Sollten alle Völker auch ihre eigenen Staaten besitzen oder wäre ein gesamter Vielvölkerstaat eine bessere Lösung oder wird es niemals per Natur funktionieren?

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10 Antworten

Jedes Volk sollte einen Staat bekommen oder bzw. dem Staat anschließen dürfen, mit dem sie sich verbunden fühlen.

Insbesondere im nahem Osten gehören die Grenzen eigentlich völlig neu gezogen, Afrika auch.

Das schließt nicht aus, daß in einem Staat verschiedene Völker leben, die sich aber zu einer übergeordneten Nation zugehörig fühlen, z.B. Schweiz, Rußland oder China.

Wenn aber die Kurden einen eigenen Staat wollen oder die Krimbewohner zur Russischen Föderation gehören wollen, sollte das die Weltgemeinschaft akzeptieren.

Ein Gundsatz für Frieden und Stabilität wäre zu sagen: Der entscheidet, den es betrifft. 

Davon ausgehend können die Betreffenden in Teilbereichen ihre Souveränität abgeben, wo es für sie Sinn macht, z.B. sich in der Landesverteidigung mit anderen zusammen zu schließen.

So formt sich dann auf natürliche Weise ein föderalistischer Staat.

Eine übergeordnete Regierung funktioniert nur in dem Maße, wie die einzelnen Länder bereit sind Souveränität abzugeben. 

Im Idealfall kann sich jeder Mensch unabhängig von Ethnie, Religion oder territorialen Grenzen jederzeit frei und einvernehmlich mit anderen zusammenschließen und im Rahmen eines übergeordneten, weltweiten Rechts nach gemeinsam vereinbarten Regeln leben.

Dem übergeordneten Recht fiele dabei die Aufgabe zu, individuelle Freiheitsrechte und eine faire Verteilung planetarer Ressourcen zu sichern, im Steitfall zu schlichten, einen fairen Ausgleich zwischen nomadischen und territorialen Gruppen zu finden, etc.

Dass lauter eigene Staaten nicht für ein friedliches Miteinander sorgen, zeigt die Geschichte doch zur Genüge.

Über kurz oder lang werden die Menschen auf der immer kleiner werdenden Welt lernen müssen, miteinander auszukommen.

Am besten geht das mit humanistischen Werten, die niemanden bevorzugen und allen Menschen größtmögliche Freiheiten lassen.

Es kann einem doch wirklich egal sein, woher die Mitmenschen kommen und was sie glauben, so lange sie andere Menschen damit in Ruhe lassen und der Gesellschaft nicht schaden.

Nachdem 1. Weltkrieg wollen die Siegermächte jedem Volk in Europa einen eigenen Staat geben und im  Nahen Osten Grenzen ziehen. Was hat es gebracht? Den 2. Weltkrieg. Im Nahen Osten den Islamischen Staat.

Auch wer nicht an einen intelligenten Schöpfer, sondern an die Evolutionstheorie glaubt, wird vielleicht erstaunt sein, zu erfahren, was die Bibel lehrt.

Das "Reich Gottes" wird einmal quasi als einziger "Vielvölkerstaat" unter dem König Jesus Christus vom Himmel, dem geistigen Bereich, aus über die gesamte Erde herrschen. 

Dann wird es tatsächlich "ein Volk, ein Reich, ein Führer" geben. Allerdings unter idealen und friedlichen Bedingungen. Dadurch, daß alle Menschen ihren Schöpfer JHWH als alleinigen Souverän und Führer anerkennen werden, wird Friede sein, Kriege gehören der Vergangenheit an. Die Menschen werden einander lieben, in der Art und Weise, daß niemand seinem Bruder/Schwester etwas schädliches antun wird.

Offenbarung 21:3 und 4 

"siehe da, das Zelt (der Schutz) Gottes ist bei den Menschen. Und sie werden seine Völker sein und er wird ihr Gott sein. Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Leid, noch Trauer, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."

Und der auf dem Thron saß sprach: SIEHE ICH MACHE ALLE DINGE NEU

(Menschen sind dazu nämlich, trotz besten Willens NIEMALS in der Lage. Immer wieder gäbe es Unfrieden, so lange wie Gier nach Macht und Habsucht die Hauptmotive menschlichen Handelns sind. Das ist bald alles endgültig vorbei)

Wer sich näher informieren möchte, dem sei empfohlen, zu googlen: "was lehrt die Bibel wirklich?"

Interessant ist, daß es nicht ein Werk von Menschen sein wird, denn diese sind allesamt sündig und unvollkommen, aber der vollkommene Gott wird in Kürze seine Schöpfung vor dem völligen Ruin retten, wohin der Gott dieser Welt, Satan, der TEufel (2. KOr. 4:4) sie getrieben hat.


PatrickLassan 01.07.2017, 19:03

Wer nicht an einen Schöpfer glaubt, glaubt auch nicht, was in der Bibel steht.

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Aabaab 01.07.2017, 19:41
@PatrickLassan

Patrick, du hast Recht. Aber unser Schöpfer hat es jedem selbst überlassen, an ihn zu glauben oder nicht. Er hat uns Willensfreiheit geschenkt, allerdings müssen wir mit den Folgen unserer Fehlentscheidungen leben. 

