Sollten man jetzt mit der Türkei/ Türken anders umgehen?

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12 Antworten

Naja, vielleicht sollte man erstmal die Kirche im Dorf lassen, oder?

Erstens ist die AKP, trotz einer nicht allzu versteckten Machtpolitik, von einer Mehrheit demokratisch gewählt worden. Auch die Wandlung der Staatsform wäre nur demokratisch zu erreichen. Hier muss man zuallererst respektieren, daß die Türken mit ihrem Land machen können, was sie wollen.

Zweitens läuft nun auch inder EU und ihren Mitgliedsländern vieles - höflich ausgedrückt - nicht demokratisch einwandfrei. Also vielleicht erstmal das gewetzte Messer an der eigenen Kehle ansetzen.

Drittens pflegen wir als Deutsche genug freundschaftliche bis herzliche Beziehungen zu unzähligen Schurken auf der ganzen Welt, die es zuerst zu vermeiden gilt, wenn wir hier jetzt die ganz große Moralkeule auspacken wollen.

Die Türkei ist ein wichtiger strategischer Partner, und es macht gar keinen Sinn, her Ärger heraufzubeschwören.

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Sollte man jetzt mit der Türkei/ Türken anders umgehen?

...also ich werde mit "Türken" nicht anders umgehen als seither auch.

Es sind rund 50 % die ihre Ansichten in dem Wahlergebnis ausgedrückt haben... 50 % haben auch andere Ansichten.

Mit diesen Menschen und ihren Ansichten hatte ich vorher auch schon zu tun... 

Was "Die Politik" da tun sollte/kann/muss....mag ein anderes Thema sein... aber letztlich bleibt auch nichts anderes übrig, als den Volkswillen zu respektieren.

Inwieweit "Europa" insgesamt sich damit arrangiert, und welchen Weg es für ein "Miteinander" findet, mag sicher auch künftig damit zusammenhängen, wie sich die erstarkte Regierung insgesamt verhält.....

Aber lediglich aufgrund eines Wahlergebnisses irgendwelche Schritte einzuleiten, halte ich nicht für gut.

Mal beispielsweise angenommen, Die Linke, oder die AfD.. würden bei uns 50 % der Stimmen erzielen... würde ich mir vom "Ausland" auch erst mal wünschen, dass die abwarten, wie es sich konkret äußert.... und nicht aufgrund eines Wahlergebnisses vorschnell agieren.....

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Wie kommst du darauf, dass die AKP "Is-Freunde" sind?

Die IS hat doch sogar in einer "Fatwa" das Todesurteil für Erdoğan ausgeschrieben? (http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2015/09/517408/fatwa-terror-miliz-is-verurteilt-erdogan-zum-tode/)

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Kommentar von furkansel
02.11.2015, 18:04

wahrscheinlich ist dieser Eindruck entstanden, weil die Regierung lange zeit gegen den IS nicht vorgegangen war und den Amerikanern die Nutzung von incirlik verweigert haben

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Die AKP wurde demokratisch gewählt und hat die absolute Mehrheit bei den Wahlen erreicht, dazu mit einer Wahlbeteiligung von 89%. In einer Demokratie entscheidet nun mal die Mehrheit und nicht die Minderheit.
Die türkische Bevölkerung hat ihren Weg gewählt. Die Europäische Union ist auf die Türkei in der Flüchtlingskrise angewiesen, zugleich ist sie NATO-Partner und ein wichtiger Exportmarkt für europäische Unternehmen. Also ein Handelspartner, auf den weder Frau Merkel und Herr Hollande, noch Herr Tusk oder Herr Junker verzichten werden.

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Wie kommst du bitte darauf das AKP Is Freunde sind?

