Sollten die Linken von heute andere Begriffe verwenden, um die Menschen zu erreichen?

14 Antworten

Das Problem mit dem Begriff "Sozialismus" ist schlicht, dass er in den letzten 100 Jahren so viele verschiedene Ausdeutungen erfahren hat, dass er für sich alleine genommen nur noch schwammig ist und im Folge des kalten Krieges mit der Sowjetunion und der DDR assoziiert wird.

Hinzu kommt dann noch die Frage, inwiefern sich die Sache überlebt hat, und inwiefern man mit den Erfahrungen der Vergangenheit umgehen muss.
Geht man zu den Ursprüngen, zu den Schriften Marxens und anderer zurück, wird man feststellen, dass sich deren Argumentation schlicht und ergreifend überlebt hat und dass sie in vielen Bereichen auch zu schwammig ist. Die damaligen Ansichten und Forderungen hatten aus zeitgenössischer Sicht sicherlich eine bestimmte Rechtfertigung, wobei man das natürlich nicht mit dem Unsinn der "Ostblockkommunismus" verwechseln.
Die ursprünglichen Absichten zielten auf Verbesserung der politischen Lage der arbeitenden Klassen gegenüber den Verhältnissen der Frühindustriellen Phase und der neoabsolutistischen Staatenwelt der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese Prämisse vorrangestellt, muss man sagen, die politischen Forderungen jener Zeit sind insofern größtenteils obsolet, als dass sie sich inzwischen zum Teil erfüllt haben und zu anderen Teilen der heutigen Realität nicht mehr entsprechen.

Über den gefährlichen Unfug, der im Ostblock betrieben wurde, braucht man nicht zu reden, da sollte man sehr froh darüber sein, dass diese Zustände, zumal sie jeder vernünftigen theoretischen Grundlage absolut zuwider liefen, hoffentlich ein für alle mal begraben sind.

Die Frage ist aber, wenn man diese beiden historischen Richtungen ad acta legt, was bleibt dann noch für die moderne Zeit?

Ich denke, dass die moderne, sogenannte "linke" genau an dieser Frage scheitert, nicht nur daran, dass sie die vollkommen falschen Begrifflichkeiten verwendet, sondern vor allem auch daran, dass sie weiterhin in den Bahnen der wirtschaftlichen Ordnung des 20. Jahrhundert denkt, was sie im Sinne einer fundamentalen Kritik und alternativer Modelle vollommen unfähig werden lässt. Anders ausgedrückt, diese Partei hat weder ein eigenes theoretisches Modell noch ein vernünftiges, tragfähiges Gesamtkonzept aufzubieten sondern nur Populismus. Sie hat sich auch viel zu sehr darauf verlegt die Interessen bestimmter Randgruppen gegenüber der Mehrheitsbevölkerung zu vertreten, denn klassische linke Politik, im Sinne von Stärkung der Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte betreibt diese Partei ja kaum noch. Damit möchte ich nicht sagen, es sei falsch zu versuchen Minderheiten und Randgruppen mitzunehmen, aber wenn man einen Wahlkampf ausschließlich im Interesse kleiner Gruppen von vielleicht insgesammt 10% der Bevölkerung führt, ist es nicht verwunderlich, wenn man politisch nicht zu Potte kommt.

Wir haben ein, im moment zwar nur latentes, aber doch veritables Problem mit unserem Währungssystem, dem Umbau unserer Sozialsysteme, der Infrastruktur und so weiter und so weiter. Alles Themen bei denen man als linke Partei, zumal in Abwesenheit einer tatsächlichen Sozialdemokratie durchaus punkten könnte, aber diese Themen werden viel zu sehr liegen gelassen und zugunsten weit weniger Relevanter Randbereiche vernachlässigt. Schon gar icht werden irgedwelche Alternativen angeboten.

Was ist die linke Alternative zu jetztigen EU-Politik?
Was ist die linke Alternative zur jetztigen Sozialpolitik?

Ich vernehme da nicht so viel.

