Sollten werdende Väter bei der Geburt anwesend sein?

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16 Antworten

Liebe KateLiz,

"soll" wäre schlecht, "sollte" kann ich unterschreiben. Ja, sollte er. Warum ?

  • Er lernt seine Frau (meist) von einer völlig anderen Seite kennen. Seien wir ehrlich: du darfst als Mann eine Zeit lang zuschauen, wie sich jemand, den du (hoffentlich) sehr liebst, ziemlich quält. Und du kannst nichts tun außer da zu sein in den Momenten, in denen sie dich wahrnimmt, und zu versuchen, dadurch Kraft zu geben. Und du weißt das. Du bist also relativ hilflos. Sie kann und wird das alleine meistern. Und hinterher weißt du als Mann, was sie da gerade gemeistert hat - und dann darfst du dich gerne beim Rasieren mustern und dich ehrlich fragen, ob du das auch draufhättest. Das war kein Videospiel. Und häufig auch ohne Betäubung. Da gewinnst du als Mann ziemlich Respekt vor der Frau.

  • Er lernt auch sich selbst von einer anderen Seite kennen. Dir gehen nämlich als Mann ziemlich fix die coolen Sprüche aus, weil das Ganze so persönlich ist wie nur was. Zum Glück haben die Hebammen und Ärzte/-innen schon so ziemlich jedes Schimpfwort gehört, und die Männer, die sie haben heulen sehen, würden wahrscheinlich jedes Wartezimmer sprengen. Ich war ein bißchen dankbar, daß meine Frau nur so 50% der Vorgänge und Äußerungen bewußt mitbekommen hat, weil sie durchgängig mit etwas anderem beschäftigt war. Besonders druckreif war ich wahrscheinlich nicht. Allerdings scheint mein Nervenkostüm doch relativ gut zu sein; die Flatter bekam ich erst danach - da allerdings massiv mit Hinsetzenmüssen usw. Aber ich habe beide Kinder zum ersten Mal gewaschen, auch wenn ich jedes Mal Schiß hatte, mit meinen Riesenpfoten etwas an diesem kleinen Bündel zu zerbrechen.

  • Außerdem könnt ihr gemeinsam später herzlich über geburtsvorbereitende Literatur lachen und lästern. Wir waren beide zum Geburtsvorbereitungskurs, wir haben beide vor dem ersten Kind gelesen, um uns schlau zu machen. Wir haben einhellig festgestellt, daß Wissen nur eine äußerst mangelhafte Vorbereitung auf dieses Ereignis ist. Es ist für jeden und jede anders, und solange man es nicht erfahren hat, weiß man eigentlich nichts. Sehr viele Sachen laufen automatisch richtig - du machst es einfach so, wie du denkst, dass es sein sollte - und häufig soll es auch genau so sein. Für den Rest gibt es Hebammen, Ärzte und Schwestern, die man fragen kann und sollte. Da ist auch nix peinlich - die haben schon viel verrücktere Sachen gesehen und gehört. Aber unter anderem deshalb war ich ganz froh. daß wir uns beim ersten Kind nicht für eine Hausgeburt entschieden haben: du bist in einer Umgebung, in der du für jeden Fall alle Hilfsmittel und das Personal parat hast.

  • Klar habe ich auch mal unten hingeguckt. Läßt sich gar nicht vermeiden. Aber - sorry - das lief für mich auf einer völlig anderen Schiene ab. Und da mein Part eher der Zuspruch war, stand ich eher am Kopfende und ließ mir die Hand zerquetschen. Ich habe z.B. gelernt, daß meine kleine, zarte, holde Frau mit 1,paarundsechzig und knapp 60 kg einen Händedruck entwickeln kann, daß dir die Hand taub wird. Mitunter verwechselt man als Mann Zärtlichkeit mit Schwäche. Ist mir danach nicht mehr passiert. Und soweit ich das beurteilen kann, hat unser Sexleben keinen wesentlichen Knick bekommen. Ein wenig hat es sich verändert - aber das hat eher mit der Mutter- und Vaterschaft zu tun als mit der Geburt selbst. Und wie gesagt, wir haben zwei Kinder.

Ich sag mal, wenn du willst, daß er dabei ist - und wenn er auch dabeisein möchte, dann macht es. Es ist für beide eine wichtige Erfahrung, wenn du als Frau auch weniger davon unmittelbar mitbekommst als er. In jedem Falle ist es eine Form des Sich-Gegenseitig-Kennenlernens, die euch in ihrer Tiefe und Einzigartigkeit miteinander verbinden wird. Es müssen aber beide wollen. Und wenn er als Mann Sorge hat, er könnte im Kreißsaal umkippen - auch das kennen die dort. Dann gibt es halt einen Stuhl, und er assistiert im Sitzen. In jedem Falle wird er das Zarte und Beschützenswerte danach mit anderen Augen betrachten - und auch die Vorstellung, zwischen eine Mutter und ihr Kind zu treten, gewinnt ein paar Warnfarben mehr ;-)) Ich kenne ja den deinen nicht - aber ich finde starke Menschen, die den Mut haben, auch mal schwach sein zu wollen, schon ziemlich erotisch...