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Die meisten türken in deutschland haben wenig mit ihrem Heimatland zutun. Die Türken die hier sind haben nicht gewählt (zumindest die wenigsten). Und akp steht für ihrem glauben. Aber das heißt nicht das türkei ein islamische staat ist. Sowie Deutschland ein christliches land ist ist türkei ein muslimisches. Natürlich hat jedes land noch seine anderen religionen. Aber das macht türkei nicht zu einem islamischen staat. Und vorallem nicht zu diesem IS was der normalbürger sich davon vorstellt.

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Nun ja das ist Politik. Die EU sollte deutlich kritischer sein aber sie sind wegen der Flüchtlingskrise auf die Türkei angewiesen

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Solange Europa die Türkei - paradoxerweise - zur Bekämpfung des IS benötigt, wird sich auch nach dem Wahlerfolg nichts ändern in der Diplomatie zwischen EU und Türkei. Eine Aufnahme der Türkei in die EU werden aber wohl viele Länder der EU versuchen zu verhindern. 

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Es wurde dort gewählt, und solange es keinen anderen Beweis gibt, wollen die Türken auch so regiert werden. Das nennt sich Demokratie, dass Du damit ein Problem hast, ändert daran nichts. Vielleicht wird die nächste Regierung Dir ja persönlich angenehmer sein, aber momentan ist Erdogan der gewählte.

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Kommentar von earnest
02.11.2015, 14:03

Nein, nicht Erdogan stand zur Wahl. Es waren Parlamentswahlten. 

Aber Erdogan möchte als Präsident eine auf ihn zugeschnittene Verfassung, damit er seine Machtgelüste ungestört, ungebremst und ohne Rücksicht auf Verluste austoben kann.

Möge ein gnädiges Schicksal ihm die dafür nötige 2/3-Mehrheit im Parlament verweigern ...

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Man sollte nicht alle über einen Kamm Scheren

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Es wurde demokratisch abgestimmt. Die absolute Mehrheit wollte es so.

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Ich finde es schlimm. Die Türkei möchte der EU beitreten, das sollte meiner Meinung nach niemals zugestimmt werden so lange Erdogan dort an der Macht ist. Denn das ist keine Demokratie was Erdogan macht. Normal sollten freundschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei erst mal auf Eis gelegt werden, bis sich dort etwas verbessert und Menschenrechte respektiert werden usw.

PS: Ich habe nichts gegen Türken. Das was ich schreibe ist nur gegen die türkische Regierung gemeint und nicht gegen die türkische Bevölkerung.

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Kommentar von Jogi57L
02.11.2015, 14:40

Die Türkei möchte der EU beitreten, dem sollte meiner Meinung nach niemals zugestimmt werden so lange Erdogan dort an der Macht ist.

Also es hat weniger mit der Person Erdogan zu tun... sondern mit der politischen/menschlichen/religiösen Einstellung die Erdogan offensichtlich vertritt.. klar... im Moment ist es der Name Erdogan....bei der nächsten Wahl könnte es jemand sein, wo dieselben Ansichten hat, aber Özdemir oder sonstwie heißt ... :-)


Wenn man als Einzelner, als Gruppe oder Staat.. einer "Gemeinschaft" beitreten möchte, dann muss man natürlich den Anforderungen dieser Gemeinschaft entsprechen....da stimme ich Dir VOLL zu...

Blödes Beispiel...

ich kann nicht ernsthaft als Volleyballspieler in den Fußballverein eintreten wollen, und sagen: 

ihr könnt weiter Fußball spielen, aber ich spiele in dieser Gruppe nach Volleyball - Regeln.

Normal sollten freundschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei erst mal auf Eis gelegt werden...

Da magst Du ein Stück weit Recht haben... solange es die politische Ebene betrifft.. aber nicht die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Menschen....

Um beim obigen Beispiel zu bleiben....

Es gibt Freundschaften zwischen Volleyball und Fußballspielern... als Menschen....( sollen sie gemeinsam schwimmen oder tanzen gehen... :-))).... ).....aber sie werden als Gruppe  NIE gemeinsam "Ball" spielen können, wenn jede Gruppe nach ihren individuellen Regeln spielt

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