Eine vernünftige Kapitalismuskritik sehe ich da auch nicht, obwohl die eigentlich sehr einfach ist:
Wir haben durch Mechanisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung einen Grad an Arbeitseffizienz erreicht, der die tatsächlich benötigte (ich spreche hier nicht von neuerdings zu "Erwerbsarbeit" deklarierten Beschäftigungsverhältnissen unterhalb des Existenzminimums) menschliche Arbeitskraft derart reduziert, dass bereits rund 10% der Bevölkerung zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auf die eine oder andere Weise auf Sozialtransfers angewiesen ist, Tendenz steigend, denn Arbeitsintensive Schwerindustrie wird hier nicht mehr errichtet, im Gegenteil, was noch da ist, verschwindet oder wird derart mechnisiert, dass die Größe der Belegschaften kontinuierlich sinkt. Neugründungen im Dienstleistungssektor oder Unternehmen in moderneren Industriesektoren ersetzen nicht, was an Arbeitsplätzen verloren geht und bringen auch völlig andere Anforderungen mit sich.

Wie diese Entwicklung abzufangen wäre und mal zu hinterfragen, ob die Anforderungen an die kommende Gesellschaft dies zu tun um den sozialen Frieden zu sichern, sich noch mit unserem heutigen Wirtschaftssystem übereinbringen lassen wäre eigentlich Aufgabe der parlamentarischen Linken.

Davon solche Probleme ernsthaft anzugehen hört man aber nichts, sondern wenn ein Problem überhaupt mal angesprochen wird, dann allenfalls um es korrekt zu gendrifizieren oder ählicher Unfug und daran scheitert der Verein vor allen Dingen.

Danke für Deine ausführliche Antwort.

Ich stimme Deinen Aussagen teilweise zu, teilweise verwirren sie mich aber auch. So sagst Du beispielsweise, dass die Linkspartei zu stark in alten Kategorien denkt (Bourgeoisie - Proletariat), was ich genau so sehe. Gleichzeitig bemängelst Du aber, sie würde keine klassische linke Politik machen und führst dazu als Beispiel die Stärkung der Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte auf. Das ist widersprüchlich: Auf der einen Seite von den traditionellen Denkmustern verabschieden und keine klassische Klientelpolitik machen, auf der anderen Seite aber wieder zurück zum gewerkschaftsorientierten Kern? Also erstens sehe ich keine andere Partei, die so gewerkschaftsnah ist wie Die Linke (außer vielleicht noch die SPD, aber die ist es eher aus Tradition und nicht aufgrund von realpolitischer Deckungsgleichheit) und sich derart für Arbeitnehmerrechte (vor allem z.B. für das Pflegepersonal) stark macht. Und zweitens lösen sich Gewerkschaften immer mehr auf, weil sie im Zuge des gesellschaftlichen Wandels schlichtweg an Relevanz verlieren.

Eine Alternative zur aktuellen EU-Politik legt z.B. Yanis Varoufakis mit seiner "DIEM25"-Bewegung vor - inwiefern die deutsche Linkspartei sich zu diesen Entwürfen bekennt, weiß ich gerade nicht, das müsste ich erst nachrecherchieren.

Eine Alternative zur aktuellen Sozialpolitik ist doch eines der Kernthemen der Linkspartei - Sahra Wagenknecht erwähnt in gefühlt jedem Fernsehinterview, dass die Zahlen der Bundesregierung bzgl sinkender Arbeitslosigkeit ihre Kehrseite aufweisen, durch eben immer mehr Leiharbeit, sinkende Einkommen, steigende Armut... Der Sozialabbau ist das Hauptargument Nr.1 der Linkspartei an der neoliberalen Regierungspolitik.

Überhaupt ist Die Linke die einzige Partei im Bundestag, die dieses Wirtschaftssystem grundlegend infrage stellt; Wagenknecht, Lafontaine, Dağdelen & co sprechen unverblümt aus, dass sie den Kapitalismus überwinden möchten. Ich sehe deshalb keine andere Partei, die reformorientiertere Politik macht als Die Linke (vielleicht in einigen Abstrichen noch Die Piraten, aber die waren sich ja innerparteilich zu verschieden und sind wohl ein für allemal Vergangenheit). Deswegen komme ich zu dem Fazit: Ja, Die Linke sollte sich von altbackener Sozialismus-Rhetorik und von alten marxorientierten Denkmustern verabschieden, um ein Profil zu entwickeln, das einen zeitgemäßen und allgemeinempfänglichen Eindruck weckt. Vom politischen Programm her finde ich die aktuellen Ansätze aber bereits sehr gut. Die Gesellschaft mag sich stark gewandelt haben, aber das politische System ist in seiner Grundstruktur ja gleich geblieben. Somit ist es beispielsweise eine zeitlose Forderung, dass auf die Deregulierungen in der Wirtschaft, die seit Jahrzehnten stattfinden, mit mehr (demokratisch-transparenter) staatlicher Kontrolle reagiert werden muss. Gegen private Konzernmacht und für eine konsequente Einhaltung von Sozial- und Umweltstandarts.

