Sollten Hausaufgaben auf freiwilliger Basis sein?

15 Antworten

Meine Meinung dazu:

Ich sehe Hausaufgaben nicht als Zwang oder Freiheitsentzug an. Eher als eine Hilfe. Dadurch, dass man nach der Schule, das an diesem Tag Gelernte nochmal Revue passieren lassen darf, gelangt der gelernte Stoff zum einen besser ins Langzeitgedächtnis und man beschäftigt sich ebenfalls auch noch mit praktischen und speziellen Anwendungen, der an diesem Tag vom Lehrkörper neu durchgenommenen Dinge.

Ein typisches "Argument", warum Hausaufgaben zu schwer waren, ist immer wieder: "Da haben wir doch gar nicht im Unterricht drüber gesprochen." Richtig - aber es gehört auch etwas Selbstständigkeit dazu und damit auch Eigeninitiative. Hausaufgaben sind nicht nur dafür da, dass man lediglich das Gleiche, wie in der Schule noch mal hinkritzelt. Nein, alles was unklar ist, kann man sich zudem notieren um dem Lehrer am nächsten Tag dazu Stellung beziehen zu lassen. Gerade diese Dinge sind am allerwichtigsten !

Am Ende wird jeder Schüler von sorgfältig gemachten Hausaufgaben profitieren und hat es vor allem auch im nachhinein erheblich einfacher als diejenigen, welche sich erst vor anstehenden Klausuren reinknien.


Hallo!

  • Vorteil : Fast alle würden sich freuen
  • Nachteil : 80 % würden keine mehr machen. 

Das erinnert mich an eine Pisastudie und deren Folgen. Da wird einer Klasse mitgeteilt dass 80% von ihnen die Mathematik nicht richtig beherrschen. Darauf meldet sich entrüstet der Klassensprecher zu Wort : Das kann nicht sein, wir sind nur 29!

Alles Gute.

Das gibt es doch! Dazu noch keine Noten. Das ist natürlich eingebettet in ein vollkommen anderes Lehrkonzept. Wer nun meint, das da keine Leistung entsteht, sollte sich erstmal Schulen ansehen, die es praktizieren. Die EU-weit älteste und bekannteste dieser Art ist die 1971 gegründete Laborschule in Bielefeld.

Man sollte halt auf das Kind schauen, welche Art Lehrform sinnvoller ist. Für manche ist der "Druck" halt förderlich, für andere kontraproduktiv. Die Pauschalisierung hilft nicht weiter.

BTW: Das "keiner macht dann Hausaufgaben" stimmt nicht. Es sind eher wenige Kinder, die so handeln. Kinder haben mehr Verantwortungsgefühl, als Erwachsene meinen ... man muss sie nur lassen.

dankeschön für deine Antwort und für das genannte Beispiel!

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Lfm001:

>Kinder haben mehr Verantwortungsgefühl, als Erwachsene meinen ... man muss sie nur lassen.<

Deine Aussage ist schöne Theorie — nicht mehr!

Die Zahl der Lehrer, die aufgrund ihres Berufs psychiatrische Betreuung benötigen, nimmt zu. Warum? Weil Kindern zu Hause immer weniger Grenzen gesetzt werden. Und weil sie dem Gruppenzwang erliegen.

Damit die Kinder dem etwas entgegensetzen können, muss man ihnen die richtigen Werte mit auf den Weg geben. 

Dann stehen die Chancen gut, dass sie als Erwachsene Prinzipien, Verantwortungsgefühl und menschliche Qualitäten mitbringen.

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@OhNobody

Deine Aussage ist schöne Theorie — nicht mehr!

Das ist kein Theorie, sondern erwiesen.

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@OhNobody

Ich sage ja ... man schaue erstmal auf die Schulen, die sowas praktizieren. Wenn Du das mal tust, wirst Du feststellen, dass deine Aussage blanke Theorie ist.

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@Ifm001

Jetzt habe ich nach der genannten Laborschule in Bielefeld gegoogelt.

