Sollten die Kinder erfahren was die Eltern für ein Einkommen haben, also was sie verdienen?

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18 Antworten

Meine Kinder sind alle schon aus dem Haus. Sie wussten nie genau, was unser Einkommen ist, sie haben aber schon früh gelernt, dass wir uns nicht alles leisten können.

Andersrum ist es genauso. Ich weiß nicht genau, was meine Kinder verdienen, nur so etwa. Muss ich ja auch nicht wissen, denn sie müssen mit ihrem Geld auskommen, nicht ich.

Das Testament haben wir mit unseren Kindern besprochen, sie wissen also, wer was bekommen wird. Ebenso wissen sie, wo die Unterlagen bezüglich Versicherungen zu finden sind.

Ich selber habe nie genau gewusst was meine Eltern verdienen. Ich wusste, dass wir uns einiges leisten können und das es uns besser ging als manch anderen.
Natürlich sah ich bei Freunden, das es eben auch Eltern und Familien gibt die nicht so gut verdienen. Genaue Zahlen kannte ich nicht.
Aber ab da wo ich mit zahlen und Geld umgehen könnte wurde mir beigebracht wie man vernünftig mit Geld umgeht und das man eben auch gewisse Beträge regelmäßig hat. Ich wusste zB relativ früh schon, wie viel Miete meine Eltern zahlen müssen.
Mit 12-13 hatte ich dann meine ersten Jobs bei denen ich mir mit Hof kehren und babysitten ein paar Mark/Euro dazuverdiente.
Ja es gab einige Dinge, die meine Eltern immer zahlten, wo ich mir nie sorgen machen musste (Klamotten, Handys, Computer)
Ich denke wir werden es ähnlich handhaben mit unseren Kindern. Wir geben Ihnen finanzielle Sicherheit, sie dürfen gerne wissen und merken, dass wir nicht auf jeden Euro schauen müssen, aber trotzdem das Geld wertschätzen. Wenn sie ihre Spielsachen kaputt machen, sahen wir Ihnen sehr wohl dass das alles Geld gekostet hat und sie bekommen dann auch kein neues.
Und ich denke, so bringt man Kindern bei mit Geld umzugehen. Und auch das man dafür arbeiten muss. Wir werden unsere Kinder immer unterstützen (auch finanziell wenn sie zB studieren wollen oä) aber sie müssen selber etwas dazu tun. Dann ruht sich auch kein Kind auf deinem Geld aus, auch wenn es weiß, dass du 10000€ auf dem Konto hast.

Ich finde es absolut unverständlich warum da in Deutschland so ein Geheimnis draus gemacht wird. Von mir kann jeder gerne mein Einkommen erfahren und auch von dem meisten meiner engeren Freunde und Verwandten kenne ich ziemlich genau die Einkommenssituation, auch meine Eltern haben da nie ein Geheimnis draus gemacht. Ich verstehe auch nicht die Argumentation, dass die Kinder sichauf dem Geld ausruhen könnten, den letztendlich ist es eine Frage der Erziehung, wobei Geheimnisse sicherlich nicht sehr hilfreich erscheinen.

Ja es liegt tatsächlich an der Erziehung. Aber nicht jeder hat seine Kinder auch im Griff. So manch einer denkt sich, wie haben genug und wenn mir was fehlt: Papa wirds schon richten, denn er hat ja genug gespart. Das meine ich damit, sich darauf ausruhen zu können. Einige geben sich dann keine Mühe selbst was zu erreichen, da sie wissen, sie werden irgendwann das Vermögen erben und brauchen dann keinen Finger mehr zu rühren. 

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@christl10

Natürlich kann es auch bei einer super Erziehung zu komischen Verhaltensweisen der Kinder kommen, im Schnitt (behaupte ich mal als Fachmann auf dem Gebiet) führt aber ein offener Umgang mit einem Thema aber auch zu einer offenen Auseinandersetzung mit diesem, die man dann als Elternteil viel exakter beeinflussen kann, als wenn dieses Thema unausgesprochen bleibt. Auch mit viel Geld kann man Kindern einen zurückhaltenden Umgang mit diesem vermitteln (insofern man dies will).

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Warum sollte das ein Geheimnis sein? Ich finde es unnötig, dass ich meinen Kindern schon im Kindergartenalter erzähle, was ich verdiene.

Meine Kinder wussten, dass wir nicht mit Reichtümern gesegnet sind, dafür haben sie aber Geschwister. Heute verdienen sie alle selbst und wissen, was zu zahlen ist und was sie wie ansparen können.