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@charismaticus

Mit zu Rückständigen Ansichten und Klientelpolitik meine ich ich sicher nicht die Gewerkschaften.

Rückständig ist die Denkweise der letzeb beiden Jahrhunderte, die am Klassenkampfparadigma festhällt. Die ursprüngliche Argumentation war hier auch nicht der Klassenkampf als Selbstzweck sondern (wenn man mal das "Manifest der Komunistischen Partei" zugrunde legt) der Anspruch auf den Klassenkampf als Mittel zur Bekämpfung einer despotischen Gesellschftsstruktur, die die Existenzbedingungen der Arbeiterschaft systematisch vernichtet.
Hier muss man (für Deutschland) festhalten, dass diese Grundlage eben aus der frühindustriellen Phase stammt und schon während der Bismarck-Zeit wegzubrechen begann. Das Ganze erhielt durch die Ausahmesituation des 1. Weltkriegs und der direkte Folgen nochmal so etwas wie eine gewisse Berechtigung, ist aber mittlerweile edgültig tot, dafür hat die Sozialgesetzgebung glücklicherweise Sorge getragen.
Das führt aber auch dazu, dass man sich zumindest auf nationaler Ebene von diesem Argumentationsstil trennen muss, weil er keinen Sinn mehr ergibt. Was indes eben aber durchaus Sinn ergibt ist die Übernahme eines technischeren Stadpunkts, weil die strukturelle Entwicklung unser Wirtschaftssystem immer mehr infrage stellt.
Unser Sozial- und Schulsystem etwa haben ihre Wurzeln beide in der Kaiserzeit, die konnte man zwar bis zu einem gewissen Grad reformieren, aber irgendwann muss mal ein neuer Kompromiss her.

Arbeitplätze werden tedenziell weiger und technisch anspruchsvoller, Ausbildungszeiten in denen keine ernsthaften Verdienstmöglichkeiten bestehen immer Länger, die Menschen immer Älter nach Verlassen des Arbeitslebens und das kann für die Gesellschaft nur zwei Folgen haben:
Entweder man erneuert das System in den entsprechenden Bereichen mit einem qualitativen Umbruch, will heißen veränderung des Lehrstoffs an den Schulen, näher an die berufliche Praxis rann um die Zeiten zu verkürzen, Arbeitsbeschaffungsprogramme um diejenigen, die zwangsweise bei quantitativer Verringerung der Arbeitsplätze in der Gesellschaft hinten rüber fallen in der Gesellschaft und von der Straße weg zu halten und derrgleichen Mehr.

Oder aber man lässt das bleiben, dann fallen immer mehr Menschen hinten rüber und das Ganze wird den sozialen Frieden auf Dauer gefährden.

Da der Staat aber bereits jetzt chronisch pleite ist, wird das ohne Änderungen unseres Wirtschaftssystems nicht gehen, denn wenn die Einnahmen zur Finanzierung der Angelegenheit dadurch ausbleiben, dass wirtschaftliche Profite ausschließlich in private Taschen oder durch Kapitalflucht ins Ausland abwandern, falls man versucht dem mit Besteuerung entgegen zu wirken, wird solches Handeln nicht möglich sein.

Problematischer Weise, kann das aber in letzter Konsequenz nur eine einschränkung der Privaten und der Aufbau einer staatlichen Wirtschaft das abfagen um die Profite daraus in die Sozialsysteme schießen zu können. Dass das auf Dauer zu einer marginalisierung der Privatwirtschaft führen muss, liegt ebenfalls auf der Hand.

An der Stelle wäre es dann aber an der Zeit sich damit zu beschäfftigen, wie man so etwas technisch sinnvoll anstellen kann, ohne einen solchen Unsinn wie im Ostblock zu verzapfen. Sprich ohne die den Aufbau einer sinnbefreiten, ineffizienten Planwirtschaft, ohne die Ruinierung des Währungssystems und vor allem ohne die Einschränkung der freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung.