Es ist eine interessante Variante, die jedoch nicht verallgemeinert werden sollte. Die soziale Herkunft der Schüler weicht deutlich von Durchschnitt anderer Schulen ab:

>Trotz eines Aufnahmeschlüssels und Anstrengungen der Schule, verstärkt Kinder aus bildungsfernen Schichten für sich zu gewinnen, wird dieses Ziel nicht erreicht.<

Auf 660 Schüler kommen 100 Fachkräfte — pro 6,6 Schüler eine Fachkraft. Pro 90 Wochenstunden kommen jeweils weitere 5 Lehrer hinzu, die von der Universität gestellt werden, um das Lehrpersonal zu entlasten.

Es erfolgen regelmäßige Gespräche mit den Eltern.

Von all dem können andere Schulen nur träumen.

Test ergaben KEINEN Wissens-Vorsprung gegenüber "Normal"-Schulen. In Mathematik waren diese "Labor"-Schüler sogar schlechter.

>Die Studie belegt darüber hinaus, dass die Schule verstärkt Schüler aus bevorzugten sozialen Schichten mit höherem Bildungshintergrund anzieht und nicht, wie gefordert, in ihrer Schülerschaft einen sozialen Querschnitt abbildet, wie die Schule es nach Selbstdefinition tun müsste, um als Versuchsschule zu übertragbaren Ergebnissen zu gelangen: 

„Diese Unterschiede sind teilweise darauf zurückzuführen, dass die Schülerschaft der Laborschule tendenziell günstigere Lernvoraussetzungen besitzt. So verfügen beispielsweise die Eltern der 15-Jährigen in der Laborschule im Durchschnitt über deutlich höhere Schul- und Berufsabschlüsse als Eltern von Jugendlichen in anderen Schulen. Um Hinweise auf die Effektivität der Laborschule zu erhalten, müssen die dort erzielten Testleistungen mit denen von Schülerinnen und Schülern anderer Schulen verglichen werden, die über einen ähnlichen familiären Hintergrund und ähnliche kognitive Grundfähigkeiten verfügen.“[<

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Laborschule\_Bielefeld

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Alles in allem ein guter Ansatz. Es wird aber deutlich, dass Kinder aus behütetem Elternhaus (Regeln), die besseren Voraussetzungen haben.

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@OhNobody

Selektives Lesen ist dein Problem, selektives zitieren fragwürdig.

Aus der gleichen Quelle:

"Die Schule als Labor wird WISSENSCHAFTLICH durch eine Forschungseinheit der Universität Bielefeld unterstützt (derzeit fünf Planstellen). Diese erstellt für die Schule die regelmäßigen Forschungs- und Entwicklungspläne und entlastet die Lehrkräfte der Schule, DIE BEI DEN FORSCHUNGSPROJEKTEN MITARBEITEN, in einem Umfang von 90 Wochenstunden, entsprechend etwa 5 Lehrern."

"Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Laborschule erfolgreich darin ist, Kinder aus einfachen Verhältnissen zumindest bis zum Schulabschluss zu bringen."

Es liesse sich noch mehr zitieren, aber jeder kann den Wikipedia-Artikel selbst komplett lesen. Diese beiden Zitate Dünen nur dazu aufzuzeigen, dass Du schlicht die Teile weggelassen hast, die nicht deine Meinung widerspiegeln.

Einmal den Wikipedia-Eintrag zu lesen, kratzt auch nur an der Oberfläche. Die Laborschule ist offen für Besucher. Wenn man Interesse hat, kann man sogar mal am Unterricht teilnehmen.

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@Ifm001

Alles, was Du zusätzlich zitiert hast, ändert nichts am Fazit.

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@Ifm001

Ergänzung, falls es jemand missversteht: Die fünf zusätzlichen Mitarbeiter sind nicht dazu gedacht, wissenschaftlichen Unterricht zu unterstützen, sondern die Lehrkonzepte, welche gerade an der Laborschule ausgetestet werden, aus- und bezuwerten usw. Das ist eine zusätzliche Aufgabe, die es anderen Schulen nicht gibt und eher mehr als weniger wie 90 Wochenstunden benötigen.

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