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@Allexandra0809

Ein Geheimnis ist es spätestens dann,wenn Kinder konkret danach fragen und keine Antwort erhalten. Es geht ja nicht ums Kindergartenalter, da haben Kinder eh noch kein ausgeprägtes Verhältnis zum Geld, spätestens im Teenageralter aber schon.

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Das ist hier in D wirklich seltsam.

Früher konnte in Schweden jeder eine Kontoabfrage für andere Personen stellen.

DAS würde ich jetzt für überzogen halten, aber die Geheimniskrämerei hier ist schon sehr merkwürdig.

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Seit unsere Kinder erwachsen sind, sagen wir ihnen die Wahrheit über unser Einkommen.

So wissen sie, dass es uns nicht unbedingt schlecht geht, aber auch nicht alle ihre Wünsche erfüllbar sind

Wie definierst Du "erwachsen"? 

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@christl10

Die Jüngste wird im Dez 18, Söhne sind fast 19 und 21. Wie sollen Kinder den Umgang mit Geld lernen, wenn sie glauben, man müsse nur immer zur Bank gehen? M.E ist es wichtig -ab einem gewissen Alter-ihnen zu erklären, was in einer Familie an Kosten anfallen und wie diese bezahlt werden

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@turnmami

Ich bin erst mit 25 ausgezogen und man hat mir nichts erklärt. Erst mit dem Auszug wurde ich mit den Tatsachen konfrontiert was alles auf mich zukommt, und man lernt das ganz schnell von selbst. 

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@christl10

Aber für solche Sachen wären doch die Eltern da!! Ich lasse meine Kinder nicht ohne Ahnung blindlings loslaufen.. 

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@turnmami

Meine Eltern haben leider keine Bildung und waren kaum auf der Schule. Sie konnten mir nichts beibringen. Sonst hast Du Recht! 

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@christl10

Wer nicht kann, kann nicht. Aber man sollte es dann doch bei den Kindern besser machen!

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Meine Kinder wussten so ab 14 Jahren  immer, was ich verdient habe. Ich habe ihnen auch vorgerechnet, was wofür ausgegeben wurde. Vermögenswerte hatten wir nicht.

Ich finde, nur so können Kinder lernen, wie wichtig es ist, das Geld zu verwalten.

Ich finde nicht, dass Kinder das unbedingt genau wissen müssen. Klar sollen sie wissen, was man sich leisten kann. Aber ich finde, es ist nicht immer gut,wenn sie einerseits die Geldsumme wissen, aber gar keine Vorstellungen haben, was das Leben kostet. Das lernen sie eigentlich erst wirklich, wenn sie es selbst finanzieren müssen. 

Meine Mutter hat dazu geneigt, meinen Kindern immer ständig zeigen zu müssen, was sie auf dem Sparbuch schon drauf haben (sie hatte einen Sparvertrag mit monatlichen Sparraten) und war dann ganz stolz drauf, dass mein kleiner Sohn das dann ständig aufgesagt hat. 

Ich fand das nicht nur schrecklich, sondern auch gefährlich. In der Grundschule waren viele Kinder, die zu Hause nichts bekommen haben und wenn dann einer berichtet, was er auf dem Sparbuch hat, dann erzeugt das Eifersucht, führt zu Mobbing und zu Erpressungen. Und wirklich gut leiden kann man einen solchen Angeber auch nicht. 

Meine Mutter hat möglicherweise bedingt durch die Nachkriegszeit halt einen sehr großen Hang zu materiellen Besitztümern. Ich mag zwar auch Sicherheit,aber grosses Auto, grosses Haus, riesiger Fernseher, teure Möbel, die ewig halten, das  bedeutet mir gar nichts, ich fahre lieber in Urlaub und unternehme was und das ist auch was, das ich immer bei mir tragen kann, die Erinnerungen. 

Deshalb teile ich nie Informationen über meine Einnahmen oder Ausgaben mit meinen Eltern. Es gibt sowieso ständig Krach, weil ich mein Geld eben für unnötige Sachen ausgebe und nicht in Werte investiere. Und meine Kinder wissen davon auch nicht alles, sonst tragen sie zu viel weiter und es gibt ständig Streit. 

Ich denke einfach, zu viel Informationen über Geld führt zu Neid, Eifersucht, Streit und Ärger.

Als mein älterer Sohn in der Pubertät war, fand er immer, dass er zu kurz kam, seine Freunde bekämen mindestens 200 Euro im Monat Taschengeld, er nur 50 Euro und ich würde doch genug verdienen und hätte keinerlei Kosten durch ihn, da könnte er doch sein Kindergeld selbst bekommen. 