Das wären jetzt Argumentationsketten und Gedanken, die ich von der Linkspartei gerne mal in solcher Form hören würde. Was es zu hören gibt, ist dass man den Kapitalismus überwinden wollte, aber nicht, wie man das zu tun gedenkt. Tatsächliche, qualitative Reformen  im Sozialbereich sehe ich auch nicht, sondern nur den Versuch zur Verschiebung der Regler innerhalb des bestehenden Systems und die Unsinnige Idee des "bedingungslosen Grundeinkommens" die nicht werden kann, weil 1. kein vernünftiger Refinanzierungsplan, so dass der ganze Ansatz nichts anderes wäre als Harz IV unter Entfernung jeglicher damit verbundener Auflagen, was innerhalb der arbeitenden Bevölkerung für Unmut sorgen muss. Zeitglich wäre dies dann auch mit einer Verschwendung von zur Verfügung stehender Arbeitskraft verbunden, die man für gemeinnützige Aufgaben sinnvoll einsetzen könnte, denn wie man damit umzugehen hätte, dafür stehen beschämenderweise ausgerechnet CDU und FDP Parte, wenn sie da eben schärfere Auflagen oder das Heranziehen zu gemeinnütziger Arbeit fordern.

Werde dazu noch einen zweiten Teil schreiben.

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@charismaticus

2. Teil:

Gewerkschaften und EU:

Ja, die Linkspartei ist noch vergleichsweise gewerkschaftsorientiert.

Dennoch muss man sagen, die Gewerkschaften sind mittlerweile so schwach, dass sie in diversen Branchen nichts mehr erreichen können. Hier könnte man versuchen sich politisch einzubringen, z.b. mit Anträgen das Bestreigen von Zulieferbetrieben wieder nach dem Muster zu regeln, wie das in der Bonner Republik mal der Fall war, so dass effektive Streiks und Arbeitskämpfe überhaupt erstmal wieder möglich würden, oder aber zum Verbot für Betriebsräte innerhalb einer gewissen (ernstzunehmenden) Karenzzeit besserbezahlte Posten innerhalb des selben Unternehmens anzunehmen, um der korruption in diesen Bereichen Herr zu werden.

Sehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich was von. Großangelegte Demonstrationen dafür oder dergleichen auch nicht, insofern ist die Unterstützung der Linkspartei für die Gewerkschaften eher ein Lippenbekenntnis als politische Realität, ein Armutszugnis für eine selbsternannte "linke" Partei, denn damit sind sie offen schon nicht mal mehr bereit ehemals sozialdemokratische Positionen zu halten.

Was die EU-Politik angeht:

Varoufakis hat ebensowenig wie die Linke ein Programm zustande gebracht, dass in der Lage wäre den Laden grundlegend zu reformieren, sondern sich auf einen mehr oder weniger akkuten Einzelfall beschränkt.

Die zu erledigenden Probleme hießen:

1. Reform des Finanzsystems

2. Beseitigung allzugroßer sozialer Unterschiede zwischen den Staaten des EU-Raumes, um eine Desintegration des Raums und zu krasse politische Gegensätze im Inneren zu vermeiden.

3. Einrichtung einer gemeinsamen Außenpolitik, damit man sich nicht andauernd gegenseitig neutralisiert

Auf Ebene dieser Größenordnung kommt nicht allzuviel konkretes

Um nochmal auf die ursprüngliche Trage der Terminologie und damit verbunden auch der Frage der Marxorientierung zurück zu kommen:

Vom theoretischen Ansatz her würde ich sagen, dass es falsch ist Marx komplett außen vor zu lassen, nur darf man dass was der Mann einmal geschrieben hat nicht als in Stein gemeißelte Ideologie verstehen und vor allem muss man ihn als Produkt seiner Zeit begreifen und verstehen lernen, welche Prämissen heute noch greifen und welche nicht, denn das kann sehr dabei helfen Ansätze zu entwickeln.

Zum Beispiel dahingehend, dass wenn Marx in den 1840er Jahren in seinem Manifest der Kommunistischen Partei zur Revolution aufrief, sich das gegen die alten monarchischen Ordnungen richtete, die zweifellos als überholt und reaktionär anzusehen waren, aber nicht gegen unsere heutige Gesellschaftsform.

Dass wenn dort gegen "bürgerliche Gesellschaft" und "Klassenausbeutung" gewettert wurde darunter die Dominanz einer großbürgerlichen Klasse von Fabrikanten zu verstehen war, die eben in diesem Fabriken mit ihren Belegschaften nach ihrem Belieben verfahren konnte, weil es eben keine Arbeitsschutzgesetze gab etc.

Was die Terminologie angeht sie ist einerseits ziemlich verbrannt durch die Ostblockregimes, aber ich bin ein Gegner davon das fallen zu lassen.