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Erstrebenswert ist ein Staat für alle Völker. Das kann nur Gott Wirklichkeit werden lassen. In der Bibel wird dieser Staat "Königreich Gottes" genannt. Und Jesus lehrte, darum zu beten:

"Ihr sollt daher auf folgende Weise beten:,Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde" (Mat. 6:9, 10)

Kajawizu 01.07.2017, 15:36

Wenn es nur Gott kann, sollten die Menschen dann die Finger davon lassen, dies zu wagen? Schließlich ist nur der Schöpfer vollkommen und nicht mit allerlei Lastern belegt, um dies erfolgreich zu tun.

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OhNobody 01.07.2017, 15:55
@Kajawizu

Der Mensch kann das nicht schaffen, weil er dazu nicht geeignet ist. Der weise König Salomo schrieb über die Menschenherrschaft unter Inspiration, dass "der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat" (Prediger 8:9).

Ähnliches schrieb Jeremia:

"Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten." (Jer. 10:23)

Ursprünglich sollten Adam u. Eva unter Anleitung Jahwes (Jehova) die ganze Erde zum Paradies gestalten. Das gelang nicht, weil sie sich von Gott ab- und Satan zuwandten (1. Mose 3).

Gott ließ sie gewähren. Die Menschheit hatte inzwischen einige tausend Jahre Zeit, ihre Behauptung zu beweisen, sie könne ohne göttliche Leitung existieren. Dabei haben sie die unterschiedlichsten Regierungsformen ausprobiert. Keine hat zu wirklicher Einheit geführt.

Gott verhiess, dass er die Zustände wie im Garten Eden wiederherstellen wird (Weltregierung Gottes). Das gelingt aber nur durch das vorausgesagte "Königreich Gottes".

Der Mensch ist nicht geschaffen und nicht geeignet, sich selbst unabhängig von Gott zu regieren. Das hat die Geschichte hinlänglich bewiesen.

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Aabaab 01.07.2017, 19:44
@OhNobody

Wie gut du diese tiefe Wahrheit dargelegt hast, OhNobody. Wenn das doch nur alle Menschen begreifen würden. Dann wäre viele Probleme gelöst. Danke und DH

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Die meisten Völker haben ihren Staat, und die, die keinen haben, wollen meist einen. Das hat mit Naziparolen gar nichts zu tun, auch nicht mit Sozialismus. 

Es gibt weltweit so gut wie keinen funktionierenden Vielvölkerstaat. Je mehr Völker in einem Staat zusammengefasst werden, desto mehr Konflikte gibt es. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Der Staat zerbricht (Österreich-Ungarn, Sowjetunion, CSSR, Jugoslawien, Irak) oder der Staat wird undemokratisch und unterdrückt die Spannungen mit Zensur, Polizei etc. 

Ein Vielvölkerstaat? Wie soll das denn funktionieren? Es funktioniert ja kaum mit den jetzigen 193 Staaten.

Jedes einigermaßen große Volk sollte einen eigenen Staat besitzen. Wenn ein Staat zu groß wird, dann kann eine Demokratie nur unter stark autoritären Zügen bestehen und dann wäre es keine richtige Demokratie mehr, sondern nur noch eine Republik voller Intrigen und Missgunst, siehe Russland und USA. Auf dem Balkan ist es nun wesentlich friedlicher geworden, seit Serben, Kroaten und Albaner getrennte Staaten haben. Afrika wird niemals friedlich werden, wenn es nicht die Möglichkeit erhält, neue Grenzen zu ziehen.

Die Frage ist: Wie viel ist der einzelne Mensch in einem globalen Vielvölkerstaat wert? So gut wie nichts! Große Staaten brauchen eine starke Führung, damit es nicht zu Mord und Anarchie kommt.

Kleinere Staaten wie Deutschland, Schweden, Frankreich oder Spanien haben zwar auch Minderheiten in ihrem Land, allerdings werden diese  anerkannt und nicht diskrimminiert oder überwacht: Sorben (Deutschland), Gotländer (Schweden), Bretonen (Frankreich), Kataloonier (Spanien).

Ein Weltstaat wäre für mich ein Albtraum. Solche Ideologien erweisen sich entweder als brutal und militant oder als kulturlos und schwerfällig. In Deutschland bist du ein Bürger unter 82 Millionen. Da ist deine Stimme noch ein bedeutendes Stückchen größer als deine Stimme in einem Weltstaat mit 8 Milliarden Bürgern.

Wenn dann noch jemand angetanzt kommt und meint, am besten sprechen alle Menschen der Zukunft Englisch und haben die selbe Kultur, dann ist für mich das Maß längst überschritten. Es gibt mehr als 6.000 verschiedene Sprachen auf der Welt und hunderttausende Regionalkulturen, welche die Welt erst bunt machen. Wer das auslöscht ist nicht besser als das britische Imperium, welches auch allerorten Kulturen unterdrückte und die englische Sprache einführte. Auch der Kommunissmus hat die Welt nicht besser gemacht!

PortVell 01.07.2017, 20:22
allerdings werden diese  anerkannt und nicht diskrimminiert oder überwacht

Ich finde, man kann nicht gerade sagen, dass die Katalanen in Spanien nicht diskriminiert werden. Leider versucht die Zentralregierung in Madrid ihnen zu verbieten, frei und demokratisch über ihre Zukunft zu entscheiden.

Man erlebt immer wieder Ausbrüche des Hasses gegen Katalanen von Spaniern:

https://twitter.com/NoEsPotCat/status/874592340933054464

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NathanGaertner 01.07.2017, 20:28
@PortVell

Im Vergleich zu Mindesheiten in Russland oder den Indianern in den USA ist das gar nichts. Natürlich gibt es auch hier Ausgrenzung, aber die Katalanen sind kein Volk, dass Angst vor dem nächsten Morgen haben muss.

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