Sein Vater hat keinen Unterhalt gezahlt und er bekam inklusive Kleidung, Bus, Schule, Essen, Eintritte usw. alles bezahlt von mir und da fand ich 50 Euro Taschengeld ausreichend. Später als er Volljährig war mit gutem Ausbildungsgehalt, das er behalten durfte, meckerte er, dass ich ihm eigentlich das Kindergeld geben müsste. Er war zwar wirklich zu 2/3 bei seiner Freundin, aber war er da, liefen 3 Elektrogeräte, es wurde stundenlang heiß geduscht, die Wäsche wurde gewaschen und gegessen und getrunken hat er dann auch. Das hat seiner Meinung nach aber nichts gekostet.

Und ich habe ihm immer mal was dazu gegeben, für den Urlaub, habe ihm Kleidung und andere Sachen gekauft und mitgebracht. 

Man konnte ihm in dem Alter einfach nicht nahe bringen, dass sein Kindergeld von mir mehr als ausgegeben wurde für ihn. Meine Mutter jammerte über seine Überheblichkeit, obwohl sie es durch ihr " die Kinder kriegen alles, was sie wollen" selbst mit verursacht hatte. Da lernt man das was man hat, meiner Ansicht nach einfach nicht zu schätzen. 

Seit er alleine wohnt und seine Kosten selbst tragen muss, weiß er, was das Leben kostet.

traurig ist es, daß es eine Dokumentation gab, in der die 3. Generation Sozialhilfe (Hartz 4) heranwächst.

Es gibt Teilhabe für Kinder https://www.mais.nrw/sites/default/files/asset/document/aktuellste_version_teilhabe-_und_integrationsbericht_09_2016.pdf

Für Musik-Sportvereine. Das ist aber sehr wenig. Kaum Teilhabe am sozialen Leben wie Kinogänge, mal ein Eis essen, schon traurig.

Meine Eltern haben in den 60er, 70er Jahren auch nicht viel verdient. Wie ich auch erst mit ca. 35 Jahren später erfahren habe, haben meine Eltern auch einen Lastenzuschuß für das Haus erhalten (also Wohngeld für Hauseigentümer-das Haus war lange nicht bezahlt)

Wir mußten immer sparen. Da gab es in den 70er, 80, 90er Jahren auch nicht jeden Tag Fleisch, höchstens 1 x Woche

Mein Sohn ist 14 Jahre und weiß über mein Einkommen und auch die notwendigen Ausgaben Bescheid. Dabei erkennt er wie man haushalten muss. Ich bin für Offenheit wie soll er sonst lernen.

Übrigens habe ich es von meinen Eltern so gelernt, auch da war das Gehalt oder der Lohn kein Geheimnis sowie die notwendigen Ausgaben.

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Hallo

Lange wird es sich ohnehin nicht verheimlichen lassen, wie gut die Eltern verdienen. Wir haben tatsächlich in der ersten Klasse schon die Aufgabe bekommen, von den Berufen unserer Eltern zu erzählen. Natürlich erfährt man da, dass ein Manager besser verdient als eine Putzfrau. Davon abgesehen wusste ich das schon vorher, da mir stets gesagt wurde, nichts für umsonst zu sehen. 

Seit ich 12 war MUSSTE ich auf Wunsch meines Opas die kontoauszüge prüfen nachvollziehen und ihm ab einem gewissen Punkt erklären.. hat mir nicht geschadet.

Auch meine Mutter hat mir gesagt was Sie verdient und was sie wofür ausgibt.

Also du müsstest schon so viel haben um es nicht so sagen, dass du Bedenken um ein vorzeitiges herbeigeführte Ableben hast, ansonsten spricht gerade im innerstes Kreis der Familie nichts dagegen. 

Das geht Kinder nichts an. Dann könnte man es gleich in alle Welt hinaus posaunen. In unserer Neidgesellschaft wäre das schon von vorne herein unangebracht.

Wenn, so wie bei Dir/Euch, dem Anschein nach das Familieneinkommen recht hoch ist reicht es aus, dass die Kinder wissen was man ihnen ermöglichen kann. Allerdings bin ich der Auffassung, dass man mit Kindern ( ab mindestens dem Eintritt der Volljährigkeit ) darüber sprechen soll, was im Falle X zu tun ist - wo z.B. das Testament liegt, das und wo es z.B. Anlagekonten gibt, welche Versicherungen für den Notfall abgeschlossen wurden und ähnliches.

Da hätte ich aber viel zu tun. Nicht einmal mein Partner blickt da durch. Wie sollte es mein Kind dann verstehen? 

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@christl10

Dann läuft bei Euch was schief. Zumindest der Partner sollte darüber Bescheid wissen.

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@christl10

Ab 14 ist da eigentlich jedes Kind dazu in der Lage.