LG andisazi

Danke für den Stern :) ...

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Genau das ist das Problem - wenn sie es anschauen müssen!

Ganz ehrlich - wer nicht will, der soll sich sowas auch nicht anschauen! Viel wichtiger ist doch, daß die Väter sich dann um ihre Kinder kümmern und ein guter Vater sind - davon haben die Kinder und auch die Mutter (also Ehefrau bzw. Partnerin) wesentlich mehr als einen Mann, der bei der Geburt kot... muß, weil er kein Blut sehen kann!

ErsterSchnee er soll ja nicht da unten schauen sondern, seine Frau beruhigen, trösten.

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@varsinbirsin

Das Blut verteilt sich trotzdem. Und spätestens dann, wenn er das blutige, schleimige und seltsam-gefärbte Wesen in den Arm gedrückt kriegt, zeigt sich doch, was er tatsächlich aushält.

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:) Hallo. Wie in deine Frage schon bekannt ''sollten...? ''. Naja das ist eine individuelle Frage. Früher habe ich mir gedacht: ne der Vater darf nicht bei der Geburt dabei sein. Da würde ich doch schrecklich aussehen. Außerdem möchte ich nicht, dass er sieht was für Schmerzen ich habe. Aber weißt du was? Die Männer können ruhig zusehen wie schmerzhaft es ist ein Kind zur Welt zu bringen! Wir werden gev***** und wir müssen das Kind zur Welt bringen! Also können sie wenigstens bei der Geburt dabei sein! Wir Frauen müssen den Haushalt schmeißen, wir müssen kochen, wir müssen das und das.. :) Nein jetzt aber im ernst: Ich finde es wunderschön, wenn dein Mann deine Hand hält und dir Kraft gibt, während du das Kind zur Welt bringst. Ich finde das wundervoll. :) Und ich glaube ich bräuchte auch die Unterstützung von meinem Mann. :) Mein Freund und ich haben auch drüber gesprochen wie es bei der Geburt aussehen würde. Und er hat gesagt er möchte unbedingt dabei sein, bei mir, bei unserm Kind, wenn unser Kind zur Welt kommt. Er kann sich nix schöneres vorstellen. :) Und deswegen bin ich der Meinung der Mann sollte bei der Geburt des Kindes dabei sein. Aber das muss nicht jeder Mann wollen. :)

Man kann nicht generell sagen, dass ein Mann bei der Geburt dabei sein soll oder nicht. Das ist immer eine individuelle Angelegenheit. Manche Männer sind entsetzt, wenn sie dabei sind, viele empfinden es als einen der schönsten Momente ihres Lebens. Es gibt auch Frauen, die ihren Partner bei der Geburt nicht dabei haben wollen. Wenn ein Paar ein Kind erwartet, sollten sie sich zugestehen, ganz ehrlich sein zu dürfen. Niemand soll auf den anderen Partner Druck ausüben. Wenn sich ein Mann freiwillig und aus eigenem Wunsch entschließt, der Geburt beizuwohnen, wird er auch keinen Schock bekommen und das Sexualleben leidet nicht.

Also wenn jemand das als Begründung nimmt um nicht bei der Geburt da zu sein ist das ja lächerlich. Natürlich sollten die Väter anwesend sein, sofern es auch die Mutter will.. Als Unterstützung etc. Und ja, ist wahrscheinlich nicht sehr attraktiv, wenn die Frau breitbeinig schreiend da liegt, aber wenn man soweit ist Kinder zu haben sollte man über so etwas ohne Probleme hinweg sehen können.

Ich spreche hierbei nicht aus Erfahrung sondern das ist einfach nur meine Meinung ;)

Meine Meinung: Die Mutter kann nicht sagen "Ich will nicht dabei sein, mir ist es peinlich, ich kann kein Blut sehen." Sie muss das alles durchstehen. Der Vater darf sowas aber sagen? Er hat keine Schmerzen, mit seinem Körper geschieht nichts, aber er will sich davor drücken? So ein egoistisches Verhalten würde ich als Frau nicht verzeihen können.

Ich hoffe mal wirklich, daß Du noch sehr jung bist!

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@ErsterSchnee

Ich bin 22 und kenne viele moderne junge und ältere Frauen, die so denken, zum Glück! Es gibt übrigens auch etliche Männer, die so denken.

