Sollten auch Schüler ihren Lehrern Noten geben?

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Das Ergebnis basiert auf 5 Abstimmungen

Ja 60%
Nein 40%

9 Antworten

Nein

Eine reine Benotung (1-6) halte ich für wenig zielführend. Was bringt es, wenn ein Lehrer eine reine Benotung sieht?

Was ich für sehr gut halten würde wäre, wenn jeder Schüler am Ende des Schuljahres einen Bogen bekommen würde, auf dem er aufschreiben kann was er an einem Lehrer konkret für gut hielt und was er an einem Lehrer konkret schlecht fand (mit Verbesserungsvorschlägen). Mit diesen Bögen könnte ein Lehrer etwas anfangen und vielleicht für die Zukunft etwas ändern.

Zudem gibt es den Schülern die Gelegenheit etwas Selbstreflexion zu betreiben. Sie müssen sich auch mal an die eigene Nase fassen und schauen an was wirklich der Lehrer "schuld" ist und was sie selbst verbockt haben.

Ich befürchte, dass Schüler - noch weniger als Lehrer - objektive Kriterien zur Notengeben haben. Besser wäre es, wenn eine Klasse vielleicht gemeinsam eine Tabelle erarbeitet mit Plus- und Minuspunkten, die dann auch begründet werden müssen. So kann der Lehrer erfahren, wie die Schüler ihn sehen, ohne das die "Rache" eines Schülers, der wegen Schummelns eine Sechs bekommen hat, den Schnitt im Lehrerzeugnis versaut.

Nope. Ein Teenie wird einem Lehrer, zu dem er ein schlechtes Verhältnis hat, sicherlich nicht eine objektive Bewertung geben. So weit und reif sind Jugendliche einfach noch nicht, dass sie persönliche Gefühle und Sympathien außen vor lassen.

Das Prinzip des Feedbacks ist doch allerdings bereits in viele Klassenräume eingezogen. Das ist in Ordnung - wozu braucht es da Noten, die rein gar nichts aussagen? Ein Lehrer kann mehr mit Begründungen anfangen als mit einer 1, 2, 5.

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