Wenn Deine Kinder und sogar Dein Partner das nicht können - dann läuft bei euch richtig was schief.

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@christl10

Traurig, wenn man sich für unersetzlich hält. Was machst du, wenn du plötzlich schwer krank wirst und andere sich in deinen Sachen zurecht finden MÜSSEN?

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@turnmami

Dann haben wir ein Problem. Mein Partner will vom Finanziellen Teil nichts wissen. Habe es schon oft angesprochen, aber keine Chance. Es wird eine große Überraschung geben, wenn es soweit ist, leider. 

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@christl10

Im Leben ist nur eines gewiß - der Tod. Und Du hast die Aufgabe eine Auflistung aller wichtigen Unterlagen zu erstellen, aus der hervorgeht welche Vermögenswerte wo und wie angelegt ist. Und diese sollte zweimal im Jahr aktualisiert werden. Und vergiss bitte nicht - der Tod kann ganz plötzlich da sein.

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@wilees

Es gibt so einen dicken Ordner. Tatsächlich muss der mal aktuallisert werden. Blicke selbst bald nicht mehr durch, was wie alt ist. 

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Ich finde nicht, dass Kinder wissen müssen, was die Eltern verdienen. Dafür gibt es keinen Grund. 

Ach - da würde ich warten, bis die Kinder alt genug sind, um zu wissen, was ein Kontoauszug ist und wo man diesen findet ;-)

Nein.

Kinder dürfen vieles essen aber, nicht alles wissen.

Ab einem bestimmten Alter werden sie es doch selbst merken. Ich würde mit ihnen das ordentlich erklären. Das aber auch erst wenn die Kinder ungefähr 20 sind.

Bei der heutigen jugendlichen Reife mußt Du schon noch ein paar Jahre dazurechnen. 

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@christl10

Jugendliche sind heute genauso reif oder unreif wie zu allen Zeiten.

Da hat sich nichts gewandelt.

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@christl10

Wenn deine Kinder so sind, bist du selber schuld. Meine sind definitiv ihrem Alter entsprechen erwachsen u übernehmen auch Verantwortung. Sollte man seine Erziehung überdenken...

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@Menuett

Bei den Fragen die ich hier täglich finde, läßt es mich deutlich daran zweifeln. 

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@christl10

Du glaubst also ernsthaft, die Einstellung Jugendlicher über ein anonymes Forum beurteilen zu können???

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@turnmami

Das Forum zeigt hier zumindest einen Trend.

Zudem kenne ich kaum jemanden der unter 20 ist und mit dem ich finanzielle Themen austauschen könnte, da sie alle noch zu grün hinter den Ohren sind. 

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@christl10

Nein, das zeigt keinen Trend. Da sind zig Leute dabei, die absolut dämliche Sachen posten und sich als Teen ausgeben, aber gar keine sind.

Und du merkst ja auch nicht, wenn es bei Dir in der Nähe einschlägt.

DU bist nicht in der Lage deine finanziellen Angelegenheiten vollständig zu verstehen und willst dieses Unwissen an Deine Kinder weitergeben.

DU bist hier grün hinter den Ohren.

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Ab der späten Pubertät wussten meine Kinder genau, wie viel wir verdienen und welche Vermögenswerte vorhanden sind.

Halte ich für unabdingbar, wie sonst sollen sie lernen, wie das mit den Finanzen so läuft.

Wieso? Vertraust Du Deine Vermögenswerte den Kindern an? 

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@christl10

Wie sollen Kinder mögl Anlageformen kennen, wenn es ihnen die Eltern nicht zeigen. Unsere Kids wissen, welche Snlageformen wir haben. Wenn auch nicht auf den Euro genau

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@christl10

Nein, die bleiben hübsch bei mir.

Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen, wir könnten sterben und da sollten die Kinder schon genau wissen, was da ist und was nicht.

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@Menuett

Bin der Meinug, daß man die Kinder nicht damit belasten soll. Zumal es ihnen nichts angeht wieviel man in den letzten 20 Jahre gespart hat und wie man es angelegt hat. Erst mit Beginn der Ausbildung sollte man sie ans sparen heranführen und nach und nach die einzelnen Produkte erklären die in Frage kommen. Will ja nur, daß sie die Produkte verstehen und unterscheiden können. Aus ihnen soll ja kein Bankkaufmann werden. 

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@christl10

Auf der einen Seite beschwerst du dich, dass Jugendliche mit 20 nicht reif sind, auf der anderen Seite willst du sie nicht belasten. Da bist schon du die Bremse...

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@beangato

Die meisten haben vorher gar kein Interesse was zu erfahren. 

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@christl10

Meine Kinder haben sich da schon sehr viel früher für die Finanzen interessiert.

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