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Quatsch. Wenn jemand nicht will sollte er auch nicht dabei sein.

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Also ich würd nicht wolln das mein Partner dabei ist. Ich mein der Gedanke das es sieht wie das Kind rausgepresst wird ist nicht so toll. Bei mir in der Familie war nei ein Mann dabei. Finde auch der Mann sollte lieber alleine bammeln währen die Frau in ruhe das Kind bekommt. Ich mein ist auch eine stressige situation für die Frau.

Ich z.B. habe die Haus-Geburten meiner beiden Kinder direkt und sogar aktiv selbst miterlebt, sogar die Nachgeburten entsorgt. Das alles hat meinem Sex-Interese an meiner Frau keinen Abbruch verursacht, eher umgekehrt.

Das muss jedes Paar für sich selbst wissen. Meist ist es echt besser, eine Freundin oder die Mutter etc sind dabei, nicht der Vater. Bei den Wehen ja, aber wenn dann die eigentliche Geburt losgeht, soll er besser Kaffee holen gehen. :D Als Frau sollte man ihn jedenfalls nicht zwingen.

Das ausbleibende Sexleben ist nicht aufgrund dessen entstanden, dass er dabei war, sondern dass einfach jetzt ein Kind auf der Welt ist, dass Aufmerksamkeit rund um die Uhr braucht.

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@crazyrat

Ja das mit dem Kind ist ja total logisch, habe ich oben ja auch geschrieben. Das Kind steht da eben erst mal im Vordergrund, ist ja klar. Aber angeblich ist das ja bei vielen so, weil sie die Frau dann "eklig" finden oder so... Darauf war das bezogen.

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Kann ich jetzt nicht bestätigen. Also wenn du deine Frau jetzt attraktiv findest, wirst du sie auch bei und nach der Geburt so finden.

Natürlich ist die Plazenta (die Versorgungsstation, die nach dem Baby rauskommt) jetzt keine Barbiepuppe aber selbst die fand ich eher interessant als abstoßend.

Aber: du kannst bei der Geburt dabei sein, ohne dass du jetzt jedes Detail sehen musst, wenn du meinst, das wäre nichts für dich. Du sitzt ja eh nicht in der Position des Frauenarztes bzw. der Hebamme, sondern eher auf Schulterhöhe.

Ist dieses "du" jetzt im Sinne von "man" gemeint? Weil ich bin kein Mann... ;)

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@KateLiz

ja, im Sinne von "man(n)" bzw. wenn du die Partnerin bist, im Sinne von "er"

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Bei den meisten, die dabei sind, ist das nicht der Fall, weil sie dabei waren, sondern weil dann einfach andere Dinge im Vordergrund liegen: Das Kind.

Und es ist durchaus sehr gut und sinnvoll, dabei zu sein.

Ja, das ist dann ja was anderes...

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Er sollte dabei sein, sie trösten, ihr sagen was sie tun kann, denn in dem Moment kann sie nicht klar denken. Der Mann kann sie besser erreichen, als sonst irgend ein anderer Person.

Aber er sollte nicht zuschauen, wie das Kind geboren wird. Er soll seine Frau anschauen, ihr zu sprechen, beruhigen. Also nicht nach unten schauen.

Warum soll die Frau alles alleine durchstehen? Er ist genauso daran beteiligt gewesen. Deine Sorge ist unbegründet, wenn es so wäre, würde kein einziger Mann dabei sein, aber sie weren immer mehr. Das finde ich auch gut so!

Wenn ein Mann sich aus all seinen Pflichten raus redet, weiss er sie nicht zu schätzen. Er soll sehen, was die Frau alles auf sich nimmt. Er soll auch seinen Beitrag auf sich nehmen, nicht abhauen wenn es mal schwierig wird.

Er 'sollte' dann dabei sein wenn er will bzw. wenn beide wollen.

Und dann kann er genau so viel sehen wie er möchte^^ Besteht ja kein Zwang.

Meiner jedenfalls findet mich bis dato deswegen nicht abstossend^^ Und er war gerne dabei.

Hallo. Ja das stimmt ja so nicht ganz. Der Mann sieht dabei ja nicht direkt zu. Man sitzt am Kopfende der Frau und redet gut auf sie ein, feuert sie gewissermaßen an :-)

Es ist allgemein bekannt, dass viele Männer so reagieren. Daher werden sie bewusst davon getrennt. Es ist auch wirklich kein sehr schöner Anblick.. Wirklich nicht.. Aber die Freude überwiegt dennoch! Gruß!

es gibt viele paare die mehrere Kinder haben wo der vater bei den geburten dabei war.....ohne sex wäre es wohl ein einzelkind geblieben

wen die mutter auch da ist

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