Sollten wir Deutschen den USA auf ewig dankbar sein?

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17 Antworten

Ohne die glorreiche US-Army würden wir immernoch unter Hitlers Nachfolgern leben

Darüber kann man sich trefflich streiten.

Wer aus der Antihitlerkoalition es alleine geschafft hätte, ist immer wieder Streitgegenstand. Wenn es überhaupt jemand allein geschafft hätte, dann wäre es die Sowjetunion gewesen, die auch die Hauptlast bei der Zerschlagung der faschistischen Armeen getragen hat.

Nicht streiten kann man sich darüber, dass ohne die Sowjetunion eine Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus nicht möglich gewesen wäre. Wie sieht es denn da mit der "ewigen Dankbarkeit" aus?

Sollte man nicht eher den 27 Mio gefallenen Sowjets gedenken? Sie hatten mit Abstand die grössten Verluste....

Wir sollten dankbar sein, in der heutigen Zeit, und nicht vor 70 Jahren zu leben. Wir sollten uns für nichts entschuldigen, was wir persönlich nicht getan haben und müssen uns daher auch nicht bedanken, zumal die heute lebenden Amerikaner damit auch nichts direkt zu tun haben.

Ewig dankbar sein finde ich übertrieben, in 80 Jahren verändern sich die Menschen, neue Generationen sind geboren... aber ich hab momentan das Gefühl dass es an der Zeit ist den Amerikanern etwas zurückzugeben nämlich gesunden Menschenverstand bei der Präsidentschaftswahl!

Die USA hätte Hitler weiter Freien Lauf gelassen sofern er ihnen nicht den Krieg erklärt hätte. Die Amis hatten mit Hitler kein Problem. Warum auch? Anderer Kontinent, für einen selbst keine Gefahr, Wirtschaft stieg extrem an durch Lieferungen und Darlehen an alle anderen Länder die gegen die Nazis kämpften und und und.. Erst durch die Kriegserklärung Deutscher Seite sah sich die US Regierung dazu gezwungen einzuschreiten. Hätte diese Kriegserklärung nicht stattgefunden wären die USA sicherlich nicht In den Krieg eingetreten. Warum auch? 

Den größten Beitrag zur Befreiung Deutschlands vom Hitler-Faschismus leistete die Sowjetunion mit ihrer Roten Armee. Sämtliche Großschlachten wurden auf sowjetischen Boden ausgetragen.

Unter aller größten Opfern befreite die UdSSR sich und andere osteuropäische Staaten von der braunen Gewaltherrschaft. Daraus ergibt sich, dass wir den USA nicht weiter dankbar zu sein haben.


Nein, von Deutschen als Volk war zu keinem Zeitpunkt Dank an die Amis angesagt. Hitler wurde vom deutschen Volk gewählt. Zwar wurde er nur von einer Minderheit des deutschen Volkes gewählt, doch verschaffte sich Hitler nach seiner Wahl durch oder trotz seines weiteren Vorgehens unter dem deutschen Volk eine Beliebtheit, wie sie kein anderer deutscher Politiker jemals erreicht hat. Von einer „Befreiung“ Deutschlands kann somit kaum die Rede sein. Die USA kamen als Besatzer. Selbst nach Kriegsende behandelten die USA deutsche Kriegsgefangene nicht als Kriegsgefangene, sondern als „entwaffnete Feinde“ und ließen sie auf den Rheinwiesen millionenfach verhungern. Zudem rissen sie sich Tonnenweise Patente und deutsches Know-how unter den Nagel, zusätzlich zu den Reparationszahlungen, die Deutschland leisten musste. Ihre Militärpräsenz lassen sich die Amerikaner bis heute von Deutschland bezahlen. Wofür bitte sollten die Deutschen also dankbar sein? Die damalige Generation wollte Hitler, nicht Amerika; sie kämpfte gegen Amerika. Nachfolgende Generationen hätten es ganz bestimmt auch ohne amerikanische „Hilfe“ geschafft, Deutschland zu einem glücklichen, lebenswerten Land zu machen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass unter Hitler bereits die technologischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür geschaffen waren.

atzef 05.11.2016, 10:14

Doch.

Die Amerikaner und die Aliierten haben uns Deutsche vom Hitlerfaschismus befreit und uns Friede, Demokratie Rechtsstaatlichkeit und Freiheit gebracht.

Dafür haben sie viele deutsche Nazis und Rechte töten müssen und diese Aufgabe zu unserem Vorteil effizient erledigt.

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DetlefRuchatz 05.11.2016, 11:32
@atzef

Du scheinst meine Antwort nicht ganz verstanden zu haben. Die Mehrheit der damaligen Deutschen wollte nicht vom Hitlerfaschismus befreit werden. Sie wehrte sich bis zum bitteren Ende dagegen. Somit wurden die Deutschen nicht befreit, sondern besiegt. Gesellschaften entwickeln sich weiter. Sobald die Deutschen zur Ansicht gelangt wären, dass Faschismus nicht mehr zeitgemäß ist, hätten sie das System selbst verändern können. Dafür sind keine Amerikaner notwendig.

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Maxieu 05.11.2016, 11:26

"...und ließen sie auf den Rheinwiesen millionenfach verhungern..."

