchzug / Wind liegt, daß die Innentemperatur sich zunächst abkühlt.

Es ist auch keine subjektive Wahrnehmung, daß die Temperatur synchron mit der Außentemperatur ansteigt, nur eben, daß die Innentemperatur, trotz Lüften, höher liegt, denn es lassen sich Werte technisch messen.

Irgendwann gleichen sich die Temperaturen schließlich an und die Innentemperatur steigt nicht weiter, die Außentemperatur jedoch schon. Im Tagesverlauf gleichen sich die Temperaturen dann wieder an, trotz, daß die Fenster geschlossen sind (hier sehe ich das Backofenprinzip).

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@TheKain
Seltsam ist eben, daß die Wohnung sich in der Nacht abkühlt
allerdings lüften wir nachts, wodurch die Temperatur weniger stark absinken sollte,

Ähhh... Doch natürlich sollte die Temperatur nachts durch Lüften mit kühler Außenluft stark absinken.

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@Callidus89

Ja, das tut sie auch. Das war in meiner Erklärung nicht der Fokus, sondern die Erläuterung, wie genau sich die Temperaturentwicklung verhält unter Ausschluss eines allgemeinen "Backofenprinzips". Läge die Temperaturbegebenheit an Letzterem, würde die Wohnung nachts nicht abkühlen können, da die Wände die Wärme, die sie tagsüber gespeichert hätten, auch nachts abgeben würden.

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@TheKain

Naja, wenn der Luftwechsel groß genug ist, kann die Luft im Raum schön kühl sein, während die warmen Wände langsam aber kontinuierlich ihre Wärme weiterhin an die Luft abgeben.

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Klar, Glashauseffekt, den gibt es auch bei Mauerwerk.

Danke auch für Ihre Beteiligung. Den Begriff werde ich nachschlagen.

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Weil die Hitze sich in einem geschlossenen Raum staut. Das Mauerwerk speichert die Hitze, und gibt sie verzögert wieder ab. Das gleiche gilt im Winter natürlich umgekehrt.

Danke auch hier!

Das ist der Grund, weshalb die Innentemperatur erst kühler ist und anschließend zusammen mit der Außentemperatur ansteigt? Nur dass es in der Wohnung schneller warm wird als draußen.

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Die Wände, besonders die alten Wände, speichern Wärme ohne Ende und geben diese Wärme zusätzlich an die Raumluft ab zu der warmen Außenluft.

Hier hilft nur Beschattung, Wärmedämmung hilft hier garnicht. Und da Beschattung eines ganzen Hauses etwas schwierig bis unmöglich ist, helfen hier nur Klimaanlagen, Splitgeräte. Die schaffen wir uns jetzt auch an, bei 27° zu schlafen macht keinen Spass.

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