Im Sinne einer verantwortlichen Politik ist es meine ich eine besondere Pflicht der politischen Linken sich nicht einfach von dem zu distanzieren und wegzulaufen, sondern sich einer Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit zu stellen. Ich sehe das was in der Sowjetunion und in der DDR passiert ist nicht als linke Politik an, zweifellos ist sie aber zu deutlichen Teilen aus Fehlinterpretationen der eigenen theoretischen Grundlagen entstanden und darüber muss man reden. Über das "warum" genau so wie über das "wie", zumal eben immernoch kursiert, was einmal in Umlauf gebracht wurde.

Für Marx im speziellen heißt dass für mich, dass es besser ist sich der Sache anzunehmen und im vernünftigen Sinne auch im Sinne unserer demokratischen Ordnung Aufklärung zu betreiben, mu Idioten vorzubeugen, die das ganze missbrauchen um die Verbrechen der Sowjetunion und der DDR schön zu reden. Das ist vielleicht nicht so populär wie einfach neue Begriffe zu erfinden, aber verantwortlicheres Handeln, zudem ist das, was heute an linksgerichteter Politik sinnvoll angebracht wäre sicher nicht mehr orriginal Marx, dass kann es auch sinnvollerweise gar nicht mehr sein, was wie gesagt nicht ausschließt bestimmte Gedanken oder Definitionen von Marx aufzugreifen um versachlichend zu wirken, beispielsweise bei der Frage, wo man eigentlich die Grenze zwischen verschiedenen sozialen Schichten zieht um nicht in eine plumpe arm-vs.-reich-Diskussion abzudriften, bei der jeder seine eigene Vorstellung dieser Begriffe hat und man deswegen nur aneinander vorbeireden kann.

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Naja, ich denke es geht ihnen darum, bei ihren Grundsätzen zu bleiben. Niemand kann zB behaupten, Kommunismus ist das gleiche wie stalinismus, denn es ist nur der Versuch einer Umsetzung davon; das ist so als würde man bei einem mathematischen Beispiel die Grundformeln mit der Lösung des Beispiels gleichsetzen: das eine ist die Utopie, die theorie, das andere die Praxis. Deswegen verstehe ich (auch wenn ich nicht links wählen würde wenn ich in deutschland leben würde), dass die Partei nach wie vor die selben Begriffe verwendet. Wenn man Wörter nicht mehr verwendet, nur weil sie einmal für etwas schlechtes missbraucht wurden, resultiert das darin, dass man am ende auch seine meinung etc ändert.

Die Idee des Sozialismus ist schon das Problem allein. Auch im Sozialismus hat man einen "starken Staat", der für die Menschen alles regeln soll. Solange da nur gute Menschen alles regeln, mag das auch alles klappen, aber sobald zu viele unfähige oder psychopathische Leute an Schlüsselstellen sitzen, wird es unschön. Auch die Medien würden im Sozialismus wieder einzelnen gehören und wir haben wieder eine kleine Gruppe, die versucht Menschen zu sagen, was die zu denken haben. Also genau das selbe System, was wir heute haben. Es wird wieder in Freund und Feind unterteilt.

Der einzige Weg um den ganzen Quatsch zu beenden ist, dass Menschen endlich erkennen, das sie kein riesiges Netzwerk aus Staaten und Firmen brauchen um gut zu leben. Du kannst dir ein schönes Haus mit einem Pool

https://youtube.com/watch?v=uFGZSL7dIEM

auch selber bauen - Anleitungen gibt es im Netz genug. Wie man Lebensmittel einlagert oder sie vermehrt gibt es auch genug (z.B.

https://youtube.com/watch?v=wEpKmEHXaJQ und wie man Wasser in der Natur findet und Strom produziert.

Das ist alles kein Hexenwerk und man würde deutlich weniger arbeiten als bei seinem jetzigen 30 Stunden Job. Man müsste keinen Kredit aufnehmen und man könnte sich mit seinen Nachbarn austauschen. In diesem System kannst du alles verlieren, was du dir über Jahrzehnte erarbeitet hast.

Der Staat sollte nur bei Naturkatastrophen, bei der Suche nach ausländischen Spionen oder ähnlichen Problemen eingreifen. Der Minimalstaat und eine gute Selbstversorgung wären ein gutes Vorbild für viele Menschen weltweit. Wenn die Deutschen es können, dann kann es der Großteil der Welt auch.

Man denke nur an Island, wo die damals sogar Häuser ohne Holz gebaut haben, weil es das einfach da so gut wie gar nicht gab.

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