...während du dir anscheinend zuviel Rheinwein gegönnt hast.

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DetlefRuchatz 05.11.2016, 12:31
@Maxieu

Okay, Korrektur: Laut Wikipedia waren es „nur“ bis zu 40.000 Deutsche, welche die Amerikaner auf den Rheinwiesen verhungern ließen. Der Rest war lediglich extrem unterernährt. Dem Roten Kreuz wurde der Zugang zu den Lagern von den Amerikanern verweigert.

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Die glorreiche US -Army hätte es ohne der auf ausdrücklichen Wunsch der Amys vorgezogenen stattgefundenen Offensive der Roten Armee garnicht geschafft sich auf dem Festland zu halten.

Genau, vergessen wir mal die Sowjetunion, die den größten Teil geleistet hat.

Maxieu 05.11.2016, 11:27

...um uns Freiheit und Demokratie zu bringen?

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applegeek 05.11.2016, 11:30

Hab ich nie gesagt.

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Maxieu 05.11.2016, 12:00
@applegeek

Eben.

Du schweigst dich mehr oder weniger elegant darüber aus, den größten Teil woran die Rote Armee geleistet hat.

Die in der Frage angesprochene Dankbarkeit kann sich ja nicht nur auf die militärische Niederlage beziehen, sondern schließt das ein, was an die Stelle des NS getreten ist.
Da  hält sich die Dankbarkeit, auch wenn man von zehn- oder hunderttausenden von Vergewaltigungen absehen wollte, verständlicherweise in bescheidenem Rahmen

- erst recht, wenn man berücksichtigt, welche Rolle die sowjetische Führung von 1939 bis 1941 für die Erleichterung der deutschen Expansion gespielt hat.

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Ja. Auf ewig. Aber eben auch nur für diesen Verdienst. Nicht für alles mögliche andere.

Als die Amerikaner in den Krieg eingegriffen haben, waren durch die glorreiche Sowjetarmee bereits alle Messen gesungen, symbolisch seit Stalingrad und endgültig seit der Schlacht am Kursker Bogen.

Alles, was danach kam, z.B. das Eingreifen der glorreichen US-Army, beschleunigte zwar das Ende des Krieges, war aber nicht mehr ausschlaggebend für den Sieg über Hitler.

Alles dazu findest du im Net, wenn du "rechte" Seiten und die Aussagen der polnischen Regierung z.B. dazu ausschließt.

Maxieu 05.11.2016, 11:39

Und die US-Lieferungen an die Rote Armee?

Und die Tatsache, dass Japan nach den Midways (Juni 42) auf der Verliererstraße war und nie mehr ernsthaft daran denken konnte, die SU von Osten her anzugreifen?

Die Armee hieß übrigens nicht Sowjetarmee, und der Krieg hieß auf sowjetischer Seite nicht umsonst nicht Befreiungskrieg, sondern Großer Vaterländischer Krieg.

Was einzelne Völker von diesem "Vaterland" hielten, zeigten die ersten Niederlagen der Roten Armee und zeigt ein Blick auf die geopolitische Landkarte heute.

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N0Nentity 05.11.2016, 12:49
@Maxieu

Wenn ich Sowjetarmee und nicht "Rote Armee" sage, hat das seinen  Grund. Im heutigen Sprachgebrauch werden Armeen sogenannter kommunistischer Länder als "Rote Armeen" bezeichnet, deshalb Sowjetarmee, was nicht missverständlich sein dürfte.
Danke für den HInweis, dass der Krieg der Sowjetunion "Großer Vaterländischer Krieg" hieß. Das wusste ich sicher eher als du.

Was diese Völker von diesem Vaterland hielten, beweist das Resultat, das dir offenbar nicht passt, aber nicht zu leugnen ist.

Es gab seit 1942 das "Land-lease-Abkommen" zwischen den Alliierten, in das auch die Sowjetunion einbezogen wurde und somit die Niederlage Nazideutschlands erheblich beschleunigt wurde.
Profitiert von diesem Abkommen haben alle beteiligten Länder, nicht nur die Sowjetunion.

Die SU hat 12 Millionen Soldaten verloren, ohne Zivilisten,
die Amerikaner 300 Tausend Soldaten, d.h., dass auch damit die SU die Hauptlast dieses Krieges getragen hat.

http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php?title=Lend-Lease-Act

Den Grund für den SIEG der Sowjetarmee auf dieses Abkommen zu reduzieren ist wohl eher dem Wunschdenken als den Tatsachen zu schulden.

Übrigens hast du vergessen, den "General Winter" ins Feld zu führen.:)



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Ja, und der englischen Luftwaffe, die die deutsche Invasion im Sommer 40 verhindert hat.

Ja 👍 aber nicht bedingungslos.

Die heutige deutsche sowie amerikanische Generation hat damit nichts mehr zu tun. Das ist Geschichte.L.G.

Der US-Army?? Dank mal lieber der Roten Armee der SU.

Wie viele solcher Fragen willst du eigentlich heute noch stellen?

Naja die Wehrmacht hätte so oder so gegen die rote Armee verloren, durch die Amis und deren Invasion ging es "nur" schneller"

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